Umsatz steigt im Vorjahresvergleich von 3,3 auf 3,5 Mrd. EUR (+ 6,7 %) und erreicht bisher
höchstes Niveau in einem Geschäftsquartal – Neuer Höchststand bei Mitarbeitern mit 51.827 Beschäftigten
weltweit (+ 3,6 %)
Linz (voestalpine) - Der voestalpine-Konzern konnte die im Verlauf des vergangenen Rekord-Geschäftsjahres
aufgebaute, breite wirtschaftliche Dynamik auch zu Beginn der neuen Berichtsperiode weiter nutzen und im ersten
Quartal 2018/19 (1. April bis 30. Juni 2018) bei einem Rekordumsatz von annähernd 3,5 Mrd. EUR das Ergebnisniveau
des 1. Quartals des Vorjahres halten. Die nach wie vor insgesamt starke Konjunkturentwicklung in Europa, China
und Nordamerika wurde auch durch die weiter verschärften protektionistischen Tendenzen im Welthandel nur wenig
beeinflusst. In Europa zeigten sich allerdings erste dämpfende Auswirkungen des „BREXIT“-Votums. „Mit dem
ungebrochen stabilen Wirtschaftswachstum haben sich im ersten Quartal die wichtigsten Abnehmermärkte der voestalpine
weiterhin auf hohem Niveau bewegt. So legte insbesondere die Automobilindustrie weiter zu und auch der Öl-
und Gassektor hat an Dynamik gewonnen“, sagt Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Der Bau-
und der Maschinenbausektor setzten ihre starke Entwicklung aus den Vorquartalen genauso fort wie der Konsumgüterbereich
und die Flugzeugindustrie. Positive Tendenzen zeigten sich zudem in der Nachfragesituation des Eisenbahninfrastruktursektors.
Die mit 1. Juni 2018 von den USA unter dem Titel „Schutz der nationalen Sicherheit“ eingeführten Importzölle
auf Stahlprodukte („Section 232“) hatten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 keine nennenswerten
negativen Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern. Abseits des externen Marktgeschehens startete die lang geplante
Hochofen-Großreparatur der Steel Division am Standort Linz. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis infolge
reduzierter Produktionsmengen konnten durch ein höheres Preisniveau und einen weiter verbesserten Produktmix
bisher nahezu kompensiert werden.
Rekordumsatz und stabile Ergebnisentwicklung
Der Umsatz des voestalpine-Konzerns erhöhte sich im 1. Quartal 2018/19 mit knapp 3,5 Mrd. EUR gegenüber
dem Vergleichswert des 1. Quartals 2017/18 (3,3 Mrd. EUR) um 6,7 % und erreichte damit das bisher höchste
Niveau in einem Quartal. Alle vier Divisionen trugen zu diesem Umsatzwachstum bei, am stärksten die Metal
Forming Division durch den kontinuierlichen Ausbau ihrer Automotive-Aktivitäten. Trotz der Hochofen-Großreparatur
und eines (ebenfalls geplanten) dreiwöchigen Wartungsstillstands des HBI-Werkes in Texas gelang es auch der
Steel Division ihre Umsatzerlöse auszuweiten. Höhere Verkaufspreise in Verbindung mit gestiegenen Liefermengen
waren für die Zunahme des Umsatzes in der High Performance Metals Division sowie der Metal Engineering Division
verantwortlich.
Eine weitgehend stabile Entwicklung verzeichnete der voestalpine-Konzern auf der Ergebnisseite. Das EBITDA im 1.
Quartal 2018/19 blieb mit 513 Mio. EUR praktisch ident zum Vorjahreswert von 513,8 Mio. EUR – wobei die EBITDA-Marge
aufgrund des heuer höheren Umsatzniveaus von 15,8 % im Vorjahr auf 14,8 % im ersten Quartal dieses Jahres
fiel. Durch leicht höhere Abschreibungen verminderte sich das EBIT des Konzerns um 1,5 % von 329 Mio. EUR
im Vorjahr auf 324 Mio. EUR im aktuellen Berichtsquartal. Die EBIT-Marge fiel im gleichen Zeitraum von 10,1 % auf
9,3 %. Aufgrund einer niedrigeren Nettozinsbelastung sowie einer rückläufigen Steuerquote kam es in den
Kategorien Ergebnis vor Steuern mit 294 Mio. EUR (Vorjahr 292 Mio. EUR) sowie Ergebnis nach Steuern mit 224 Mio.
EUR (Vorjahr 218 Mio. EUR) im 12-Monatsvergleich jeweils zu einer leichten Verbesserung.
Während die Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) per 30. Juni 2018
mit 49,0 % gegenüber dem 30. Juni 2017 (53,8 %) deutlich gesunken ist, nahm sie gegenüber dem Bilanzstichtag
31. März 2018 (45,7 %) etwas zu. Das Eigenkapital verbesserte sich per 30. Juni 2018 mit 6,8 Mrd. EUR nicht
nur im 12-Monatsvergleich (6,2 Mrd. EUR per 30. Juni 2017) sondern auch gegenüber dem Bilanzstichtag (6,6
Mrd. EUR per 31. März 2018) weiter. Per 30. Juni 2018 waren 51.827 Mitarbeiter (FTE) im voestalpine-Konzern
beschäftigt, was einem neuen Höchstwert und gegenüber der Vorjahres-Vergleichsziffer einem Zuwachs
um 3,6 % entspricht.
Ausblick für das laufende Geschäftsjahr unverändert
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 war in nahezu sämtlichen Industriesektoren sowie den wichtigsten
Wirtschaftsregionen durch ein anhaltend starkes konjunkturelles Umfeld geprägt. Daran sollte sich – abgesehen
von üblichen saisonalen Sommereffekten und den umsatz- und ergebnismäßigen Auswirkungen der in
dieser Periode stattfindenden Hochofen-Großreparatur – auch im 2. Quartal nichts ändern. „Die Wachstumsdynamik
erscheint aus aktueller Sicht in ihrer Breite und Intensität vielmehr so gefestigt, dass auch im Verlauf des
Herbstes, das heißt bis zum Ende des Kalenderjahres 2018, ein Anhalten des günstigen konjunkturellen
Umfeldes auf breiter Front realistisch erscheint. Das größte Gefährdungspotenzial für diese
Entwicklung stellen aktuell die protektionistischen handelspolitischen Lenkungsmaßnahmen der USA bzw. entsprechende
Retorsionsschritte anderer Länder dar“, so voestalpine-CEO Eder.
„Abgesehen von nach wie vor schwer quantifizierbaren, möglichen Negativeffekten dieser zunehmenden politischen
Unwägbarkeiten sollten EBITDA und EBIT des voestalpine-Konzerns für das Gesamtjahr 2018/19 in etwa auf
dem Niveau des Vorjahres zu liegen kommen,“ erklärt Eder. Dies unverändert unter der Annahme, dass allfällige
derartige Effekte sowie die Ergebnisauswirkungen der aktuellen Anlagen-Großreparaturen durch positive Effekte
aus dem konjunkturellen Nachziehen einzelner Branchen (Eisenbahninfrastruktur, Öl-/Gassektor) sowie erfolgreiche
Hochlaufprozesse neuer Großanlagen weitgehend kompensiert werden können.
Der voestalpine-Konzern
Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Technologie- und Industriegüterkonzern
mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt
über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten.
Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen
aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und
Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber
hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und
Spezialprofilen. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von annähernd 13 Milliarden
Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von knapp 2 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 51.600 Mitarbeiter.
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