Allegorien der Eisenstädter Rathaus-Fassade ausgestellt
Eisenstadt (magistrat) - Um die Verbindung mit der burgenländischen Landeshauptstadt aufzuzeigen stellt
das Justizzentrum dauerhaft zwei Allegorien der historischen Rathausfassade aus. Neben dem Schloss Esterházy,
dem Kalvarienberg sowie der Bergkirche am Oberberg zählt das Rathaus zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten
der burgenländischen Landeshauptstadt. Errichtet wurde das Rathaus anlässlich der Freistadterhebung im
Jahr 1648. An der Fassade befinden sich Fresken, die die Tugenden einer weisen Stadtführung versinnbildlichen.
Bürgermeister Thomas Steiner begrüßt diesen Schritt des Justizzentrums: "Einerseits wird damit
historisches mit neuem verknüpft und andererseits die Verbindung des Justizzentrums mit der burgenländischen
Landeshauptstadt aufgezeigt. Ich freu mich über die Wertschätzung, die unserem historischen Rathaus entgegengebracht
wird."
Zwei dieser Wandmalereien wurden nun als Reproduktion im neuen Justizzentrum aufgehängt. Einerseits die biblische
Legende vom König Salamon, als Vorbild für Verhandlungsgeschick, Ausgleich und Weisheit. Anderseits die
aus der römischen Mythologie entwickelte Justitia, als Personifikation für Gerechtigkeit. Ausgestattet
mit den drei Attributen Augenbinde (ohne Ansehen der Person), Waage (nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage)
und Richtschwert (wenn nötig auch durch Einsatz von Staatsgewalt).
"Gerade die in den beiden Wandmalereien zum Ausdruck gebrachte Symbolik verkörpert eine zeitlose Aussagekraft
und ist daher auch für ein modernes Amtsgebäude adäquat. Auch wenn die Justiz einem Wandel unterworfen
ist und sich daher mit den aktuellen Gegebenheiten auseinander zu setzen hat, so gibt es doch unveränderlich
gültige Prinzipien, nach denen Recht gesprochen werden soll. Mein Dank dem Magistrat der Freistadt Eisenstadt,
die es ermöglicht hat, dass in unserem Justizgebäude Reproduktionen der für uns so passenden szenischen
Darstellungen angebracht werden konnten", so der Präsident des Landesgerichtes Eisenstadt, Karl Mitterhöfer.
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