Schutz vor Naturgefahren: Hightech-Anlage in Pettneu am Arlberg ist fertig
Pettnau/Wien (bmlfuw) - In Pettneu am Arlberg wurde am am 16.08. die Fertigstellung der neuen, modernen
Schutzanlage am Schnannerbach gefeiert. Die Hightech-Anlage schützt die Bevölkerung des Ortsteils Schnann
vor Muren, Hochwasser und Lawinen.
„Angesichts der häufigen extremen Wetterereignisse sind Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren wichtiger
denn je“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Bauabschlussfeier in Pettneu, zu der zahlreiche
Bürger und Vertreter des Landes gekommen waren. „Mit den modernen Anlagen der Wildbach- und Lawinenverbauung
schützen wir die Bevölkerung, ihr Hab und Gut sowie die Infrastruktur. Gleichzeitig schaffen und sichern
wir durch die Investitionen in die Sicherheit auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, so der Minister.
Insgesamt werden in Österreich pro Jahr vom Bund rund 200 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren wie
Hochwasser, Lawinen, Muren, Steinschlag und Hangrutschungen investiert.
Am Schnannerbach am Arlberg wurden die vorhandenen Schutzanlagen ausgebaut und mit modernster Technik ausgestattet.
Die Konsolidierungssperre, gebaut im Jahre 1934, wurde generalsaniert. Die Bogensperre im Unterlauf erhielt mobile
Dolenverschlüsse, die flexibel geschlossen und geöffnet werden können. Dadurch kann das abgelagerte
Geschiebe im Bach bestmöglich abtransportiert werden. Bei Gefahr werden der Bürgermeister und die Feuerwehr
über das integrierte Warnsystem verständigt, dass die Pegel im Bach überschritten wurden.
„Dieses neue Schutzkonzept ist modern, effektiv und innovativ. Damit weisen wir den Weg in die Zukunft solcher
Schutzbauten, die für die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten von existenzieller Bedeutung sind",
so Rupprechter.
In den modernen Schutz der Bevölkerung des Ortsteiles Schnann wurden 1,1 Mio. Euro investiert.
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