NÖ Delegation in Emilia-Romagna im Zeichen
 von Digitalisierung und Technologie

 

erstellt am
10. 12. 18
13:00 MEZ

LR Bohuslav: Themenschwerpunkte sind Wirtschaft und Wissenschaft
Bologna/St. Pölten (nlk) - Die italienische Region Emilia-Romagna zählt zu den europäischen Top Regionen in den Bereichen Digitalisierung und Technologie. Eine niederösterreichische Expertendelegation unter der Leitung von Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav informierte sich Ende November bei einem zweitägigen Besuch in der Emilia-Romagna über die Aktivitäten der wichtigsten Player im Bereich Digitalisierung und Forschung. „Es ist immer wichtig, über den Tellerrand zu schauen und sich zu informieren, wie in anderen erfolgreichen Regionen zu konkreten Themen gearbeitet wird. Die Emilia-Romagna hat gerade im Bereich der Forschung ähnliche Strukturen wie Niederösterreich. Daher konnten wir von dieser Delegationsreise eine Vielzahl an Inputs und Anregungen mitnehmen“, erläuterte Bohuslav.

„Niederösterreich ist ein europaweit anerkannter Forschungs- und Innovationsstandort und auch im Bereich Digitalisierung haben wir neue Maßstäbe gesetzt. Wir sind also sehr gut unterwegs, doch in diesem Bereich lernt man nie aus. Daher haben wir uns auch schon Anregungen aus dem Silicon Valley, aus Israel oder auch aus München geholt. Wir wollen von den Besten lernen – und dazu gehört auch die Emilia-Romagna. Hier die aktuellsten Entwicklungen kennenzulernen und bei einigen der innovativsten Unternehmen hinter den Vorhang blicken zu können, schafft neue Sichtweisen und ist für alle Seiten sehr befruchtend“, informierte die Landesrätin.

Highlight der Italien-Reise war ein Besuch des Lamborghini-Werkes gemeinsam mit Regionalministerin Palma Costi. Lamborghini arbeitet nicht nur mit zwei niederösterreichischen Zulieferfirmen - der internationalen Unternehmensgruppe Gebauer & Griller sowie Medek & Schörner aus Großebersdorf - zusammen, sondern legt auch einen interessanten strategischen Schwerpunkt auf Digitalisierung und Automatisierung. Darüber hinaus war ein weiterer Schwerpunkt der Reise ein Austausch mit dem Technopol Mirandola. Mirandola fokussiert sich auf den Bereich der Biomedizin, es werden aber auch Beratung in den Bereichen Kosmetik und Agro-Food angeboten. Im Zuge der Delegationsreise wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem ecoplus Technopol Krems, das ein Zentrum für Gesundheitstechnologie ist, und dem Technopol Mirandola unterzeichnet.

Durch das Kooperationsabkommen soll die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Institutionen gestärkt und der Informationsaustausch weiter forciert werden. Außerdem ist eine Zusammenarbeit von Niederösterreich und der Region Emilia-Romagna im Bereich der Digitalisierung im Gespräch. Hier orteten Landesrätin Bohuslav und Regionalministerin Costi zahlreiche Anknüpfungspunkte für vertiefende Gespräche. Auf dem Programm stand ebenfalls die Besichtigung des Großrechenzentrums von Cineca. Cineca ist ein gemeinnütziges Konsortium, das aus 67 italienischen Universitäten und zehn Institutionen besteht. SCAI (SuperComputing Applications and Innovation) ist die Abteilung für Hochleistungsrechner von CINECA, das größte Rechenzentrum Italiens und eines der größten in Europa.

Die von ecoplus organisierte Delegationsreise stand im Zeichen von Digitalisierung und Forschung, wobei auf dem Programm auch ein Firmenbesuch im Lebensmittelbereich bei Granarolo, der wichtigsten italienischen Milchproduktionskette, stand. Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav dazu: „Italien zählt seit Jahren zu den Top 3 Exportmärkten Niederösterreichs und die Emilia-Romagna ist nicht nur eine Region, die die Krisenjahre sehr gut überstanden hat, sondern sie ist auch mit ihrer wirtschaftlichen Struktur mit Niederösterreich vergleichbar. Es war daher für uns sehr interessant zu sehen, wie hochtechnologisch ausgerichtete Vorzeigeunternehmen das Thema Digitalisierung handhaben.“

„Als Wirtschaftsagentur des Landes haben wir großes Interesse daran, dass sich der positive Austausch zwischen der Emilia-Romagna und Niederösterreich sowohl im Rahmen der Forschung als auch im Exportbereich weiter intensiviert. Digitalisierung ist das große Zukunftsthema, das bei uns allen ganz oben auf der Agenda steht. Hier können wir viel voneinander lernen, wie diese Studienreise in die Emilia-Romagna eindrucksvoll gezeigt hat“, so ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.noel.gv.at
http://www.ecoplus.at

 

 

 

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