Mit 131,9 Mio. Nächtigungen knapp unter Vorjahresrekord, noch nie so viele Gäste
in Österreich
Wien (statistik austria)– Im Kalenderjahr 2014 lag die Anzahl der Nächtigungen in Österreich bei
insgesamt rund 131,86 Millionen. Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria. wurde damit der Rekordwert
aus dem Vorjahr (132,63 Mio.) um knapp 800.000 Nächtigungen (-0,6%) unterboten. Sowohl inländische (-0,3%
auf 35,65 Mio.) als auch ausländische Gästenächtigungen (-0,7% auf 96,21 Mio.) waren dabei rückläufig.
Mit insgesamt 37,55 Mio. Ankünften wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr (36,85 Mio.) um 1,9%
übertroffen. Die Zahl der inländischen Gästeankünfte, die 2007 mit 10,37 Mio. erstmals die
10-Millionen-Marke überschritten hatte, erreichte im Jahr 2014 ein neues Höchstniveau von 12,26 Mio.
(+1,9% im Vergleich zum Vorjahr), die Zahl der ausländischen Ankünfte stieg auf 25,29 Mio. (+1,9%).
Nach Herkunftsländern betrachtet ging im Vergleich zu 2013 die Zahl der Nächtigungen von Gästen
aus Deutschland um 2,6% (-1,32 Mio.) auf 49,51 Mio. zurück. Auch niederländische Gästenächtigungen
nahmen um 1,4% auf 9,0 Mio. ab. Gäste aus der Schweiz, dem nächtigungsmäßig drittwichtigsten
Herkunftsland, nächtigten um 1,4% häufiger in Österreich als im Jahr 2013. Relativ gesehen ging
die Zahl russischer Gästenächtigungen am stärksten zurück (-7,9% auf 1,80 Mio.). Nächtigungssteigerungen
wurden hingegen von Gästen aus Tschechien (+3,1%), Polen (+7,0%) oder den USA (+9,0%) registriert.
Die Zahl der Nächtigungen in Hotels und ähnlichen Betrieben entwickelte sich insgesamt rückläufig,
wobei in der wichtigsten Hotelkategorie der 5/4-Stern-Betriebe die Zahl der Nächtigungen mit -0,1% weitgehend
stabil blieb. Am stärksten rückläufig war im Jahr 2014 die Zahl der Nächtigungen in Privatquartieren
(-6,1%).
In den Bundesländern entwickelten die Nächtigungen 2014 unterschiedlich: Während in Wien (+6,4%),
Niederösterreich (+2,9%), dem Burgenland (+2,1%) und der Steiermark (+0,8%) Zuwächse erzielt wurden,
sank die Nächtigungszahl in den übrigen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesländervergleich
liegt Wien mit 13,52 Mio. Nächtigungen nach Tirol (44,32 Mio.) und Salzburg (25,48 Mio.) an dritter Stelle;
ohne die Nächtigungen in Wien würde sich der Rückgang insgesamt von -0,6% auf -1,3% erhöhen.
2004 bis 2014: Rückgang der Aufenthaltsdauer und Trend zu höherwertigen Quartieren
Der Rückgang bei den Übernachtungen und die Zunahme bei den Ankünften bestätigen neuerlich
den langjährigen Trend zu kürzeren Aufenthaltsdauern in Beherbergungsbetrieben. Lag die durchschnittliche
Aufenthaltsdauer 2004 noch bei 4,1 Nächtigungen, so verringerte sich diese im Jahr 2014 auf 3,5 Nächtigungen.
Im Zehnjahresvergleich zeigt sich auch ein Trend zu höherwertigen Kategorien in Hotels und ähnlichen
Betrieben. Lag der Nächtigungsanteil der 5-/4-Stern Kategorie bezogen auf die Gesamtübernachtungen im
Jahr 2004 bei 30,0%, erhöhte sich dieser im Jahr 2014 auf 36,1%. Gleichzeitig fiel der Nächtigungsanteil
in Hotels der 2-/1-Stern Kategorie von 10,0% im Jahr 2004 auf 7,9% im Jahr 2014.
Einen stetigen Marktanteilszuwachs verzeichnen auch Ferienwohnungen (privat und gewerblich); ihr Nächtigungsanteil
stieg von 16,5% im Jahr 2004 auf 18,8% im Jahr 2014.
Dezember 2014: Zuwächse bei Nächtigungen und Ankünften
Im Dezember 2014 konnten sowohl die Nächtigungen (+1,2% auf 10,84 Mio.) als auch die Ankünfte (+1,7%
auf 3,11 Mio.) zulegen. Unter den wichtigsten Herkunftsländern waren die Nächtigungen von Gästen
aus Deutschland (-1,1%), Russland (-30,6%) und Schweden (-3,1%) rückläufig. Zweistellige Nächtigungszuwächse
wurden für Gäste aus Italien (+19,4%) und Polen (+15,6%) registriert.
November/Dezember 2014: Beste Wintervorsaison seit Aufzeichnungsbeginn
Mit 15,13 Mio. Übernachtungen (+1,1% im Vergleich zur Vorjahresperiode) wurden im November und Dezember
2014, den ersten beiden Monaten der Wintersaison 2014/15, das beste Ergebnis seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen
erzielt. Zurückzuführen ist der positive Start der Wintersaison auf Nächtigungszunahmen ausländischer
Gäste (+1,7% auf 10,93 Mio.), während die Zahl inländischer Übernachtungen leicht rückläufig
war (-0,3% auf 4,20 Mio.). Auch die Zahl der Gäste erreichte in den Monaten November und Dezember 2014 einen
Höchstwert von 4,87 Mio. (+2,3%).
|