Marko Feingold mit Verdienstkreuz geehrt

 

erstellt am
11. 10. 17
13:00 MEZ

Ältester Holocaust-Überlebender erhält höchste Auszeichnung des Roten Kreuzes
Wien (jugendrotkreuz) - Der 1913 in Österreich-Ungarn geborene Marko Feingold ist der älteste Holocaust-Überlebende Österreichs und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs. Am 10. Oktober wurde der 104-jährige Feingold mit dem Verdienstkreuz des Roten Kreuzes geehrt – die höchste Auszeichnung, die vom Österreichischen Roten Kreuz vergeben wird.

Seit 20 Jahren ist Marko Feingold Gastreferent im Rahmen des Internationalen Freundschaftscamps des Österreichischen Jugendrotkreuzes. Dort erzählt er den jungen, internationalen Teilnehmer/innen aus seinem Leben und wie es ihm gelungen ist, im Zweiten Weltkrieg vier Konzentrationslager zu überleben. Trotz der Erinnerung an die grausamen Schrecken dieser Zeit zeigt er niemals Verbitterung, Hass oder Anklage. Vielmehr will er präventiv die jungen Leute auf die Gefahren von antisemitischem Gedankengut, Hetze und Hass aufmerksam machen.

„Ich bedanke mich herzlich für diese schöne Auszeichnung. Es ist mir recht, dass ich die Jugendlichen beim Internationalen Freundschaftscamp über meine Erlebnisse informieren kann, bevor sie den Ausflug nach Mauthausen machen. So kennen sie sich besser mit der Geschichte aus“, erklärt der Geehrte.

„Es ist ein historisches Ereignis, Marko Feingold zu ehren, und es ist mir eine Ehre, ihm auf Antrag des Jugendrotkreuzes das Verdienstkreuz des Roten Kreuzes überreichen zu dürfen. Ich bin voller Bewunderung und Respekt, in welch lebenskluger Abgeklärtheit er seit 20 Jahren vor jungen Menschen über Dinge spricht, die eigentlich unaussprechlich sind“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer bei seiner Laudatio.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.jugendrotkreuz.at/markofeingold

 

 

 

 

 

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