Unser wirtschaftlicher Hebel gegen weiteren Atomausbau in Tschechien funktioniert –
Prag/Linz (büro lr) - Tschechiens Premierminister Bohuslav Sobotka hat es beim vorwöchigen Atomforum
in Prag, der Veranstaltung der Atomlobby, auf den Punkt gebracht: die Regierung unterstützt den Bau neuer
Atomkraftwerke, bei der aktuellen Situation des Marktes seien aber die Risiken dieser Investitionen zu hoch.
Die Regierung entschließt sich im Jahr 2014, keine Staatsgarantien für den Bau neuer Atomblöcke
in Temelin zu geben. Sobotka beim Atomforum laut Zeitung „Pravo“: „Unsere Regierung lehnte ab, eine Preisgarantie
zu geben und das gilt weiter.“
LR Rudi Anschober: „Damit funktioniert unsere Strategie des wirtschaftlichen Hebels gegen einen Ausbau von Temelin
weiter. Mit Sozialdemokraten und der Babis-Partei haben sich die beiden größten tschechischen Parteien
und Favoriten für die Neuwahl im Oktober klar gegen Subventionen festgelegt. Und ohne Subventionen keine neuen
AKW.“
Auch der aktuelle Rücktritt des Pro-Atom-Industrieministers Jan Mladek ist eine Schwächung der Atomlobby.
Anschober verstärkt diese Strategie des wirtschaftlichen Hebels gegen einen weiteren Ausbau der Atomkraft
in Europa, u.a. durch erstens ein neues Maßnahmenprogramm gegen eine Belastung der Steuerzahler/innen durch
einen subventionierten AKW-Ausbau sowie gegen Laufzeitverlängerungen von Alt-Reaktoren, und zweitens einen
Gipfel der oö. Antiatom-Offensive mit hochrangigen Expert/innen, beides geplant für März.
|