Bereits zahlreiche Verbesserungen für EPU erfolgreich durch- und umgesetzt
Wien (pwk) - "Die Wirtschaftskammer Österreich setzt sich seit Jahren gezielt für die wesentlichsten
Anliegen der aktuell rund 251.000 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) in Österreich ein und arbeitet konsequent
an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen. So veranstalten wir am 4. Juni 2013 bereits zum vierten Mal das EPU-Symposium,
bei dem die Anliegen der Kleinstunternehmen im Mittelpunkt stehen", betont Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin
für EPU. Es sei durchaus erfreulich, "dass nun auch andere Organisationen diesem Vorbild folgen",
nimmt Zehetner Bezug auf den ersten EPU-Gipfel des Sozialistischen Wirtschaftsverbandes (SWV) am 08.04 in Wien.
"Vieles ist von der WKÖ diesbezüglich bereits durchgesetzt und erreicht worden", unterstreicht
Zehetner die jüngsten Erfolge für EPU: "Mit der Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen,
das beinahe verdoppelt wurde, oder dem gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld konnten langjährige Forderungen
der WKÖ auf Schiene gebracht werden, von der vor allem Klein- und Kleinstunternehmen profitieren. Zu den weiteren
Entlastungen im Gesundheitsbereich zählt die Reduktion des Selbstbehalts bei Arztkosten von 20 auf 10 Prozent
bei Einhaltung von Gesundheitsvereinbarungen. Seit heuer gilt außerdem eine Deckelung, damit kein Selbständiger
mehr als 5 Prozent seines Einkommens für Selbstbehalte aufwenden muss. "Mehr Rechtssicherheit für
Selbstständige, steuerliche Entlastung bei der Einkommensteuertarifreform, Sicherung von Arbeitslosengeldansprüchen
aus früherer unselbstständiger Tätigkeit und die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten sind nur
einige weitere Beispiele für bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahmen der vergangenen Jahre", betont
Zehetner.
Weitere Verbesserungen vor Inkrafttreten
Auch weiterhin mache sich die WKÖ für die Anliegen und Bedürfnisse der EPU stark, gibt sich
Zehetner mit den bisher erreichten Erfolgen noch nicht zufrieden: "Wir haben uns aktuell im Rahmen des Sozialversicherungs-Änderungsgesetzes
intensiv eingebracht, wo es etwa bei den Versicherungs-Nachzahlungen eine deutliche Erleichterung geben wird."
Derzeit sind die Nachzahlungen nach dem dritten Jahr der Gründung innerhalb eines Jahres zu leisten. Das belaste
junge Unternehmen massiv, weiß Zehetner. "Wir haben uns dafür eingesetzt, dass diese Frist auf
drei Jahre ausgeweitet und die Beiträge in zwölf unverzinsten Teilbeträgen geleistet werden können.
Damit wird dem verflixten 4. Jahr jetzt der Schrecken genommen", so Zehetner. Für Betriebe mit Einkünften
unter der SV-Mindestbeitragsgrundlage soll es zudem eine Überbrückungshilfe geben, die EPU und Kleinunternehmer
entlasten. Das Gesetz liegt derzeit dem Parlament zur Beschlussfassung vor.
Mehr Transparenz durch SV- und Steuer-Rechner
Das neueste Service für Unternehmer ist der SV- und Steuer-Rechner, der von Wirtschaftsministerium, Sozialversicherung
der gewerblichen Wirtschaft und Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam entwickelt wurde. Die im März
veröffentlichte App gibt rasch und unkompliziert jederzeit einen Überblick darüber, welche Sozialversicherungs-
und Einkommensteuer-Vorschreibungen im laufenden Jahr zu erwarten sind. Außerdem berechnet die kostenlose
App, die sowohl für iPhones als auch für Android-Handys entwickelt wurde, die eventuell in Folgejahren
zu erwartenden Nachzahlungen. Über 2.700 Downloads seit dem Launch zeugen vom großen Anklang des Services.
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