"Markt-Bonus" hilft bei der Vermarktung von Erfindungen kleiner Unternehmen
Wien (bmvit) - Österreichische Erfinderinnen und Erfinder bekommen zusätzliche Unterstützung.
Das Innovationsministerium hilft Klein- und Mittelbetrieben (KMU) mit der Initiative "Markt-Bonus", neue
Märkte zu erschließen. Mit einem "Markt-Bonus" in Höhe von jeweils 10.000 Euro unterstützt
das BMVIT ab sofort die Vermarktung von Erfindungen. Innovationsministerin Doris Bures: "Erfindungen, die
niemand kennt, sind sinnlos. Wir geben innovativen spannenden Produkten und Dienstleistungen noch einen 'finanziellen
Kick', damit sie letztlich auch am Markt reüssieren können."
Die neue Finanzspritze schafft beispielsweise Ressourcen für Marktanalysen, Patentrecherchen, für die
Entwicklung attraktiver Verpackungen, für Marketingkonzepte oder für den Aufbau eines Vertriebs. Innovationsministerin
Bures: "Die Verwertung und Vermarktung neuer Technologien und Produkte muss auch in der Forschungsförderung
ein Thema sein. Schließlich müssen sich Innovationen auch am Markt durchsetzen, um die heimische Wirtschaft
anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen."
Fast die Hälfte aller KMU-Innovationen erreicht nie den Markt
Das Motiv für die neue Initiative lässt sich in konkreten Zahlen ausdrücken: Die heimischen
technologieorientierten KMU sind sehr erfolgreich in der Entwicklung: 87 Prozent aller Innovationsideen können
technisch perfekt realisiert werden. Aber: Nur 54 Prozent aller Innovationen erreichen auch tatsächlich den
Markt. Bei Großunternehmen hingegen beträgt die Vermarktungs-Quote 78 Prozent.
"Diese Lücke wollen wir schließen. Wir wollen, dass noch mehr innovative Klein- und Mittelbetriebe
den entscheidenden Schritt weiter kommen: Vom Prototypen zum Markterfolg", erklärt Ministerin Bures.
"Aus unserer Fördertätigkeit wissen wir, dass viele österreichische Unternehmen mit hoher Kreativität
neue Dienstleistungen und Produkte entwickeln. Der "Markt-Bonus" wird KMU helfen, ihre Innovationen erfolgreich
in den Markt einzuführen und zu positionieren", so Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft
(FFG). Die FFG erwartet, dass durch den "Markt-Bonus" bis zu 200 neue Produkte oder Dienstleistungen
auf den Markt kommen können. Rund 3.500 österreichische KMU-Betriebe mit rund 100.000 Beschäftigten
betreiben in Österreich Forschung und sind potenzielle Adressaten für den "Markt-Bonus".
Forschung macht krisensicher
Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren, haben die Wirtschaftskrise generell
gut bewältigt und stehen jetzt besser da als vor der Krise: Das zeigt eine aktuelle Studie des WIFO. Demnach
hatten forschungsintensive Unternehmen während der Krise geringere Umsatz- und Beschäftigungsverluste
und hatten, anders als die Gesamtwirtschaft, bereits 2010 mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als vor der Krise.
Und: Mit den F&E-Ausgaben steigt auch die Exportquote der Unternehmen. "Diese Studie bestätigt unseren
Weg", sagt Innovationsministerin Bures. "Wir sind während der Krise für die Unternehmen eingesprungen
und haben ganz massiv in Forschung und Entwicklung investiert. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Unternehmen den
Schwung mitzunehmen und Österreich voran zu bringen auf dem Weg zu einer führenden Forschungsnation."
Ein KMU-Paket mit sieben Millionen Euro
Zusammen mit dem dem neuen Tool "Markt-Bonus" investiert das BMVIT für den "hürdenfreien
Einstieg" von KMU in die Forschung heuer schon sieben Millionen Euro.
- 2.500.000 Euro werden auf 5.000-Euro-Innovationsschecks für Neueinsteiger verteilt.
- 1.000.000 Euro wird in das Programm "Projektstart" zur Förderung der Antragstellung und Projektvorbereitung
investiert.
- 1.000.000 Euro fließen in jeweils erste Forschungsprojekte von KMU. Die Förderobergrenze für
Machbarkeitsstudien wird damit von 12.000 auf 30.000 Euro angehoben.
- 500.000 Euro beträgt die professionelle Unterstützung durch Forschungscoaches für Betriebe.
- 2.000.000 Euro werden in das Programm "Markt-Bonus" zur Etablierung von Innovationen am Markt investiert.
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