Linz (keplerklinikum) - Bei einem Besuch am Standort Neuromed Campus überzeugte sich Gesundheitslandesrätin
Mag.a Christine Haberlander unter anderem von den Vorzügen des neuen Digital-PET/CT-Systems, das demnächst
für Patientinnen und Patienten der Nuklearmedizin am Kepler Uniklinikum zur Anwendung kommt. Es setzt neue
Maßstäbe bei PET-Bildgebung und klinischer Leistung. Weitere Gesprächsthemen waren die Bedeutung
der interventionellen Angiographie in der Neuroradiologie und die Vorteile der intraoperativen MR-Bildgebung an
der Universitätsklinik für Neurochirurgie.
Der Standort Neuromed Campus hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als internationales neuromedizinisches Zentrum
etabliert. In den hochspezialisierten, technisch modern ausgestatteten Kliniken, Instituten und Departments werden
jährlich rund 50.000 Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des Nervensystems
sowie mit psychischen Erkrankungen behandelt. Bei einem Arbeitsgespräch mit der Kollegialen Führung und
den Primarärzten des Linzer Uniklinikums am 26. Juli überzeugte sich Gesundheitslandesrätin Christine
Haberlander von dem sehr hohen medizinischen und pflegerischen Standard, der durch die Besetzung des Lehrstuhls
für Neurochirurgie im Herbst 2016 eine weitere Aufwertung erhalten hat. „Die Qualität des europaweit
hoch angesehenen und in dieser Form einzigartigen neuromedizinischen Zentrums ist auch der weitsichtigen Investitionspolitik
des Landes Oberösterreich geschuldet, die im Rahmen des Kepler Universitätsklinikums ihre Fortsetzung
findet. Ich freue mich sehr, dass mit dem neuen digitalen PET/CT eine wertvolle Anschaffung im Interesse des medizinischen
Fortschritts getätigt werden konnte und künftig sowohl der Patientinnen- und Patientenversorgung als
auch der Forschung zur Verfügung steht“, so Haberlander, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Kepler Universitätsklinikum
GmbH ist.
Geschäftsführerin Mag.a Dr.in Elgin Drda betont die zweckmäßige Einbettung des Gerätes
in das neuromedizinische Zentrum des Linzer Uniklinikums und bedankt sich bei den Eigentümern Land Oberösterreich
und Stadt Linz: „Als Kepler Uniklinikum nehmen wir mit dieser Neuanschaffung österreichweit eine technologische
Vorreiterrolle in der Nuklearmedizin ein. Das topmoderne Gerät ermöglicht insbesondere bei schwerwiegenden
Tumorerkrankungen eine noch bessere Diagnosesicherheit und ist ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung des
Uniklinikums. Gerade in budgetär herausfordernden Zeiten wissen wir die Investitionsbereitschaft unserer Eigentümer
sehr zu schätzen.“
Was ist ein PET/CT?
Vereinfacht ausgedrückt stellt diese Art der Untersuchung den Stoffwechsel des Tumors dar und liefert zur
herkömmlichen MR wichtige Zusatzinformationen. Etwa nach einer Strahlentherapie kann lebendes Tumorgewebe
von totem (erfolgreich behandeltem) Gewebe unterschieden werden. Es handelt sich um eine Kombination aus PET und
CT-Gerät.
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin. PET erzeugt Schnittbilder
von lebenden Organismen, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon)
im Organismus sichtbar macht und so biochemische und physiologische Funktionen abbildet. PET ist bei der richtigen
Fragestellung ein hochsensitives Verfahren; Aktivitätsanreicherungen lassen sich jedoch anatomisch nicht immer
gut lokalisieren, da in PET-Bildern in erster Linie Stoffwechselprozesse aufgezeigt werden; hinzu kommt eine begrenzte
Ortsauflösung von etwa 4–6 mm. Ein PET/CT-Gerät kombiniert die hohe Ortsauflösung (von bis zu 0,35
mm) und detailreiche Anatomiedarstellung des CT-Geräts mit den hochsensitiven Stoffwechselinformationen aus
der PET. Seit dem Jahre 2001 sind daher Geräte auf dem Markt, die einen PET-Scanner mit einem Computertomographen
(CT) kombinieren.
