Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten beim UNO-Menschenrechtsrat in Genf
Wien/Genf (bmeia) - „Das syrische Regime muss den Wunsch der Bevölkerung nach Würde, Sicherheit
und Gerechtigkeit respektieren. Präsident Assad hat jegliche Legitimität verloren“, so der Generalsekretär
für auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Johannes Kyrle, am 17.09. bei der Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats
in Genf mit der unabhängigen Untersuchungskommission zu Syrien.
Laut dem jüngsten Bericht der Untersuchungskommission sind allein seit Mitte Februar 2012 125 Kinder
umgebracht worden, Regierungstruppen wird die Vergewaltigung von Kindern und Frauen vorgeworfen und oppositionellen
Gruppen der Einsatz von Kindersoldaten. Kyrle dazu: „Angesichts dieser Gräueltaten wiederholen wir unseren
Aufruf, dass die Situation in Syrien an den Internationalen Strafgerichtshof verwiesen werden muss. Für schwere
Menschenrechtsverletzungen darf es keine Straflosigkeit geben.“
„Die internationale Gemeinschaft und die UNO dürfen nichts unversucht lassen, um die Konfliktparteien in Syrien
an den Verhandlungstisch zu bringen. Angesichts der bereits über 25.000 Opfer und 250.000 Flüchtlinge
aus Syrien müssen die Verantwortlichen endlich verstehen, dass es keine militärische Lösung für
diesen Konflikt geben kann“, so Kyrle abschließend.
Neben der Teilnahme an der Debatte des UNO-Menschenrechtsrats stehen auch Termine mit der UNO-Hochkommissarin für
Menschenrechte, Navi Pillay, den Mitgliedern der Syrien-Untersuchungskommission, dem Präsidenten des Internationale
Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, sowie weiteren hochrangigen internationalen Vertretern in Genf auf dem
Programm von Generalsekretär Kyrle. |