Wien (impulstanz) - In der vierten Festivalwoche hält ImPulsTanz neben weiteren Vorstellungen von Akemi
Takeya (Freitag, den 03. August), Eszter Salamon (Freitag, den 03. und Samstag, den 04. August) und Mark Tompkins
(Samstag, den 04. August) noch drei Uraufführungen, drei Österreich-Premieren, zwei Classics, drei Filme
und ein Highlight im Workshop-Department bereit. Darunter finden sich u.a. musikalische Glanzstücke im Volkstheater,
eine Zeitreise in die Zwanziger Jahre im mumok, eine Hommage an einen „Krieger der Schönheit“ im Odeon, ein
Labyrinth an Sprachen in der mumok Hofstallung und Poesie am Würstelstand.
In einer einzigen Vorstellung am Freitag, den 03. August entführen die französischen Multitalente François
Chaignaud und Nino Laisné gemeinsam mit vier Musikern auf der Bühne des Volkstheaters in das Spanien
des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei schaffen sie eine märchenhafte und romantische Atmosphäre, in der
sich Chaignaud als meisterhafter Sänger, Tänzer und Travestiekünstler beweist. Noch am selben Abend
ist Jan Fabre im Odeon erneut mit einer Uraufführung bei ImPulsTanz zu Gast. Wie auch schon für Antony
Rizzi oder Lisbeth Gruwez hat der belgische Allround-Künstler einem seiner „Krieger der Schönheit“ ein
Solo auf den Leib geschneidert: Matteo Sedda schlüpft in die Rolle der Dorcas, eine Jüngerin Jesu Christi.
Erneut zu sehen am Samstag, den 04. (Zusatz) und Sonntag, den 05. August.
Bei der österreichischen Compagnie Liquid Loft rund um Chris Haring wird Sprache körperlich und das Spiel
mit den Verwirrungen der Worte zum sinnlichen Labyrinth der Vielfalt des Ausdrucks. Die Wien Version Babylon (Slang)
ihrer Foreign-Tongues-Reihe zeigen sie in einer Uraufführung von Samstag, den 04. bis Dienstag, den 07. August
(Zusätze: 05. und 07. August) in der mumok Hofstallung. Zuvor nie Gesehenes verspricht auch der Dance Contest
Rhythm is a Dancer ebenfalls am Samstag, den 04. August im Arsenal. Dort tanzen Anfänger_innen und Profis
spontan zur Musik von DJ Worst Messiah um eine Residency bei ImPulsTanz 2019. Host des Abends ist Hip-Hop-Legende
Storm.
Am Sonntag, den 05. und am Montag, den 06. August tanzt Louise Lecavalier in der von der French Critics’ Union
als „Bester Tanzfilm des Jahres“ ausgezeichneten Dokumentation von Raymond St-Jean über die Leinwand des mumok
kino. Im Anschluss daran übernehmen am Sonntag, den 05. August Salva Sanchis und seine vier Tänzer_innen
mit ihrem [ImPulsTanz Classic] Radical Light im Volkstheater: Eine volle Stunde explosive Energie und virtuose
Choreografie zu schwingendem Minimal Techno.
Musikalisch schließt Ivo Dimchev am Montag, den 06. und erneut am Donnerstag, den 09. August (Zusatz) mit
einer Uraufführung an. In der mumok-Ausstellung Doppelleben. Bildende Künstler_innen machen Musik lädt
er die Besucher_innen zu einem Selfie Concert. Die La-La-La-Human-Steps-Ikone Louise Lecavalier präsentiert
mit ihrem Bühnenpartner Robert Abubo von Montag, den 06. (Zusatz) bis Mittwoch, den 08. August ein kraftvolles
und energiegeladenes Tanzstück im Odeon. Die Jungchoreograf_innen Silke Huysmans und Hannes Dereere widmen
sich in der Österreich-Premiere von Mining Stories einem katastrophalen Bergbau-Unglück im Jahr 2015
in Brasilien – am Montag, den 06. und Mittwoch, den 08. August im Schauspielhaus.
Am Dienstag, den 07. August ist ein letztes Mal Ivo Dimchevs Footage von seiner Performance Avoiding deLIFEath,
aufgenommen bei ImPulsTanz 2017, im mumok kino zu sehen. Am selben Abend bringt Simon Mayer in einer einmaligen
Vorstellung von Oh Magic im Volkstheater seine futuristische Band, bestehend aus Clara Frühstück, Patric
Redl, Tobias Leibetseder, Manuel Wagner, ihm selbst und Robotern, auf die Bühne. Ebenfalls am Dienstag, den
07. und nochmals am Donnerstag, den 09. August tanzt die [8:tension]-Künstlerin Jamila Johnson-Small im Kasino
am Schwarzenbergplatz erstmals in Österreich in einer (Bühnen-)Welt aus Visuals, Sprache, elektronischer
Musik und Objekten durch Kopien ihrer selbst und Schwarze queere Körperbilder. Ebendort lädt Andrea Maurer
vor und nach den Vorstellungen zur „Wortklauberei“ am Würstelstand.
Ein weiterer Film kündigt sich mit Before We Go von Jorge León am Mittwoch, den 08. August im mumok
kino an. Darin treffen drei Menschen kurz vor ihrem Tod im Opernhaus Brüssel auf Benoît Lachambre, Simone
Aughterlony und Meg Stuart. Im Anschluss daran präsentiert letztere ihr für Francisco Camacho choreografiertes
Solo BLESSED als [ImPulsTanz Classic] in der Halle G. Erneut zu sehen am Donnerstag, den 09. (Zusatz) und Freitag,
den 10. August.
Die Berliner Tanzmacherin und Vokalakrobatin Jule Flierl zeigt in einer Österreich-Premiere am Donnerstag,
den 09. und Samstag, den 11. August im mumok ihre Neuinterpretation des wilden und gefühlsgeladenen Stimmdadaismus
der „ersten Stimmtänzerin der Welt“ – Valeska Gert.
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