Tourismusbilanz Graz 2013
Graz (stadt) - Im Tourismusjahr 2011 konnten in Graz erstmals mehr als 900.000 Nächtigungen erreicht
werden. Nur zwei Jahre später kommt man mit dem neuen Nächtigungsrekord von 984.780 Nächtigungen
der Millionen-Grenze schon sehr nahe. Der Zuwachs gegenüber 2012 beträgt 4,3 Prozent oder 40.963 Nächtigungen.
Tourismus- und Wirtschaftsstadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch meint dazu: „Knapp eine Million Nächtigungen
mit einem dadurch ausgelösten Umsatz von rund 173 Millionen Euro unterstreicht, dass es eine richtige Entscheidung
war, den Tourismus in Graz als fünftes Stärkefeld neben Automotive, Human- und Biotechnologie, Energie-
und Umwelttechnik und der Kreativwirtschaft zu etablieren. Tourismus ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor für
sich, sondern darüber hinaus eine wichtige Basisqualität für die erfolgreiche Entwicklung der anderen
Branchen."
Chor-Europameisterschaft für den Rekord mitverantwortlich
Ein erfolgreiches Tourismusjahr ist nur möglich, wenn sich alle Segmente positiv entwickeln. Dazu braucht
es eine ganzjährig starke Entwicklung im Geschäftsreise-Segment sowie eine starke Kongress-Saison im
Frühjahr und Herbst und nach Möglichkeit auch Kongress- und Seminartätigkeit außerhalb dieser
Zeiten. Darüber hinaus muss der klassische Städte- und Kulturtourismus an den Wochenenden und in der
Hauptreisezeit in den Sommermonaten gut laufen. Jeweils mehr als 100.000 Nächtigungen in den Monaten Juli,
August und September unterstreichen, dass auch dies im vergangenen Jahr der Fall war. Neben den regelmäßig
stattfindenden Veranstaltungen war im Juli letzten Jahres vor allem die Chor-Europameisterschaft für die positive
Entwicklung mitverantwortlich.
Faktoren für die positive Entwicklung 2013
- Die zusätzlichen Kapazitäten
im 2-Stern-Bereich (A&O-Hotel und Hostel) haben enorm dabei geholfen, zusätzliche Gäste nach Graz
zu bringen.
- Die Geschäftsreisetätigkeit war auch 2013 Jahr dank des starken Wirtschaftsstandortes
Graz sehr intensiv.
- Auch 2013 gab es eine Vielzahl größerer und kleinerer Kongress- und
Seminarveranstaltungen. Kongress-Hauptsaison sind nach wie vor die Monate Mai und Juni bzw. September und Oktober,
aber es ist wiederum gelungen, einige Veranstaltungen auch außerhalb dieser Kongress-Hochsaison zu platzieren.
- Kurzreisen nehmen generell weiter zu. Unter den Kurzreisen haben Städtereisen
die dynamischste Entwicklung. Graz kann von diesem Trend weiterhin profitieren und mit seinem Angebot im Bereich
Kultur und Genuss punkten. Das spiegelt sich vor allem in den Ergebnissen der Hauptreisemonate im Sommer wider.
Zuwachs auch bei den Ankünften
Der deutlichste Zuwachs konnte im Bereich des 2/1-Stern-Segmentes verbucht werden. 133.698 Nächtigungen
bedeuten einen Zuwachs von 33.418 oder 33,3 Prozent. Der Zuwachs im 4-Stern-Segment war mit einem Plus von 2,1
Prozent noch leicht positiv. Unter Druck war im abgelaufenen Jahr das 3-Stern-Segment, in welchem leider ein Rückgang
von 5,2 Prozent hingenommen werden musste.
Doch nicht nur bei den Nächtigungen, sondern auch bei den Ankünften konnte ein neuer Rekordwert verzeichnet
werden. 514.583 Ankünfte (+ 5.861 oder 1,2 Prozent) bedeuten einen Allzeit-Bestwert. Die durchschnittliche
Aufenthaltsdauer stieg von 1,86 auf 1,91 und bewegt sich damit innerhalb der Schwankungsbreite der letzten Jahre
und durchaus im internationalen Durchschnitt.
Herkunftsländer im Vergleich
Österreich ist mit einem Anteil von 47 Prozent an den Gesamtnächtigungen nach wie vor mit großem
Abstand der wichtigste Herkunftsmarkt. Deutschland folgt in der Rangliste mit rund 20 Prozent. Der drittstärkste
Herkunftsmarkt, Italien, folgt dann schon mit großem Abstand und rund 3,9 Prozent Anteil an den Gesamtnächtigungen.
Die beiden Herkunftsmärkte mit der dynamischsten Entwicklung in den letzten Jahren sind China und Russland.
China machte mit einem Zuwachs von 40,5 Prozent wiederum einen großen Entwicklungsschritt. Rund 13.700 Nächtigungen
sind aber nach wie vor nur 1,4 Prozent Anteil an den Gesamtnächtigungen. Russland kommt mittlerweile schon
auf 9.800 Nächtigungen was aktuell einen Zuwachs von 9,8 Prozent bedeutet. Die wirtschaftliche Situation in
Italien, Frankreich oder Spanien schlägt sich auch in der Nächtigungsbilanz mit deutlichen Rückgängen
nieder. Ungarn, Polen und Kroatien konnten bemerkenswerte Zuwächse erzielen.
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