Der Nationalratspräsident würdigt bei 65. Gemeindetag die Leistungen der Kommunen
für Gesellschaft und Demokratie
Dornbirn/Wien (pk) - "Demokratie findet nicht abgehoben im Parlament statt. Demokratie wird auf allen
Ebenen gelebt, nicht zuletzt in der Gemeinde. Daher sind für mich die 2.098 Gemeinden eine Art Keimzelle der
Demokratie", betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka am 28. September in seinen Begrüßungsworten
an die zahlreichen Delegierten des 65. Österreichischen Gemeindetags, der in Dornbirn stattfand.
In den Gemeinden finde der Austausch der Ideen zwischen BürgerInnen und Politik am unmittelbarsten statt,
so Sobotka. Die Bürgermeister und – leider noch viel zu wenigen – Bürgermeisterinnen seien besonders
nah bei den Bürgerinnen und Bürgern. Sie kennen deren Anliegen genau und wissen "wo der Schuh drückt".
Das Gemeindeleben zeichne sich aber vor allem auch durch das hohe Engagement der Menschen aus, die in zahlreichen
Vereinen und Organisationen unschätzbare Arbeit sowohl im sozialen als auch im kulturellen Bereich für
das Wohl aller leisten, dankte Sobotka den unzähligen Freiwilligen, deren Einsatz er als unverzichtbar würdigte.
Dieses freiwillige Engagement vermittle den Menschen, dass man füreinander da ist, sagte Sobotka, und das
signalisiere Verlässlichkeit, stärke das Gemeinschaftsgefühl und präge das Zusammenleben. Es
trage auch wesentlich dazu bei, dass man schon in jungen Jahren lernt, Verantwortung zu tragen. "Damit wird
aber auch das notwendige Fundament für unsere Demokratie gelegt, die nur durch das Engagement und die Mitverantwortung
ihrer Bürgerinnen und Bürger für das Ganze wach und lebendig bleibt", appellierte der Nationalratspräsident
an alle, sich am politischen Diskurs zu beteiligen. Dabei müsse aber auch immer der Respekt vor den anderen
und deren Meinungen im Vordergrund stehen. Das schließe selbstverständlich Zivilcourage nicht aus, wenn
es darum geht, die Grundpfeiler der liberalen Demokratie zu verteidigen.
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