Schleritzko/Schwarz: „Besucherrekord zeigt die Aktualität des Themas Demenz“
St. Pölten (nlk) - Mehr als 1.300 Besucher folgten vergangene Woche der Einladung zum ersten NÖ
Demenz-Tag des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) ins VAZ St. Pölten. Auf dem Programm standen
eine Gesundheitsstraße, Vorträge und Workshops. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Experten
über Symptome, Behandlung, Pflege, Unterstützung von Angehörigen bis hin zur Gesundheitsvorsorge.
„Das große Interesse der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher bestätigt uns in unseren
Bemühungen im neuen Demenz-Service NÖ – von der Behandlung und Betreuung, Unterstützungsangeboten
für An- und Zugehörige bis hin zur Gesundheitsvorsorge. Denn wer gesund lebt, tut auch seinem Gedächtnis
nachweislich etwas Gutes! Hier zeigt die Initiative ‚Tut gut!‘, was man für die eigene Gesundheit tun kann,
um geistig fit bis ins hohe Alter zu bleiben“, so Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender Ludwig Schleritzko.
„Wir müssen dafür ein Bewusstsein und mehr Verständnis für die Erkrankung in der Bevölkerung
schaffen. Einerseits geht es uns darum, dass die Menschen auf Symptome der Vergesslichkeit bei sich oder bei ihren
Angehörigen achten und bei Anzeichen rasch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Andererseits ist es wichtig,
dass Menschen mit Demenz und deren Angehörigen einen Platz in unserer Gesellschaft haben und ihnen Verständnis
und Unterstützung zu Teil wird“, so Landesrätin Barbara Schwarz.
Derzeit gibt es in Niederösterreich 22.000 Demenzerkrankte. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl auf Grund
der steigenden Lebenserwartung und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft verdoppeln. Die Wahrscheinlichkeit
an Demenz zu erkranken, nimmt ab einem Lebensalter von 65 Jahren stark zu. Laut Statistiken wird im Jahr 2050 rund
ein Drittel der niederösterreichischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.
Das neue Demenz-Service NÖ des NÖGUS bietet eine neue Demenz-Hotline 0800 700 300, eine neue Broschüre
und aktuelle Informationen unter www.demenzservicenoe.at – vom Krankheitsbild, Anlaufstellen für Betreuung
und Therapie, Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten, Veranstaltungs- und Literaturtipps bis hin
zu vorbeugenden Gesundheitstipps.
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