30 Jahre nach Tschernobyl – Gastfamilien für bis zu 250 Kinder in Niederösterreich
gesucht
Belarud/St. Pölten (nlk) - Am 26. April dieses Jahres ist es 30 Jahre lang her, dass sich die Nuklearkatastrophe
von Tschernobyl (Ukraine) ereignet hat. Mehr als 75 Prozent aller Emissionen gingen damals auf das Gebiet der Republik
Weißrussland (Belarus) nieder. Sehr viele Bewohnerinnen und Bewohner sind nach wie vor erhöhter Strahlung
ausgesetzt. Ein Erholungsaufenthalt in unbelasteter Umgebung, bei gesunder Ernährung ist besonders für
Kinder sehr wertvoll. Daher organisiert Maria Hetzer seit über 20 Jahren das Projekt „Erholung für Kinder
aus Belarus“, bei dem jeden Sommer 150 bis 250 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren zur Erholung nach Niederösterreich
eingeladen und für drei Wochen bei Familien untergebracht und von diesen betreut werden.
Auch im Sommer 2016 wird das Projekt „Erholung für Kinder aus Belarus“ mit Unterstützung des NÖ
Landesjugendreferates wieder durchgeführt und es werden daher wieder Gastfamilien gesucht. Die Termine dafür
sind auf Samstag, 25. Juni, bis Sonntag, 17. Juli, Samstag, 16. Juli, bis Sonntag, 7. August, und Samstag, 6. August,
bis Sonntag, 28. August, festgesetzt. Die Kinder, die nach Niederösterreich eingeladen werden, sind erholungsbedürftig,
aber nicht krank. Sie werden kranken- und unfallversichert sein. Als Gastfamilien besonders geeignet sind Familien,
die selbst Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren haben, es können sich aber auch „Großeltern“-Gastfamilien
an der Aktion beteiligen. Pro Kind soll von den Gastfamilien ein (Fahrt-)Kostenbeitrag von 130 Euro geleistet werden,
Unterstützung von Sponsoren oder Paten wird gerne angenommen.
Zum Kennenlernen reist Maria Hetzer zwei Mal im Jahr mit interessierten Familien nach Belarus, um diesen die Möglichkeit
zu geben, selbst einen Eindruck von Land, Leuten und Lebensumständen zu bekommen. „Alle Reiseteilnehmer, die
den Wunsch haben, lernen die Herkunftsfamilie ihrer bereits bekannten belarussischen Kinder kennen“, so Hetzer.
Bei dieser Gelegenheit besucht sie auch neue Dörfer, lernt Schulen mit ihren Direktoren und Lehrern kennen
und sucht aus diesen Kinder aus, die zur Erholung nach Österreich kommen sollen. „Im Sommer 2015 kamen die
meisten Kinder aus dem Dorf Belaja Dubrova, Gebiet Kostjukowitschi, im Südosten der Republik Belarus, unweit
der Grenze zu Russland. Im Sommer 2016 werden die meisten neuen Kinder aus dem Gebiet Korma kommen“, so Hetzer.
|