Aufschwung muss bei allen ankommen – mit Aktion 20.000 Trendwende auch für ältere
ArbeitnehmerInnen schaffen
Wien (bmask) - Der österreichische Arbeitsmarkt hat sich auch im August weiter erholt. Mit einem Plus
von 2,1 Prozent bei den Beschäftigungszahlen (+77.000 Personen) konnte abermals ein neuer Höchststand
von 3.734.000 unselbständig Beschäftigten verzeichnet werden. Ein kräftiger Zuwachs von 43,5 Prozent
zeigt sich auch bei den offenen Stellen. Aktuell sind 61.868 freie Arbeitsplätze beim AMS gemeldet. Auch die
Lehrstellenlücke schließt sich durch den deutlichen Anstieg der gemeldeten offenen Lehrstellen um 1.246
(+28%) weiter. Derzeit sind insgesamt 374.792 Personen ohne Beschäftigung. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet
das einen Rückgang um 3,6 Prozent (-13.832 Personen). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei über 50-jährigen
hat sich weiter verlangsamt, lag aber auch im Vormonat noch bei einem deutlichen Plus von 1,2 Prozent (+1.126 Personen).
„Der positive Trend ist weiter spürbar. Insbesondere der weitere Anstieg der offenen Stellen und der Rückgang
der Arbeitslosigkeit bestätigen die anhaltende Konjunktur. Bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
ist die Trendumkehr aber noch nicht geschafft. Das zeigt, dass die Aktion 20.000 dringend in ganz Österreich
gebraucht wird, denn der Aufschwung muss bei allen Menschen ankommen“, betont Sozialminister Alois Stöger.
Die Arbeitslosigkeit ist in allen Bundesländern rückläufig. Das größte Minus konnte im
August in Tirol mit 12,9 Prozent verzeichnet werden. Die Steiermark (-8,4%), Kärnten (-8,0%) und das Burgenland
(-6,6%) können ebenfalls einen deutlichen Rückgang verbuchen. Niederösterreich und Oberösterreich
liegen mit einem Minus von 5,1 Prozent gleichauf. Auch in Wien (-4,2%), Salzburg (-3,0%) und Vorarlberg (-0,9%)
setzt sich die positive Arbeitsmarktentwicklung fort. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigt sich über
alle Branchen hinweg: In den Sparten Bau (-10,1%), Herstellung von Waren (-8,6%), Tourismus (-8,5%), Handel (-7%)
und Arbeitskräfteüberlassung (-4,8%) ist die Arbeitslosigkeit im August deutlich gesunken. Sogar der
in den Vormonaten noch zu beobachtende leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen hat
sich gänzlich eingebremst (+0,0%).
Erneut deutlicher Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit
Weiterhin sinkt die Arbeitslosigkeit der Männer mit 12.010 Arbeitssuchenden bzw. 6,8 Prozent besonders
stark. Die Arbeitslosigkeit der Frauen ist mit 4,1 Prozent bzw. 6.360 Personen ebenso rückläufig. Bei
InländerInnen geht die Zahl der Arbeitssuchenden aktuell mit 5,7 Prozent etwas stärker zurück als
jene bei Personen ohne österreichischen Pass mit 5,1 Prozent. Erfreulich ist der weiterhin positive Trend
sinkender Jugendarbeitslosigkeit. Diese ist nach nationaler Definition um 14,6 Prozent bzw. 6.154 Personen gesunken.
Gemäß Eurostat ist die Jugendarbeitslosenquote in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte
auf 9,7 Prozent gesunken.
„Die positive Entwicklung für Jugendliche zeigt, dass unsere Arbeitsmarktinitiativen in diesem Bereich wirken.
Mit der neuen Ausbildungspflicht bis 18, stellen wir jetzt sicher, dass alle Jugendlichen eine Ausbildung machen,
die über das Pflichtschulniveau hinausgeht. Das wird ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern“,
so Stöger, der auch bei älteren Arbeitssuchenden auf eine Trendwende hinarbeitet: „Unser klares Ziel
ist, die Langzeitarbeitslosigkeit in der Generation 50+ zu halbieren. In den Modellregionen in allen Bundesländern
ist die Aktion 20.000 bereits sehr erfolgreich angelaufen. Ab 1. Jänner 2018 setzen wir die Aktion flächendeckend
um und geben den Betroffenen damit eine echte Perspektive.“
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