LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Zahlen belegen spürbaren Konjunkturaufschwung – Mehr Aufträge,
mehr Jobs, mehr Bautätigkeit – Öffentliche Hand als stabilisierender Faktor
Klagenfurt (lpd) - Nach der witterungsbedingten Winterruhe lief der Auftragsmotor in der Kärntner Bauwirtschaft
im März dieses Jahres auf Hochtouren an: Plus 12,2 Prozent beim nominellen Produktionswert, plus 8,0 Prozent
bei den Auftragsbeständen, sogar plus 59,5 Prozent bei den vorbereitenden Baustellenarbeiten – „die Konjunkturampeln
in Kärnten stehen auf grün, das zeigen die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt, das spürt man
im Gespräch mit Menschen im Land und das belegen schlussendlich auch die Zahlen“, sagte Landeshauptmann Peter
Kaiser am 06.07.
Ein weiteres Indiz für den Aufschwung: erstmals seit Jahren wird der überwiegende Teil des Produktionswerts
wieder aus privaten Aufträgen erwirtschaftet. „Über Jahre diente der öffentliche Sektor als stabilisierender
Faktor in der Bauwirtschaft. Bewusst haben wir diesen beschäftigungswirksamen Bereich gefördert, um die
Kärntner Arbeitnehmer und die heimischen Betriebe zu unterstützen“, so Arbeitsmarktreferentin LHStv.in
Gaby Schaunig. Im Jahr 2016 kamen noch 59,6 Prozent der Bauaufträge von öffentlichen Auftraggebern wie
Land, Gemeinden oder Bund. „Allein über die Kommunale Bauoffensive des Landes flossen seit 2013 über
46 Millionen Euro in kommunale Infrastrukturprojekte, mit denen ein Gesamtinvestitionsvolumen von 130 Millionen
Euro ausgelöst werden konnte“, bilanzierte Schaunig.
Dass die Kärntner Bauwirtschaft 2016 – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – überhaupt mit einem
Plus abschließen konnte, resultierte überwiegend aus den öffentlichen Aufträgen. Dieses Bild
scheint sich nun zu wandeln: Im März 2017 wurden 52,6 Prozent des gesamten Produktionswertes aus privaten
Aufträgen erwirtschaftet. Während im Bereich der öffentlichen Aufträge ein Plus von 7,9 Prozent
verbucht werden konnte, kam es bei den Bauleistungen aus privaten Aufträgen zu einem weit überdurchschnittlichen
Anstieg von 16,4 Prozent. „Dass die März-Zahlen keine reine Momentaufnahme sind, sondern durchaus einen positiven
Trend aufzeigen, kann man am enormen Anstieg bei den vorbereitenden Baustellenarbeiten (plus 59,5 Prozent) und
den Auftragsbeständen zu Monatsende ablesen“, erläuterten Kaiser und Schaunig. Zum Stichtag 31. März
konnte die Kärntner Bauwirtschaft Auftragsbestände im Gegenwert von 556,6 Millionen Euro vorweisen –
acht Prozent mehr als im Vorjahr.
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