Zentralraum Kärnten - nächste
 konkrete Schritte festgelegt

 

erstellt am
22. 11. 18
13:00 MEZ

Breitband und Mobilität sind die zentralen Themen des zusammenwachsenden Zentralraums Kärnten – Treffen von Bürgermeistern, Fachbeamten und Wirtschaftsvertretern
St. Veit/Glan/Klagenfurt (stadt) - "Der Zentralraum wird nur leben, wenn man einfach und günstig von A nach B kommt", sagte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz am 21. November bei der Begrüßung in St. Veit/Glan. Sie und ihr Villacher Amtskollege Günther Albel haben ja den Zentralraum Kärnten initiiert. Hintergrund des Zusammenschlusses der Bürgermeister, Bürgermeisterinnen und Gemeinden ist es, dass nur größere Gebiete mit höheren Einwohnerzahlen international wahrgenommen werden und sich positionieren können.

Beim dritten Treffen standen die Themen Breitband und Mobilität im Mittelpunkt. Renommierte Vortragende wie der Präsident der Industriellenvereinigung Kärnten, Timo Springer, Mag. Oskar Januschke, Stadtmarketing Lienz, Marc Gorter vom Hamburger Verkehrsverbund, Gernot Weiss (Klagenfurt Mobil Gmbh), Dr. Dietrich Wertz vom Verkehrsministerium, Dr. Wolfgang Hafner, Umweltabteilung der Stadt Klagenfurt und Koordination Öffentlicher Verkehr, sowie Vertreter des Landes Kärnten hielten Impulsreferate und diskutierten mit den Vertretern der Kommunen.

Einig war man sich schnell, dass die Kommunikationsschienen dringend verbessert werden müssen um den Aufbau von Doppelstrukturen zu verhindern. So ist teilweise in Kärnten nicht oder zu spät bekannt, was der Bund plant und umsetzt.

Ebenso einig war man sich, dass es gilt, einen Fahrplan und ein Ticket für alle Verkehrsmittel anzubieten und das zu einem günstigen Preis von maximal 400 Euro pro Jahr. Nur so könne der Öffentliche Personennahverkehr zu einer echten Alternative für den Individualverkehr werden. Dafür gelte es die bisherigen Finanzierungsstrukturen aufzubrechen und komplett neu zu ordnen, sagte Dr. Wolfgang Hafner.

Der St. Veiter Bürgermeister und Gastgeber dieser dritten Tagung, Gerhard Mock, stellte fest, dass es dringend notwendig sei endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Seit 30 Jahren werde über das Thema Mobilität und Koordinierung geredet. Dem stimmte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz zu und sagte mit dem Zentralraum gehe man neue Wege, dieser dürfe aber nicht zum Diskutierclub werden. Als konkreten nächsten Schritt soll es eine Studie zum ÖPVN Kärnten geben. Welche Angebote gibt es jetzt, wo ist was in Vorbereitung und danach gehören alle Planungen verknüpft.

"Das bedeutet für mich aber auch eine Ausweitung des Gebietes, es gehören Spittal und Wolfsberg dazu. Wir brauchen die größeren Städte an den Rändern des Zentralraumes dabei", so die Klagenfurter Bürgermeisterin, die dafür einhellige Zustimmung erhielt. Es gelte überhaupt noch weiter über den Tellerrand hinauszusehen, stellte Mathiaschitz fest. Durch die Koralmbahn werden der Zentralraum und Graz enger zusammenrücken, hier gelte es schon jetzt, die Zusammenarbeit zu intensivieren und deshalb gebe es bereits Treffen mit dem Grazer Bürgermeister.

Ebenso wurde bei der Tagung gemeinsam festgelegt, dass auch das nächste Treffen den Themen Breitband und Mobilität gewidmet werden soll. "Das sind die Zukunftsthemen für uns, denen wir uns intensiv widmen müssen", stellte Mathiaschitz fest. Sie informierte auch, dass Dr. Martin Strutz künftig die Zentralraum-Aktivitäten koordinieren wird. Moderiert wurde die Tagung wieder von Peter Plaikner.

 

 

 

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