Der elektronische Amtsweg verzeichnet 2013 neue Rekordzahlen
Wien (bpd) - Der Amtshelfer http://www.help.gv.at kann
für das abgelaufene Jahr ein neues Rekordergebnis feststellen: insgesamt besuchten 12,5 Millionen Bürgerinnen
und Bürger im Jahr 2013 die Internetplattform des Bundeskanzleramtes, auf der Informationen zur Verwaltung,
zu Gesetzen und zu Behördenwegen, Formulare für Anträge und Hilfe für schwierigere Wege zu
den Behörden angeboten werden.
Die Steigerung gegenüber 2012 (neun Millionen) setzt einen Trend fort, der vor vier Jahren begonnen hat –
damals hatte die Website rund 5,4 Millionen Anwendersitzungen – und der darauf zurückzuführen ist, dass
immer mehr und immer konkretere Lebenssituationen bearbeitet und kundengerecht aufbereitet wurden. Die Top Ten
der Lebenslagen sind Abrufe zum Thema Geburt, Führerschein, Kfz, Erben, Pension, Aufenthalt/Visum, Reisepass,
Wohnen, Alleinerziehung und Heirat. Einzelne Lebenslagen boomen je nach Jahreszeit, wie im Dezember die Arbeitnehmerveranlagung
und das Thema Pendlerpauschale, oder sind ganz neu, wie Beihilfen, Förderungen oder Immobilienertragssteuer.
Der zuständige Sektionschef im Bundeskanzleramt, Dr. Manfred Matzka: "Seit 2005 haben wir über 50
Millionen Zugriffe auf HELP.gv.at verzeichnet. Damit sind wir Rekordmeister im E-Government und haben den Bürgerinnen
und Bürgern eine Menge Zeit und Amtswege erspart, aber auch mit 256 Millionen virtuellen Seitenabrufen eine
Menge Papier gespart."
HELP.gv.at wird als Service vom Bundeskanzleramt in Kooperation mit allen Behörden angeboten und stellt Kriterien
wie Transparenz, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und die Konzentration auf das Wesentliche in den
Vordergrund. Auch können auf HELP.gv.at zahlreiche Verwaltungsverfahren elektronisch über den Online-Amtsweg
abgewickelt werden bzw. gibt es ein eigenes Amtsfinder-App für Smartphones.
Aufgrund des großen Erfolgs stellt HELP.gv.at heuer bereits zum vierten Mal das Service "Was ist neu
im Jahr ...?" zur Verfügung. Diese Lebenslage verzeichnete allein in den ersten Wochen nach ihrer Veröffentlichung
130.000 Zugriffe und verschafft einen Überblick über die bereits im Nationalrat beschlossenen zentralen
Rechtsänderungen. Über laufende gesetzliche Änderungen informiert der Bereich "Gesetzliche
Neuerungen" sowohl auf HELP.gv.at als auch auf USP.gv.at.
Das Unternehmensserviceportal (USP.gv.at) wurde 2010 gestartet. Auch hier gab es im Jahr 2013 eine markante Steigerung
der Serviceleistung: erstmals wurde die Millionengrenze bei den Besuchern deutlich überschritten (Verdoppelung
gegenüber dem vorangegangenen Jahr), welche knapp vier Millionen Informationsseiten abgerufen haben. Die Top
Five Sachverhalte sind Steuern, Laufender Betrieb, Gründung eines Gewerbes, Mitarbeiter und Online-Verfahren.
Letzteres nimmt gerade durch die Informationen rund um die E-Rechnung an den Bund beachtlich zu.
"Zusammen nutzten also 2013 rund 14 Millionen Besucherinnen und Besucher die Plattformen HELP.gv.at und USP.gv.at.
Geht man davon aus, dass persönliche Vorsprachen bei einem Amt in diesen Angelegenheiten jeweils im Durchschnitt
eine Viertelstunde in Anspruch genommen hätten, entspricht dieses Volumen einem Bürgerserviceamt, in
dem mehr als 1000 Bedienstete von 8 bis 16 Uhr, sieben Tage die Woche, den Bürgerinnen, den Bürgern und
den Unternehmen zur Verfügung stehen hätten müssen", so Matzka.
Die Erfolgsgeschichte des Flaggschiffs für das österreichische E-Government wird natürlich fortgesetzt
– die Personalisierung von Services und die Möglichkeiten, mit der digitalen Unterschrift (Handy-Signatur.at)
rechtsgültig im Internet zu unterschreiben sind nur zwei Initiativen, die das Verwaltungsservice in Österreich
weiterhin an der europäischen Spitze halten werden.
"Viele Lebenslagen sind seit 1997 gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden entwickelt worden. Daher haben
wir die neue Aktion "eGov4us" auf Facebook gestartet, um weitere Ideen zu bekommen", so Sektionschef
Matzka abschließend.
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