Kurz vor seinem 100. Geburtstag ehrt die Stadt
Wien seinen wohl ältesten aktiven Musiker
Wien (rk) - Am 31. März wird Karl Reinelt 100 Jahre alt. Landtagspräsident Harry Kopietz
hat dem Multiinstrumentalisten kurz vor diesem besonderen runden Jubiläum den Goldenen Rathausmann überreicht,
als Ausdruck des Respekts vor seiner großen umfassenden künstlerischen Leistung und als einen Ausdruck
des Dankes der Stadt Wien. Reinelt ist nach wie vor im "Orchesterverein Breitensee" aktiv, einem Mitgliedsverein
der Basis.Kultur.Wien. Diese Tatsache freut Kopietz besonders, als Präsident der Basis.Kultur.Wien.
Karl Reinelt hat schon während seiner Schulzeit die Musik als seine wahre Berufung entdeckt. Im Schülerorchester
hat er Violine und Cello gespielt, später kamen Akkordeon, Banjo, Gitarre und Bass dazu. "Karl Reinelt
ist sozusagen ein ganzes Orchester in Personalunion", sagt Kopietz. Schon ab einem Alter von 16 Jahren ist
Reinelt in den unterschiedlichsten Orchestern, Tanzkapellen, Kammermusikensembles, Streichquartetten, in Schrammelorchestern
und als Operettenmusiker aufgetreten.
Über die Kirche ist Karl Reinelt zu seinem späteren Beruf gekommen: ab 1948 war er für fast 30 Jahre
Sekretär des "Reichsbundes für Turnen und Sport". Dort hat er unter anderem den Höhenstraßenlauf,
zahlreiche Tagungen und Versammlungen sowie den Reichsbundball organisiert. 1977 ist Karl Reinelt in Pension gegangen
- damals war er 65 Jahre alt.
Karl Reinelt wurde bereits mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich, dem Stephanusorden,
mit Urkunden der Erzdiözese Wien für Kirchenmusik und diversen Ehrungen vom Reichsbund und vom ASVÖ
(Allgemeiner Sportverband Österreichs) ausgezeichnet. |