Graz (stadt) - Winter ade - jetzt startet das wichtigste Grazer Straßenprojekt im doppelten Wortsinn in
seinen zweiten Frühling: Beim Südgürtel geht die Baufeldfreimachung weiter, damit im Herbst die
großen Maschinen ihr Werk beginnen können. Eine - virtuelle - Fahrt durch den Tunnel ist jetzt bereits
möglich, und auch die Information nimmt Fahrt auf.
Dank einer perfekten Zusammenarbeit zwischen Land Steiermark und Stadt Graz auf allen Ebenen ist das Großprojekt
Südgürtel Graz plangemäß auf Schiene. Das betonten die Vertreter von Land und Stadt unisono
bei einer Pressekonferenz, bei der am 08.02. in der Südgürtel-Infobox in der Engelsdorfer Straße
25 die neue virtuelle Tunnelfahrt, die neue Südgürtel-Homepage und der Zeitplan für die jetzt wieder
startenden Arbeiten vorgestellt wurden. Bis 2016 soll das zwei Kilometer lange Straßenstück mit seinem
1.442 Meter langen Tunnel fertig sein. Die vom Land getragenen Errichtungskosten betragen rund 110 Millionen Euro,
die Stadt steuert die Grundstückablösen mit rund 25 Millionen Euro bei.
Landesrat Kurzmann: „Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte"
Verkehrslandesrat Dr. Gerhard Kurzmann sprach heute „von einem der wichtigsten steirischen Infrastrukturprojekte",
das für AutofahrerInnen und PendlerInnen ebenso große Bedeutung habe wie für die heimische Wirtschaft.
Mit dem Südgürtel in Liebenau werde endlich der Lückenschluss für das bereits in der 70er Jahren
des vorigen Jahrhunderts begonnene Gürtelstraßennetz in Graz verwirklicht.
Stadtrat Eustacchio: „Gewinnen wertvollen Raum"
Verkehrsstadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio sieht durch die Bauarbeiten eine Belastung für die Bevölkerung,
die aber bald einer großen Entlastung weichen werde: „Derzeit wälzen sich rund 30.000 Fahrzeuge täglich
über die Puntigamer Brücke, davon werden nachher rund 25.000 Kfz in den Tunnel abtauchen. Dadurch gewinnen
auch an der Oberfläche wertvollen Raum!" Diesen wolle man für Grünraum - in der Engelsdorfer
Straße ist ein zwei Hektar großer Trassenpark geplant - und sinnvolle Maßnahmen für den
Öffentlichen Verkehr sowie den Fuß- und Radverkehr nutzen.
Landesbaudirektor Tropper: „Stehzeiten vermeiden"
Landesbaudirektor DI Andreas Tropper wies auf die Wichtigkeit der jetzt wieder beginnenden Baufeldfreimachung hin:
„Wenn dann ab Herbst die großen Baumaschinen ihre Arbeit aufnehmen, darf es schon allein aus Kostengründen
zu keinen Stehzeiten kommen!"
Stadtbaudirektor Werle: „Grundstückseinlösen im Plan"
Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle, der die Grüße des terminlich verhinderten Bürgermeisters
Mag. Siegfried Nagl - „eines deklarierten Befürworters dies wichtigen Projekts!" - überbrachte,
berichtete von den Grundstücksablösen: „Wir haben 75 Prozent aller Grundablösen erledigt, genehmigt
und ausbezahlt, 15 weitere Prozent sind bereits ausverhandelt, die restlichen zehn Prozent noch offen!" Insgesamt
habe man rund 150 GrundbesitzerInnen kontaktieren müssen. Auch 40 Gebäude, davon 13 Wohnhäuser,
müssen dem Südgürtel weichen, rund die Hälfte davon wurde bereits abgetragen. Werle hob auch
die moderne Infrastruktur hervor, die Hand in Hand mit der Baufeldfreimachung verwirklicht wird: „Neben 2,5 Kilometer
Abwasser- und 1,7 Kilometer Trinkwasserleitungen werden weitere Leitungen wie Fernwärme, Gas oder Telekabel
umgelegt und modernisiert!"
Virtuelle Tunnelfahrt und Homepage
Wie die Fahrt durch den Südgürtel ab 2016 verlaufen wird, zeigt eindrucksvoller Film, der ebenfalls heute
präsentiert wurde. Eine neue Homepage unter der Internetadresse http://www.suedguertel.at
bringt alles Wissenswerte zu dem Großprojekt, auch die virtuelle Tunnelfahrt kann über diese Homepage
erlebt werden.
Persönliche Kommunikation in der Infobox
Aber auch die persönliche Kommunikation wird beim Südgürtel großgeschrieben: Am Donnerstag,
14. Februar, gibt es in der Infobox, Engelsdorfer Straße 25, von 17 bis 19.30 Uhr einen Informationsabend,
bei dem das gesamte Projektteam für alle Details zur Verfügung steht. Zusätzlich ist die Infobox
für Neugierige jeden Montag von 15 bis 17 Uhr sowie Freitag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Und für
ganz dringende Fragen gibt es eine Infohotline, die unter der Telefonnummer +43 676 8666-0500 erreichbar ist.
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