Testversuch 140km/h wird weitergeführt
Wien (bmvit) - „Der Weg zum Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele führt im Verkehrsbereich über
die Schaffung von Anreizen und nicht über Verbote“, bekräftigt Bundesminister Norbert Hofer anlässlich
des an die Öffentlichkeit gelangten Vorschlags des Umweltbundesamtes, die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen
und Schnellstraßen auf 100 km/h herabzusenken.
Das Umweltbundesamt (UBA) ist in die Klimastrategie #mission2030 eingebunden. Dementsprechend wurde dieser Maßnahmenkatalog
vom UBA erarbeitet. Ziel war und ist es, aus den 50 Maßnahmen einzelne herauszunehmen, um die Klimaziele
zu erreichen. „Man kann dem Klimawandel mit Verboten begegnen oder positive Anreize zur Reduktion von Schadstoffen
setzen. Wir gehen nicht jenen der Verbote, sondern setzen Anreize für Maßnahmen zur Schadstoffreduktion.
Wir investieren 13,9 Mrd. Euro für den Ausbau der Infrastruktur der Schiene, dazu kommen 750 Millionen Euro
zusätzlich für die Förderung des Schienen-Personenverkehrs und weitere 100 Millionen Euro für
die Förderung des Güter-Schienenverkehrs.“
Dazu kommt ab 2020 die Nahverkehrsmilliarde: ein Fördertopf für dekarbonisierte Projekte zur Entlastung
des motorisierten Individualverkehrs in den Städten - beispielsweise Verlängerung von Straßenbahnlinien
über die Stadtgrenze hinaus, Park-&-Ride-Anlagen in Umlandgemeinden mit einer leistungsfähigen Anbindung
an den öffentlichen Verkehr, etc. Bundesminister Norbert Hofer wird auch die E-Mobilitätsförderung,
also eine Prämie des Bundes beim Ankauf eines E-Autos, weiter verlängern.
Der 140er-Versuch auf den beiden Abschnitten der West Autobahn A1 werde jedenfalls weiterlaufen, versichert der
Minister: „Wir werden uns die Ergebnisse nach dem Testjahr genau ansehen. Die bisherigen Rückmeldungen sind
durchaus positiv.“a
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