LTP Sonderegger: „Schritte auf dem Weg zur Energieautonomie 2050“
Vermunt/Bregenz (vlk) - Am 26. September besuchten Abgeordnete des Vorarlberger Landtags mit Landtagspräsident
Harald Sonderegger die Baustelle des Kraftwerks Obervermunt II und informierten sich vor Ort über die aktuellen
Fortschritte des Projekts. Ebenfalls auf dem Programm stand eine Besichtigung des Pumpspeicherkraftwerks Rells,
das am 28. September offiziell eröffnet wird.
Auf dem Weg zur vom Landtag beschlossenen Energieautonomie bis 2050 stellen die beiden Kraftwerke wichtige Schritte
dar, wie Sonderegger bekräftigte: „Eine effiziente und nachhaltige Energiewirtschaft ist die Voraussetzung
für unsere energiepolitischen Ziele.“
Das Obervermuntwerk II in der Silvretta wird das zweitgrößte Kraftwerk der Vorarlberger Illwerke (nach
dem Kopswerk II). Ziel des Projekts ist die Bereitstellung von zusätzlicher Regelenergie und entsprechenden
Kapazitäten für die Aufnahme von Strom zur Zwischenspeicherung. Sonderegger erinnerte an den einstimmigen
Beschluss des Vorarlberger Landtags im Jahre 2012, mit dem die Grundlagen des Projekts geschaffen wurden: „Die
schnelle Regulierbarkeit dieser Kraftwerksanlage ermöglicht die energiewirtschaftlich optimale Nutzung der
bestehenden Speicher Silvretta und Vermunt. Vorarlbergs Haushalte und Wirtschaft profitieren so in Zukunft von
vergleichsweise moderaten Energiepreisen, hinzu kommt eine sehr hohe Versorgungssicherheit.“
Das Kraftwerk werde auch einen wichtigen Beitrag bei der Ausregelung des europäischen Stromnetzes leisten.
Außerdem schaffe die technische Konzeption der Anlage die Voraussetzungen für die Integration erneuerbarer
Energien. Illwerke-Vorstand Helmut Mennel bestätigte, dass die Projektumsetzung gut im Zeitplan voranschreite.
Derzeit läuft das Pumpspeicherkraftwerk im Probebetrieb, die Bau- und Rekultivierungsarbeiten werden im Jahr
2020 abgeschlossen sein.
Ebenfalls von der Delegation besucht wurde das neue Kraftwerk Rells, das den oberen Rellsbach im Bereich der Rellskapelle
fasst und im Lünerseewerk nutzt. Das Pumpspeicherkraftwerk erhöht den Zufluss zum Lünersee um rund
17 Mio. m³ pro Jahr, dadurch erhöht sich die Erzeugung von hochwertiger Spitzen- und Regelenergie im
Lünerseewerk beträchtlich.
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