Gute Berufsaussichten in Gesundheits- und Sozialberufen
Wien (bmask) - Bereits zum 5. Mal hat heute österreichweit der "Boys Day" stattgefunden.
Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht den Boys Day als Chance für junge Burschen sich in einem immer flexibler
werdenden Arbeitsmarkt auf eine berufliche Horizonterweiterung einzulassen: "Das Überwinden von Rollenklischees
und die Bereitschaft, sich von traditionellen Berufsbildern zu verabschieden, ermöglicht Burschen, ihre Fähigkeiten
und Talente in der angehenden Berufswahl besser einzusetzen und auszuschöpfen. Der Boys Day soll dabei Impulse
geben und Möglichkeiten eröffnen, um junge Männer zu einer etwas anderen Berufsentscheidung zu ermutigen",
so Hundstorfer.
Der Boys Day rückt das Berufswahlverhalten männlicher Jugendlicher ins Zentrum und möchte auch zur
Sensibilisierung von Jugendlichen, Eltern, AusbildnerInnen und der Öffentlichkeit beitragen. Viele Burschen
wollen zum Beispiel Mechaniker lernen, weit mehr als in diesem Beruf gebraucht werden. Wenige wollen derzeit Krankenpfleger,
Volksschullehrer oder Sozialarbeiter werden. In diesen Berufen gibt es aber besonders für junge, engagierte
Männer gute Jobchancen.
Das belegt auch das 2012 erstmals durchgeführte "bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring" (BibEr-Monitoring)
von Sozialministerium, Statistik Austria, und Arbeitsmarktservice: 85 % aller Absolventen von Gesundheitsschulen
(Krankenschwestern- und Pflegeausbildung) finden innerhalb von drei Monaten nach dem Abschluss einen Job, auch
beim Starteinkommen gibt es oftmals keinen gravierenden Einkommensunterschied zu vielen Uniabsolventen.
Der Boys Day ist ein Tag an dem Burschen Berufe kennen lernen, die sie vielleicht noch nicht kennen. Diese werden
ihnen von Männern gezeigt, die gerade in diesem Job tätig sind. Sie stellen einen Beruf in der Praxis
vor, in dem sie mit Menschen und für diese Menschen arbeiten. Männlichen Jugendlichen wird daher im Rahmen
des Boysdays die Möglichkeit geboten, in verschiedenen Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern,
Alten- und Pflegeheimen sowie Gesundheitseinrichtungen zu schnuppern und mit Vertretern der Erziehungs- und Pflegeberufe
über deren beruflichen Alltag und ihre Erfahrungen zu sprechen.
Ergänzend zum Boys Day-Aktionstag finden während des Jahres - durchgeführt von den durch das BMASK
beauftragten Männerberatungsstellen - gendersensible Berufsorientierungsworkshops statt, die sich als Vor-
bzw. als Nachbereitung zum Boys Day-Aktionstag verstehen und von Burschengruppen aus Schulklassen besucht werden
können. Den thematischen Kern der Workshops bildet die Beschäftigung mit Arbeits-, Berufs- und Zukunftsvorstellungen
der jungen Teilnehmer, weiterführend werden Männlichkeitsbilder, Vorbildrollen etc. thematisiert.
"Mit dem Boys Day soll die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, dass Burschen, die sich im weitesten
Sinn für einen Erziehungs- oder Pflegeberuf entscheiden, einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft
leisten", so Sozialminister Hundstorfer zur Zielsetzung des Boys Days.
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