Bäuerinnen rittern um Landessiege - 221 Brote werden von Jury getestet
Graz (lk-stmk) - Seit 20 Jahren veranstaltet die LK Steiermark Landes-Brotprämierungen. Mit mehr als
5.000 eingereichten Brotlaiben und Spezialbroten haben sich die steirischen Bäuerinnen bei diesen landesweiten
Wettbewerben in der Kunst des Brotbackens gemessen und so diese Handwerkskunst optimiert. "Mit der Qualität
ging es durch diese Wettbewerbe steil nach oben. Heute sind die steirischen Brotbäuerinnen die besten in Österreich",
freut sich Landesbäuerin Auguste Maier. Erstmals werden heuer auch Nachwuchsbäckerinnen gekürt.
Die Landessieger standen am Abend des 09.08. fest.
Größter Brotwettbewerb Österreichs
Die 20. Landesprämierung ist das Ranking der besten Brotbäuerinnen der Steiermark, des Burgenlandes und
Salzburgs. Die 24-köpfige Expertenjury testet 221 Brotproben von 75 Bäuerinnen. Bewertet werden die Kategorien:
Bauernbrot, Holzofenbrot, Vollkornbrot, Dinkelbrot, Brot mit Ölsaaten, Kunst aus Teig, innovatives und kreatives
Brot sowie Schuljausen-Gebäck. Neu eingeführt wurde die Kategorie "Nachwuchsbäckerinnen".
Vier Jugendliche stellen sich in dieser Kategorie der Prämierung, die jüngste Teilnehmerin ist elf Jahre
alt. Dazu Landesbäuerin Maier: "Wir wollen die Talente der bäuerlichen Jugend beim Brotbacken wecken,
um diese Kunst auf die kommende Generation zu übertragen."
Nur natürliche Zutaten
"Bauernbrot ist einzigartig und individuell. Es wird ausschließlich aus Roggenmehl, teilweise aus Weizenmehl
oder anderen Getreidesorten, Wasser, Natursauerteig, Salz, Gewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander
sowie eventuell Hefe hergestellt. Daher ist dieses Brot besonders beliebt und begehrt", so die Landesbäuerin.
"Es zeichnet sich durch einen feinsäuerlichen Geschmack, sein einzigartiges Aroma und die lange Haltbarkeit
aus. Wegen seiner natürlichen Zutaten ist das Brot auch gut verträglich", erklärt Verkostungschefin
Eva Lipp.
Gegen den Einheitsgeschmack
Mehlmischungen oder Backzubereitungen, die zu einem Einheitsgeschmack von weltweit gleichschmeckenden, neutralen
Broten führen, lehnt Lipp kategorisch ab: "Natürlichkeit, Regionalität und individueller Geschmack
sowie Vielfalt leben alle unsere Brotbäuerinnen. Die große Brotvielfalt bleibt durch die natürlichen
Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten sowie durch die von Hof zu Hof unterschiedlichen Hausrezepte erhalten.
Diese Prämierung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Brotvielfalt zu erweitern und die Qualität
zu steigern", so Lipp.
Experten-Jury prüft nach 80 Kriterien
Eine Experten-Jury testet und beurteilt die eingereichten Brote nach mehr als 80 Prüfkriterien. "Das
steirische System hat sich bewährt und wird auch in anderen Bundesländern sowie bei der Bundesprämierung
umgesetzt", sagt Lipp. Bei der Beurteilung geht es um das optische Erscheinungsbild des ganzen Brotes, um
eine gleichmäßige Krume, die Kaubarkeit und vor allem um den Geschmack, der in der Bewertung den höchsten
Gewichtungsfaktor hat.
Die Landessiegerbrote sowie die ausgezeichneten Brote sind für die Konsumenten eindeutig erkennbar: Sie tragen
die Prämierungsschleife "Brotprämierung 2017 der Landwirtschaftskammer Steiermark". Diese Brote
garantieren höchste Qualität, außerdem stimmt der Preis. Erhältlich sind die Prämierungsbrote
ab Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden.
Weitere Auszeichnung: "Ähre in Gold"
Neben dem Landessieg mit Urkunden und spezieller Brotkennzeichnung werden die besten Brote ferner mit der "Ähre
in Gold" ausgezeichnet. 100 Punkte sind dafür Voraussetzung, nur makellose Brote können hier zum
Zug kommen. Die jährlich von der Landwirtschaftskammer durchgeführte Qualitätsoffensive hat bewirkt,
dass die Zahl der 100-Punkte-Betriebe bei der Landesprämierung Jahr für Jahr steigt. Brote mit Auszeichnungen
in Silber und Bronze haben nur kleine Schönheitsfehler, welche oft auf die Handarbeit in der Produktion zurückzuführen
sind. Ein Geschmackserlebnis sind sie alle.
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