Konferenz der European Wind Association im
Wiener Messezentrum
Wien (bpd) - "In Österreich hat die Nutzung erneuerbarer Energie einen hohen Stellenwert. Das
haben wir mit dem Beschluss eines modernen Ökostromgesetzes vor zwei Jahren gezeigt. Und dafür stehen
auch die Ziele, die wir uns auf einem gemeinsamen Energiegipfel von Regierung, Parlamentsparteien, Industrie und
NGOs gesetzt haben. Vor diesem Hintergrund ist es für uns eine besondere Ehre, dass die internationale Konferenz
zur Nutzung von Windenergie diese Woche in Wien tagt", sagte Staatssekretär Josef Ostermayer am 04.02.
bei der Eröffnung der Konferenz der European Wind Association (EWEA) im Wiener Messezentrum. Der Staatssekretär
vertrat Bundeskanzler Werner Faymann.
"Österreichs Bevölkerung hat sich bereits im Jahr 1978 klar gegen die Nutzung von Atomenergie ausgesprochen.
Die Politik hat sich im Rahmen des Energiegipfels gegen Atomkraft dazu verpflichtet, dass in naher Zukunft kein
Strom unbekannter Herkunft mehr nach Österreich eingeführt werden darf. Jeder Import braucht künftig
eine Zertifizierung als saubere Energie", so Ostermayer. Gleichzeitig sei es ein wichtiges Ziel, die Abhängigkeit
von fossilen Energiequellen zu reduzieren. Das sei nur möglich, wenn die Nutzung erneuerbarer Energie weiter
ausgebaut werde.
"Wir müssen die Entwicklung neuer Technologien im Bereich erneuerbarer Energie unterstützen, denn
nur durch ihre effiziente Nutzung können wir unsere ambitionierten Ziele erreichen. Im Jahr 2012 konnten bereits
2,5 Prozent des Strombedarfs durch Windenergie gedeckt werden, Experten gehen von einer Steigerung auf etwa acht
Prozent bis 2020 aus", sagte Ostermayer. Als beispielhaft für die Nutzung von Windenergie nannte der
Staatssekretär das Burgenland: "Mitte der 90er Jahre hatte das Burgenland keine eigene Stromproduktion,
1997 wurden die ersten Windparks eröffnet und Mitte 2013 wird das Burgenland energieautark sein, größtenteils
aufgrund der Windkraft."
"Wenn wir in Europa eine Energiewende schaffen wollen, dann müssen wir in die erneuerbaren Energien investieren
und ihrem Einsatz gegenüber Atomkraft und fossilen Energiequellen ganz klar den Vorzug geben. Das kann nur
gemeinsam gelingen, wenn Politik, Wirtschaft, NGOs und Organisationen wie die European Wind Association zusammenarbeiten.
In diesem Sinne wünsche ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz einen erfolgreichen Erfahrungsaustausch",
so Ostermayer abschließend.
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