Pernkopf: Feinstaub in letzten Jahren um fast 30 Prozent gesunken
St. Pölten (nlk) - 46 Messstellen überwachen rund um die Uhr die Luftqualität in Niederösterreich.
Sowohl eine aktuelle Bilanz als auch der langfristige Trend sind positiv. „Saubere Luft steht für Lebensqualität
und ist wichtig für unsere Gesundheit. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass wir für das Jahr 2018 eine
positive Feinstaubbilanz ziehen können. Die Maßnahmen der letzten Jahre greifen, die Werte sinken. Dieser
Trend soll sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Zusätzlich
werden die aktuellen Luftgüte-Werte auf einer erneuerten Website ab sofort leicht verständlich und umfassend
dargestellt.
„In den letzten sechs Jahren kam es zu keinen Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte. Der Grenzwert für
den Jahresmittelwert wurde in Niederösterreich ohnehin noch nie überschritten“, zieht Pernkopf Resümee.
Auch langjährige Trends zeigen, dass sich die Luftqualität ständig verbessert. Der durchschnittliche
jährliche Feinstaub-Immissionswert ist seit 2005 um 29 Prozent gesunken.
Seit 2013 ist ein umfangreiches Feinstaubpaket in Niederösterreich in Kraft. Darin werden in allen Sektoren
vom Verkehr, dem Hausbrand, bis hin zum Energie- und Industriesektor Maßnahmen gesetzt. Eine Maßnahme
des Programms ist unter anderem das Fahrverbot für LKWs der Abgasklasse „EURO-I“ und „EURO-II“ im Wiener Umland,
das seit 2016 in Kraft ist.
„Dass in Niederösterreich die Feinstaubbelastung erneut unter dem Grenzwert liegt, ist sehr erfreulich. Wir
alle können einen Beitrag leisten, damit das so bleibt. Häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen,
kurze Strecken zu Fuß gehen oder mit Fahrrad fahren. Und wer Produkten aus der Region den Vorrang gibt, stärkt
die regionale Wirtschaft und vermeidet lange, schmutzige Transportwege“, empfiehlt VCÖ-Sprecher Christian
Gratzer. Auch durch weniger Silvesterfeuerwerke könnte z.B. ein „Feinstaubtag“ vermieden werden.
Auch bei anderen Luftschadstoffen zeigen sich ähnlich positive Entwicklungen: Die Ozonbelastung war im Sommer
2018 trotz der lang andauernden Hitzewelle sehr gering und auch die Stickstoffdioxid-Immissionen sind rückläufig.
Sowohl die erlaubten Jahresmittelwerte, als auch die maximal zulässigen Halbstunden-Mittelwerte wurden in
Niederösterreich flächendeckend eingehalten. Der durchschnittliche Jahresmittelwert der Stickstoffdioxid-Immissionen
sank seit 2005 um 17 Prozent und lag 2018 bei 15 µg/m³. Zum Vergleich: Der gesetzliche Grenzwert gemäß
Immissionsschutzgesetz-Luft liegt bei 35 µg/m³.
Aktuell wurde nun der Internetauftritt der NÖ Luftgüteüberwachung neu gestaltet. Die Luftgüte-Informationen
können damit ab sofort auch auf mobilen Geräten und Smartphones angezeigt werden. Angezeigt werden die
Messdaten von Feinstaub, Ozon, Schwefeldioxid, Stickoxide sowie Kohlenstoffmonoxid. Neben den aktuellen Luftgütedaten
werden auf der neuen Homepage auch meteorologische Messdaten wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit
und Windrichtung sowie Böen dargestellt. Ergänzend werden auf der Homepage auch Hintergrundinformationen
wie z.B. gesetzliche Grenzwerte, aktuelle Berichte und der gemeindegenaue Emissionskataster dargestellt.
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