Innenministerium und Land Tirol besiegeln Partnerschaft
Wien/Innsbruck (lk) - Über die die künftige Versorgung Tirols mit einem Hubschrauber für
Katastrophenschutz und -hilfe einigte sich LH Günther Platter mit Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für
Inneres, am 25.09. im Landhaus in Innsbruck. Die Vereinbarung für eine entsprechende Partnerschaft zwischen
Innenministerium und Land Tirol wurde nach einem Arbeitsgespräch unterzeichnet. Hintergrund ist die Schließung
des Hubschrauberstützpunktes des Bundesheeres in Vomp mit Ende dieses Jahres.
„Mir war und ist wichtig, dass wir für den vorbeugenden Katastrophenschutz sowie die Unterstützung bei
einem Ereignis einen entsprechenden Hubschrauber zur Verfügung haben“, betonte LH Platter. In Zusammenarbeit
mit dem Innenministerium sei dazu eine bislang in Österreich einzigartige und vorbildhafte Lösung gefunden
worden. „In Tirol wird ganzjährig ein vom Land finanzierter und vom Innenministerium betriebener Hubschrauber
mit Besatzung stationiert, der speziell für den Katastrophenschutz ausgerüstet wird und auch im hochalpinen
Gelände einsetzbar ist. Dieser Helikopter steht uns rasch und unbürokratisch zur Verfügung, wenn
wir ihn brauchen. Die Partnerschaft mit dem Verteidigungsministerium war in dieser Frage trotz aller meiner Bemühungen
nicht mehr aufrecht zu erhalten“, berichtete LH Platter bei der folgenden Pressekonferenz.
BMin Mikl-Leitner: „Das Bundesland Tirol wurde in der Vergangenheit immer wieder von Naturkatastrophen getroffen,
auch heuer bei den Murenabgängen. Zur Bewältigung dieser kritischen Situationen spielt gerade im gebirgigen
Gelände, wie hier in Tirol, ein Hubschrauber eine besondere Rolle. Daher freue ich mich, dass wir hier durch
die Unterstützung des Bundeslandes Tirol die Möglichkeit bekommen einen voll ausgestatteten Hubschrauber
zu stationieren, der neben dem Katastrophenschutz auch für polizeiliche Maßnahmen zu Verfügung
stehen wird, und so das Bundesland noch sicherer macht.“
Die Tiroler Einsatzorganisationen werden einbezogen, um ein maßgeschneidertes Anforderungsprofil für
den neuen Hubschrauber entwickeln zu können. „Neben den Bedrohungsszenarien Lawine, Hochwasser und Mure ist
auch die Einsatzbereitschaft für den Fall eines Waldbrandes wie vergangenes Jahr in Absam sicherzustellen.
Das bedeutet, dass der Hubschrauber über große Außenlastkapazitäten für den Wassertransport
verfügen muss“, so LH Platter.
„Das ist keine Entscheidung gegen das Bundesheer. Im Katastrophenfall wird das Bundesheer weiterhin Hubschrauber
nach Tirol verlegen“, schließt Tirols Landeshauptmann.
Zitate von Vertretern der Tiroler Blaulichtorganisationen:
Helmut Tomac, Landespolizeidirektor: „Das ist nicht nur eine weitere Stärkung unserer technischer Möglichkeiten,
sondern auch deshalb ein positives Ergebnis, weil verschiedene Institutionen so vorbildhaft miteinander kooperiert
haben.“
Werner Senn, Leiter der Flugpolizei Österreich: „In vielen Fällen ist der Hubschrauber das einzige
Einsatzmittel. Mit dieser innovativen Lösung hat das Land Tirol eine Versicherungspolizze der ganz besonderen
Art für die Sicherheit seiner Bevölkerung abgeschlossen.“
Heinz Wolf, Landesrettungskommandant: „Für uns als Rotes Kreuz ist es notwendig, dass bei Großunfällen
und Katastrophenereignissen schnell und unkompliziert ein Hubschrauber in Tirol verfügbar ist.“
Peter Hölzl, Landesfeuerwehrkommandant: „Tirol verlangt den Einsatzkräften durch die exponierte
Lagen und das Hochgebirge viel ab. Auch der Waldbrand in Absam hat bewiesen, dass ein leistungsstarker Hubschrauber
unverzichtbar ist.“
|