Grenzüberschreitendes Euregio-Programm
Innsbruck (lk) - Kürzlich besuchten erstmals VertreterInnen des „Grenzüberschreitenden Euregio-Programms
zur Stärkung der Lebensbedingungen in Ostafrika (EEALIP)“ aus Uganda und Tansania die Europaregion und machten
auch dem Landeshauptmann im Landhaus in Innsbruck ihre Aufwartung. „Die Entwicklungszusammenarbeit der Euregio
mit den Regionen im Grenzgebiet Uganda-Tansania hilft jungen Menschen in Afrika, eine Zukunft aufzubauen“, erklärte
LH Günther Platter im Zuge des Treffens.
Mit Mai 2017 startete die dritte Phase des Programms, das in der Folge bis April 2020 fortgeführt wird. Die
Verlängerung des Entwicklungshilfeprojekts für weitere drei Jahre beinhaltet auch einen Süd-Nord-Austausch,
der mit dem dreiwöchigen Besuch der 15 afrikanischen MitarbeiterInnen des EEALIP in der Euregio stattfindet.
„Der Aufenthalt bietet den Gästen die Gelegenheit, mehr über das Wirtschaften und Leben in der Euregio
zu lernen und Erfahrungen sowie Konzepte auszutauschen“, freute sich LH Platter über die Zusammenkunft. Neben
dem Besuch beim Tiroler Landeshauptmann stand unter anderem auch die Besichtigung einer Flüchtlingsunterkunft,
einer Recyclinganlage, eines Stausees und eines Gletschers auf dem Programm. Die ostafrikanische Delegation reiste
auch nach Südtirol und ins Trentino.
Memorandum übergeben
Bis 2020 investiert die Europaregio Tirol-Südtirol-Trentino rund 915.000 Euro in laufende Projekte, die unter
anderem die ländliche Entwicklung sowie Ernährungssouveränität der betroffenen Bezirke in Tansania
und Uganda fördern. „Es ist sehr wichtig, die Lebensqualität der Menschen in Afrika zu verbessern und
ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Diese Initiative der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist ein
weiterer Schritt in die richtige Richtung und trägt dazu bei, dass Menschen nicht aus ihrer Heimat flüchten
müssen“, betonte LH Platter und unterfertigte das Memorandum als Zeichen der Verlängerung des Programms.
Das EEALIP
Seit 2010 unterstützt das Land Tirol eine Entwicklungszusammenarbeit zwischen den Ländern der Europaregion
und sechs Regionen im Grenzgebiet von Uganda und Tansania. Unter dem Titel „Grenzüberschreitendes Euregio-Programm
zur Stärkung der Lebensbedingungen in Ostafrika“ wird finanzielle Hilfe für verschiedene Projekte in
Ostafrika bereitgestellt.
Die Umsetzung der Programme und Projekte erfolgt durch die Organisation „Bruder und Schwester in Not“ in Zusammenarbeit
mit Partnerorganisationen und -projekten vor Ort.
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