LR Schwärzler dankte für Naturschutz-Engagement in den Gemeinden
Bregenz (vlk) - Seit vier Jahren unterstützt das Land Vorarlberg interessierte Gemeinden im
Rahmen des Programms "Naturvielfalt in der Gemeinde". Professionelle Beratung und Begleitung, Bildungsangebote
und Erfahrungsaustausch-Treffen tragen dazu bei, dass Naturschutz und Artenvielfalt bei allen kommunalen Planungen
und Entscheidungen eine Rolle spielen. Landesrat Erich Schwärzler würdigte am 21.11. im Landhaus das
Engagement der 22 Naturvielfalt-Gemeinden und begrüßte gleichzeitig sechs weitere Gemeinden in diesem
Netzwerk.
"Gemeinden, die sich aktiv und engagiert um den Erhalt und die Entwicklung ihrer Naturjuwele kümmern,
dürfen dabei auf die Partnerschaft des Landes bauen", sagte Landesrat Schwärzler vor den anwesenden
Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Naturvielfaltteams aus den Gemeinden.
Mit der Veranstaltung im Landhaus ging die von der Umweltabteilung des Landes organisierte Reihe "Zwischenzeit
nehmen" zu Ende. Im Herbst fanden drei Workshops statt, in denen Interessierte und Engagierte aus ganz Vorarlberg
das Zukunftsthema Naturvielfalt in Verbindung mit der neuen Tourismusstrategie, mit einer enkeltauglichen Siedlungs-
und Quartiersentwicklung und mit der Planung einer multifunktionalen Kulturlandschaft diskutierten. Zum Abschluss
wurden die Ergebnisse dieser gut besuchten Workshops nochmals zusammengefasst.
Die erste der drei Veranstaltungen stand unter dem Titel "Naturoasen - Visionen für den öffentlichen
Raum". Anfang Oktober trafen sich im Alamannendorf in Mäder rund 50 Interessierte aus 20 Gemeinden,
um im Gespräch den Grundstein für innovative Projekte zu legen, beispielsweise ein Netz für Permakulturgärten
in Vorarlberg, Gemeinschaftsgärten, blühende Landschaften in Siedlungen usw. Der Naturschutzexperte
Mario Broggi betonte: "Der Siedlungsbrei in Vorarlberg kann auch als Chance genutzt werden. Im Mosaik von
Gebäuden und Straßen sind noch genügend Freiflächen erhalten."
In Dünserberg haben knapp 40 Walgauer zum Thema "Kulturlandschaft | gestern - heute - morgen" diskutiert.
Dabei ging es um die Entwicklung der noch vielfältigen und reich strukturierten Kulturlandschaft, die in einem
ständig wachsenden Sieldungsraum immer stärker beansprucht wird. "Die Leistungen der Natur als Grundlage
für die Landwirtschaft, als Wasserspeicher und Erholungsraum sind zu wenig bewusst", sagte der Bludescher
Bürgermeister Michael Tinkhauser. Deshalb gelte es die Werte der Kulturlandschaft aktiv und auf allen Ebenen
zu vermitteln.
Bei der letzten Veranstaltung "Faszination Naturvielfalt in Tourismusgemeinden", die mit rund 40 Interessierten
aus Gemeinden, Tourismus und Naturschutz in Bizau stattfand, trat die Tourismus-Sparte der Wirtschaftskammer als
Mitveranstalter auf. Kammermitglied und Hotelier Karlheinz Hehle sagte: "Zukünftige Projekte sollten
unbedingt alle Systempartner miteinbeziehen. Als Vertreter der Tourismusstrategie 2020 möchte ich gemeinsam
mit dem Programm 'Naturvielfalt in der Gemeinde' Ideen aufgreifen und weiterentwickeln."
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