Verkehrsminister beschließen Förderung des Radverkehrs
Luxemburg/Wien (bmvit) - Mit dem Beschluss einer gemeinsamen Deklaration zur Förderung des Radverkehrs
endete am 07.10. das informelle Verkehrsministertreffen in Luxemburg. Neben Vorschlägen zur Entwicklung einer
europäischen Radstrategie und für einen EU-Koordinator für den Radverkehr sprachen sich die Minister
auch dafür aus, das Radfahren in die Gesamtverkehrspolitik zu integrieren. "Damit ist das Thema Radfahren
endlich auf der EU-Ebene angekommen", freut sich Verkehrsminister Alois Stöger. "Ich bin der luxemburgischen
Ratspräsidentschaft sehr dankbar, dass sie diesen Schritt gesetzt hat und die sanfte und gesunde Mobilität
damit weiter in den Fokus rückt", so Stöger weiter.
Radfahren hat in den vergangenen Jahren - insbesondere im urbanen Raum - einen regelrechten Boom erfahren. "Das
wollen wir weiter fördern. Ich freue mich, dass wir jetzt auch von europäischer Seite bei der Entwicklung
multimodaler Verkehrssysteme unterstützt werden. Schließlich bringt ein optimaler Mix aus Individualverkehr
und öffentlichen Verkehrsmitteln spürbare Vorteile für alle", zeigt sich Stöger überzeugt.
Österreich hat bereits 2006 mit dem "Masterplan Radfahren" eine Strategie zur Förderung des
Radverkehrs entwickelt. Das Ziel des Masterplans, der von Bund, Ländern und wichtigen Städten erarbeitet
wurde, ist es, den Radverkehrsanteil in Österreich auf 13 Prozent zu steigern. Damit wird gegenüber 2006
(5% Radverkehrsanteil) eine jährliche Einsparung von 200.000 Tonnen CO2 und ein volkswirtschaftlicher Gesundheitsnutzen
von 1,4 Mrd. Euro pro Jahr erreicht.
Das bmvit hat in den vergangenen Jahren wertvolle Erfahrungen beim Ausbau des Radverkehrs gesammelt. Die Spannweite
reicht von der Verkehrssicherheitsarbeit und der freiwilligen Radfahrprüfung für Kinder, über die
grundlagenorientierte Forschungsförderung zu diesem Verkehrsträger bis hin zur Verkehrsauskunft Österreich,
in der das gesamte Verkehrsgeschehen bundesweit abgedeckt und über alle Verknüpfungsmöglichkeiten
informiert wird. "Ich bin gerne bereit, unsere guten Erfahrungen und unsere Praxisbeispiele mit unseren europäischen
Partnern zu teilen und bin mir sicher, dass wir durch eine enge europäische Vernetzung im Radverkehrsbereich
interessante Impulse bekommen werden", betont Stöger abschließend.
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