Bei dem nunmehr vom Kepler Uniklinikum angeschafften Gerät handelt es sich um einen Entwicklungsfortschritt,
nämlich ein so genanntes digitales PET/CT der Marke Philips. „Die Vorzüge sind vielseitig. Wir werden
ab Jahresende österreichweit über das erste Gerät dieser Art verfügen“, freut sich Dozent DDr.
Robert Pichler als Primarius des Instituts für Nuklearmedizin am Neuromed Campus. Genauso sieht das auch Univ.-Prof.
Dr. Andreas Gruber als Vorstand der Universitätsklinik für Neurochirurgie: „Durch die wesentlich bessere
Auflösung des Bildes kann einerseits schonender operiert werden und andererseits können kleine Tumoranteile
des Hirntumors identifiziert und vom Chirurgen entfernt werden. Bilder können ins intraoperative Monitoring
eingespielt werden und sind so während der Operation abrufbar.“
Landesrätin Haberlander demnächst auch am Med Campus
Die seit April 2017 amtierende Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander freut sich bereits auf weitere
demnächst folgende Arbeitsbesuche im Kepler Uniklinikum: „Das zweitgrößte Krankenhaus Österreichs
verfügt über ein enormes Leistungsspektrum an mehreren Standorten. Es ist mir ein persönliches Anliegen,
dazu möglichst viele Informationen zu sammeln und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Berufsgruppen
ins Gespräch zu kommen. Ein offenes Ohr für ihre Anliegen und ein konstruktives Klima der Zusammenarbeit
scheint mir besonders wichtig für die Fortsetzung einer langfristig erfolgreichen Gesundheitspolitik in Oberösterreich.“
Nach ihrem Besuch am Neuromed Campus plant Landesrätin Haberlander für Herbst 2017 auch einen entsprechenden
Besuch am Med Campus.
Die Vorteile des neuen digitalen PET/CT des Kepler Uniklinikums im Überblick:
- etwa doppelt so hohe volumetrische Auflösung, Empfindlichkeit und quantitative
Genauigkeit wie bei analogen Systemen.
- hohe Räumliche Auflösung für bessere Gewebedifferenzierung
- Die ausgezeichnete Empfindlichkeit ermöglicht eine erstklassige Bildqualität
für eine hohe Diagnosesicherheit.
- kürzeste Röhre für mehr Patientenkomfort
- Dosismanagement ohne Qualitätsverlust mit IDose, das die räumliche
Auflösung bei geringer Dosis deutlich verbessert
- Große Metallimplantate beeinträchtigen die Bildqualität. O-MAR
verbessert die Visualisierung bei Implantaten.
- Der PET-Scanner bietet eine herausragende zeitliche Auflösung und einen
hervorragenden Kontrast für eine bessere Erkennbarkeit der Läsionen.
- schnelle Scans (4 Min. bei Hirnen und 10 Min. bei Ganzkörper)
- beruhigende Atmosphäre dank integrierter Beleuchtung
- Mit einer etwa doppelt so starken Empfindlichkeit können die PET-Untersuchungszeiten
auf fünf Minuten reduziert werden.
- Durch die bessere Auflösung ist einerseits schonenderes Operieren in der
Neurochirurgie möglich (nicht betroffene Gehirnareale werden ausgespart) und andererseits können kleinere
Tumoranteile des Hirntumors identifiziert und vom Chirurgen entfernt werden.
- Bilder können ins intraoperative Monitoring eingespielt werden und sind
so während der OP abrufbar.
- Dank proaktiver Überwachung des Systemzustandes trifft die Kundendiensttechnik
bereits gut informiert und mit benötigten Teilen am Standort ein und kann so kritische Ausfallzeiten minimieren.
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