Starke Ergebnisse im Mobilien- und KFZ-Leasing sind verantwortlich
für das Neugeschäftswachstum
Wien (leasingverband) - Die österreichische Leasingbranche konnte auch im 1. Halbjahr 2014 ihren Erfolgskurs
fortsetzen. Das gesamte Leasingneugeschäft erreichte ein Volumen von knapp 2,7 Mrd. Euro, was einem Zuwachs
von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge
konnte mit 86.854 Stück um +3,1 Prozent gesteigert werden. Das Gesamtvolumen aller 562.621 Leasingverträge
in Österreich liegt bei 22,1 Mrd. Euro. "Ein sehr gutes Ergebnis für die heimische Leasingbranche,
die angesichts der derzeitigen Konjunkturflaute Ihre Stellung als Investitionsmotor der österreichischen Volkswirtschaft
untermauert", erklärt Dr. Michael Steiner, Präsident des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften
(VÖL).
Mobilien-Leasing mit den stärksten Zuwächsen
Während das Mobilien-Leasing im Vorjahr nur geringfügig zuzulegen vermochte, verzeichnete diese Sparte
im 1. Halbjahr 2014 die höchsten Zuwächse. Das Neugeschäftsvolumen stieg um +10,9 Prozent auf 630
Mio. Euro. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge erhöhte sich sogar um +19,5 Prozent auf 9.088
Stück. Dadurch reduzierte sich die durchschnittliche Vertragssumme im Jahresabstand um -7,2 Prozent auf 69.306
Euro pro Vertrag.
Im Segment Mobilien-Leasing gab es innerhalb einzelner Objektgruppen deutliche Verschiebungen. Den stärksten
Zuwachs erzielten mit einem Plus von +66,6 Prozent die Auf- und Anhänger, gefolgt von den Maschinen (+34,8
Prozent). Nach starken Zuwächsen im vergangenen Jahr mussten die Gruppen Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge
sowie medizintechnische Geräte hingegen Verluste hinnehmen (-61,2 Prozent bzw. -31,9 Prozent).
KFZ-Leasing - trotz hohen Niveaus weiteres Wachstum
Das KFZ-Leasing-Neugeschäft konnte von Jänner bis Juni 2014 um +7,4 Prozent auf 1.877 Mio. Euro gesteigert
werden. Gleichzeitig wuchs die Anzahl der neuabgeschlossenen KFZ-Leasingverträge auf 77.709 (+1,5 Prozent).
Angesichts der rückläufigen KFZ-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2014 (-1,9 Prozent) ein durchaus respektables
Ergebnis.
Während das Neugeschäft im Sektor LKW/Busse ab 3,5t um +47,2 Prozent wuchs, verzeichneten PKWs und Kombis
ein Plus von +3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das Neugeschäftsvolumen im Fuhrparkmanagement stieg im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreswert
ebenfalls um +8,0 Prozent auf 287 Mio. Euro. Analog dazu erhöhte sich auch die Anzahl der finanzierten Neuverträge
um +6,4 Prozent auf 11.693 Stück. Der Bestand an Fullservice-Leasingverträgen stieg per Ende Juni sogar
erstmals über 73.000 Fahrzeuge (73.087).
Diese erfreulichen Zahlen resultieren zum einen aus dem Umstand, dass auch wieder vermehrt teurere Fahrzeuge angeschafft
werden und zum anderen, dass Fuhrparkmanagement in zunehmendem Ausmaß von kleinen und mittleren Unternehmen
genutzt wird. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Immobilien-Leasing verzeichnet Rückgang
Das im Inland erzielte Neugeschäft sank um -36,9 Prozent auf 161 Mio. Euro. Die Anzahl der bis Ende Juni
2014 abgeschlossenen Verträge (57) entspricht einem Rückgang von -8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dies hat eine Reduktion der durchschnittlichen Vertragssumme bei den Immobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
von 68,2 Prozent auf 2,8 Mio. Euro zur Folge.
Diese Zahlen zeigen erneut deutlich, dass die Entwicklung im Segment Immobilien sehr stark von einzelnen Großprojekten
abhängt, die zu großen Schwankungen innerhalb kurzer Zeiträume führen können.
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