Kärnten steht neuerlich im europäischen Rampenlicht

 

erstellt am
27. 11. 17
13:00 MEZ

LH Kaiser von FUEN-Präsident zu Podiumsdiskussion „Verankert im Heimatland – Regionale Identitäten stärken die territoriale Zusammenarbeit und die soziale Entwicklung“ am 1. Dezember eingeladen
Brüssel/Klagenfurt (LPD). Die autochthonen Minderheiten in Europa wollen sich noch stärker vernetzen und streben ein EU-Gesetz zu ihrem Schutz und ihrer Unterstützung an. Von 30. November bis 1. Dezember wird die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) ein Forum europäischer Minderheitenregionen während der Plenarsitzung des Ausschusses der Regionen (AdR) in Brüssel abhalten. Landeshauptmann Peter Kaiser, selbst AdR-Mitglied, wird dabei auf Einladung von FUEN-Präsident Loránt Vincze an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

„Diese Einladung ist eine Auszeichnung und bietet einmal mehr die Chance, Kärntens Stärken, die politische und gesellschaftliche Weiterentwicklung unseres Bundeslandes auf europäischer und internationaler Ebene zu präsentieren“, so Kaiser am 24. November. Er will bei der Podiumsdiskussion betonen, dass Volksgruppen, Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt, wie sie in Kärnten mittlerweile anerkannt und gelebt werden, eine Bereicherung sind und auch grenzüberschreitende, bilaterale Zusammenarbeit erleichtern und fördern – wie im Falle Kärntens u.a. mit dem Nachbarn Slowenien. Kaiser wird zudem die Euregio „senza confini – ohne Grenzen“ zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto vorstellen und auf die von den Kärntner Slowenen ausgetragene Europeada 2020 – das ist die Fußballeuropameisterschaft der autochthonen, nationalen Minderheiten – verweisen. Den Zuschlag dafür erhielt Kärnten von der FUEN. Weiteres Thema wird die neue Kärntner Landesverfassung sein, in welcher die slowenische Volksgruppe verankert wurde.

Die Podiumsdiskussion wird unter dem Thema „Verankert im Heimatland – Regionale Identitäten stärken die territoriale Zusammenarbeit und die soziale Entwicklung“ stehen. Sie beginnt am Freitag, 1. Dezember, um 10.00 Uhr mit einer Keynote von Tirols Landtagspräsident Herwig van Staa. Neben Kaiser sollen noch Vertreterinnen und Vertreter aus Rumänien, Schleswig-Holstein, vom Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarats sowie von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens am Podium sitzen. Moderator wird FUEN-Vizepräsident Daniel Alfreider sein, der auch Mitglied des italienischen Parlaments ist.

Das Forum selbst steht unter dem Motto „Stark in den Regionen verwurzelt – Minderheitengemeinden und Sprachminderheiten in den Regionen der EU“. Die FUEN ist mit gegenwärtig fast 100 Mitgliedern aus 33 verschiedenen europäischen Staaten der größte europäische Dachverband, der sich für die Rechte der autochthonen Minderheiten einsetzt.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.fuen.org/de

 

 

 

 

 

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