LH Kaiser und RWE-Vorstand Terium: Partnerschaft ist Erfolgsmodell – Weiter gemeinsam für
offensive Zukunftsstrategien – Verkauf von Anteilen oder Assets der Kelag ausgeschlossen
Klagenfurt (lpd) - Die gute Partnerschaft von Land Kärnten, Kelag und RWE wurde am 15.05. bekräftigt.
Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von Landeshauptmann Peter Kaiser und dem Vorstandsvorsitzenden der
RWE AG, Peter Terium, wurde ein klares Bekenntnis zur Festigung und offensiven Fortsetzung der Partnerschaft abgegeben,
die über das Jahr 2020, soweit ist sie offiziell fixiert, hinausgehen solle. An der Pressekonferenz nahmen
weiters der stellvertretende RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz, LHStv.in Gaby Schaunig, KEH-Geschäftsführer
Gilbert Isep und KEH-Aufsichtsratsvorsitzende Monika Kircher teil.
„Die Partnerschaft von Land Kärnten und RWE ist ein Erfolgsmodell für Kärnten, für die Kelag
und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens“, betonte der Landeshauptmann. „Wir haben ein
hohes Interesse an dieser Partnerschaft und wollen sie langfristig fortsetzen“, wies Kaiser auf die Win-Win-Situation
für alle Beteiligten hin. Vor allem das gegenseitige hohe Vertrauen und die gemeinsame Bereitschaft, neuen
Herausforderungen zu begegnen, seien kennzeichnend, so Kaiser. Er strich die hohen Marktchancen der Kelag als grüner
Bereich für Österreich und insbesondere Südosteuropa hervor. Erneuerbare Energien und die Umsetzung
wachstumsorientierter und nachhaltiger Zukunftsstrategien würden bis über das Jahr 2020 im Mittelpunkt
stehen.
Der Landeshauptmann machte auch die Steigerungen und Vorteile infolge der 13-jährigen Partnerschaft deutlich.
So seien die jährlichen Investitionen von 45 Mio. Euro im Jahr 2001 auf 173 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen.
Der Mitarbeiterstand wurde von 1.239 (2001) auf 1.425 erhöht, was die Wertschätzung der Arbeitskraft
beweise. Vor allem aber sei die Ausbildungsquote vorbildhaft, derzeit werden 115 Lehrlinge ausgebildet. Die Wertschöpfung
im Land sei ebenfalls gestiegen, so Kaiser. Die Kelag sei ein Wachstumsmotor, auch für Arbeitsplätze
im Bereich Zulieferung und Wartung.
Der Landeshauptmann dankte der RWE für die gute Kooperation und sagte, dass man weiterhin mit Vertrauen und
Respekt Lösungen für neue Herausforderungen finden werde. Dies werde durch den Besuch der beiden höchsten
RWE-Vertreter in Kärnten besonders unterstrichen.
Für Peter Terium stellt die Kelag ein herausragendes Beispiel für ein erfolgreich umgesetztes Public-Private-Partnership
dar: „Wir sind 2001 gekommen, um die Kelag gemeinsam mit dem Land Kärnten erfolgreich weiter zu entwickeln.
Von dieser Partnerschaft profitieren wir als RWE genauso wie das Land Kärnten und vor allem die Kelag. Wir
bekennen uns eindeutig und nachhaltig zu unserer Beteiligung.“ Terium und auch Schmitz unterstrichen, dass sie
mit der Kelag so wie sie ist, glücklich seien. Sie sei die „grünste“ Beteiligung innerhalb des Konzerns
und werde auch als Vorbild für andere Konzernbereiche gesehen.
Ziele der Partnerschaft waren von Beginn an die Umsetzung einer wachstumsorientierten Zukunftsstrategie, die Sicherstellung
der Wettbewerbsfähigkeit der Kelag, die Stärkung der regionalen Wertschöpfung und die Sicherung
von Beschäftigung in Kärnten. 2007 wurde die Wachstumsinitiative beschlossen, ein umfassendes Investitionsprogramm
zur verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energieträger, zur Sicherung der Stromversorgung in Kärnten
und für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens. 2010 wurde schließlich der Partnerschaftsvertrag
des Landes Kärnten mit RWE um weitere zehn Jahre verlängert.
Aus den gemeinsam formulierten Zielsetzungen resultiert unter anderem die Steigerung der Kapazitäten zur Stromerzeugung
der Kelag aus Erneuerbarer Energie von 850 MW auf mehr als 1.200 MW. „Die Kelag erfüllt nicht nur ihre technischen
und betriebswirtschaftlichen Aufgaben hervorragend, sondern trägt auch rund 330 Mio. Euro zur regionalen Wertschöpfung
bei“, sagte Finanzreferentin Schaunig. „Die Kelag sichert direkt und indirekt rund 3.000 Arbeitsplätze in
Kärnten und weist eine überdurchschnittliche Lehrlingsausbildungsquote aus. Jedes Jahr nimmt das Unternehmen
rund 35 Lehrlinge auf.“
Die Bilanz der vergangenen 13 Jahre zeigt, dass die gemeinsam gesteckten Ziele erreicht worden sind. „Angesichts
der erfolgreichen Entwicklung der Kelag verstehen wir, dass es da und dort Spekulationen um Kaufinteressen an unserem
gemeinsamen Unternehmen gibt. Dazu haben wir aber eine klare, gemeinsame Position: Weder Anteile an der Kelag noch
Assets der Kelag stehen zur Disposition“, so die gemeinsame Überzeugung von Kaiser und Terium.
„Wenn die Kelag ihren Erfolgsweg fortsetzen kann, wird der Unternehmenswert der Kelag weiter steigen und die Kelag
wird in der Lage sein, einen noch größeren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung zu leisten“, ergänzte
Kaiser. Darüber hinaus soll die Kelag ihrer klimapolitischen, energiewirtschaftlichen und sozialen Verantwortung
weiter wahrnehmen, sagte der Landeshauptmann. Teil dieser Zielsetzung ist die 2013 gestartete Energie-Effizienz-Offensive.
Die Kelag unterstützt in den kommenden fünf Jahren Maßnahmen ihrer Kunden zum effizienten Einsatz
von Energie. Gleichzeitig hilft die Kelag Menschen in schwierigen sozialen Situationen in Zusammenarbeit mit Kärntner
Sozialhilfeorganisationen. Insgesamt investiert die Kelag in ihre Energie-Effizienz-Offensive rund 20 Mio. Euro.
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