Aktueller, durchschnittlicher Kreditbetrag: 74.700 Euro Veranlagung in Wertpapiere, Immobilen
und Gold im Aufwind Österreicher: Pro Euro
Wien (erste group) - Die Österreicher haben Lust auf Kredite - das geht aus einer aktuellen INTEGRAL-
Umfrage im Auftrag der Erste Bank hervor. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Kreditvolumen um 20 Prozent auf über
74.000 Euro pro Person gestiegen. Der Spar- und Anlagebetrag ist hingegen konstant geblieben und liegt nach wie
vor bei 5.500 Euro. Die Top-Anlageformen bleiben weiterhin das Sparbuch und der Bausparvertrag, aber auch Gold
wird immer beliebter.
Österreicher sind sicherheitsbewusste Anleger
Wie viel Geld planen die Österreicher in den kommenden Monaten zur Seite zu legen und welche Veranlagungsformen
werden dabei bevorzugt? Die aktuellen Ergebnisse einer INTEGRAL Umfrage zeigen, dass 8 von 10 Österreichern
in den nächsten Monaten Geld zur Seite legen möchten. Vor allem Haushalte mit einem Nettoeinkommen von
über 2.000 Euro möchten ihren Sparstrumpf füllen (88%). Dabei wird im Durschnitt eine Summe von
5.500 Euro in Erwägung gezogen (Vergleich Q1/2016 zu Q1/2017: +/-0%). Obwohl klassische Sparformen im Vergleich
zum Vorjahr an Beliebtheit eingebüßt haben, sind sie nach wie vor am gefragtesten: In den kommenden
Monaten möchte jeder zweite Österreicher (55%, -2%*) Geld auf das Sparbuch legen, 48% (- 3%*) veranlagen
in einen Bausparvertrag, eine Investition in Lebensversicherungen ist
für 40% (+3%*) interessant. Mit Wertpapieren sind die Österreicher weiterhin vorsichtig: Fonds, Aktien
und Anleihen sind für jeden vierten Österreicher ein Thema (24%, +1%*). Auffällig ist, dass Gold
immer weiter an Bedeutung gewinnt: 17% (+4%*) möchten darin investieren. Eine breite Streuung bei der Geldanlage
ist wichtig. Dabei kann durchaus neben Sparbuch und Wertpapier ein kleiner Prozentsatz in Gold investiert werden.
Allerdings muss man sich bewusst sein, dass der Goldwert manchmal stärker schwankt als die Anlage in weltweit
gestreute Aktien.
Darüber hinaus werden bei Gold weder Zinsen noch Dividenden ausgezahlt, meint Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand
der Erste Bank. Auch das Interesse für Immobilien bleibt konstant: 22% plant im nächsten Jahr eine Veranlagung
in Haus und Heim (+1%*).
Mehr Kreditfinanzierung
Knapp ein Drittel der Österreicher plant im nächsten Jahr eine größere Anschaffung. 91% möchten
diese über eigene Ersparnisse finanzieren (+4%*), 5% über Freunde (+/-0%*). Für 14% (+1%*) ist die
Aufnahme eines Bankkredits oder Bauspardarlehens interessant. Die angestrebte Kreditsumme fällt mit 74.700
Euro deutlich höher aus als ein Jahr zuvor, damals lag sie bei 62.400 Euro Das ist ein Zuwachs von 20 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr und drückt Zuversicht aus. Menschen haben wieder Glauben in die Zukunft und wollen
ihre Wünsche realisieren, kommentiert Schaufler.
Euro als Vorteil gesehen
Im Zuge des BREXIT wurde bereits viel über die europäische Währungsunion debattiert. Aber was
halten die Österreicher vom Euro? Mehr als die Hälfte (56%) sieht in einer gemeinsamen Währung in
Europa Vorteile, 29% eher Nachteile 13% sehen darin weder Vor- noch Nachteile. Besonders für höher
gebildete Personen mit Matura und /oder Universitätsabschluss ergeben sich mehr Vorteile.
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