Niederösterreich ist Exportmotor der Ostregion

 

erstellt am
02. 01. 19
13:00 MEZ

St. Pölten (ecoplus) - Die aktuellste Exportstatistik der Statistik Austria für das erste Halbjahr 2018 bestätigt: "Niederösterreich ist der Exportmotor der Ostregion. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 hat die niederösterreichische Exportwirtschaft Waren im Wert von 11,9 Milliarden Euro ausgeführt. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von beeindruckenden 8,3 Prozent. Damit festigen die blau-gelben Betriebe ihren Status als Exportmotor der Ostregion", betonen Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl und Industriellenvereinigung-Präsident Thomas Salzer.

Wien reduzierte im gleichen Zeitraum seine Exporte um 6,9 Prozent, das Burgenland steigerte seine Warenausfuhren um 4 Prozent. Nur die Steiermark und Salzburg konnten ein stärkeres Exportwachstum als Niederösterreich verzeichnen. Sogar der traditionelle Exportkaiser Oberösterreich wuchs mit 4,9 Prozent weniger stark als Niederösterreich.

Wichtigster Handelspartner für die heimische Wirtschaft bleibt mit einem Exportvolumen von 3,5 Milliarden Euro weiterhin Deutschland. Mit einer Steigerung von drei Prozent der Warenausfuhren zu unseren Nachbarn konnte der deutsche Markt seine Position in der blau-gelben Exportstatistik noch weiter ausbauen. Weiterhin zeigt die Top Ten der Exportstatistik die herausragende Bedeutung der Osteuropäischen Länder. Mit der Tschechischen Republik (Platz 3, 688 Mio. Euro, 8,9 Prozent), Ungarn (Platz 4, 647 Mio. Euro, 14,7 Prozent), Polen (Platz 6, 533 Mio. Euro, 16,9 Prozent), Slowakei (Platz 8, 420 Mio. Euro, 10,4 Prozent) und Slowenien (Platz 10, 304 Mio. Euro, 11,6 Prozent) sind gleich sechs Länder Osteuropas unter den Top Ten. Darüber hinaus zählen Italien (Platz 2, 692 Mio. Euro, 4,8 Prozent), die USA (Platz 5, 552 Mio. Euro, 5,5 Prozent) und Frankreich (Platz 9, 384 Mio. Euro, 7,4 Prozent) zu den wichtigsten Exportmärkten Niederösterreichs. Beeindruckend ist mit 36,5 Prozent das Exportwachstum nach Rumänien (272 Mio. Euro, Platz 11), das im 1. Halbjahr 2018 den Weg in die Top 10 nur knapp verpasste. Auch die Exporte nach Russland (183 Mio. Euro) entwickelten sich mit einem Plus von über 30 Prozent sehr positiv. Eine leichte Verbesserung ist auch in Richtung Türkei zu vermerken (108 Mio. Euro, +6,8 Prozent).

"Mit unserer Internationalisierungsagentur ecoplus International legen wir mit unseren Auslandsbüros, die schwerpunktmäßig in Osteuropa angesiedelt sind, seit Jahren den richtigen Fokus, das belegt diese Exportstatistik. Darüber hinaus setzen wir 2019 mit Frankreich und China auf zwei sehr spannende Exportmärkte. Während die Exporte nach Frankreich mit 7,4 Prozent deutlich wuchsen, ging unser Exportvolumen nach China um 7,5 Prozent zurück. Das zeigt auch, dass es wichtig ist einerseits unser Engagement in China zu erhöhen, hier ist noch mehr Potenzial vorhanden und andererseits, dass man im Exportgeschäft auf mehrere Pferde setzen muss, um Schwankungen zu kompensieren", unterstreicht Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Für Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), "stärkt der Boom der heimischen Exportwirtschaft über indirekte Effekte auch nicht-exportierende Unternehmen und den gesamten Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Besonders bemerkenswert ist mit einem Plus von 5,5 Prozent das starke Exportwachstum in Richtung USA. Mit einem Exportvolumen von 551 Mio. Euro ist die USA der wichtigste Exportmarkt Niederösterreichs außerhalb Europas. Die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer mit ihren 110 Standorten unterstützt unsere Exporteure auf der ganzen Welt und fungiert darüber hinaus auch als Innovationsagentur."

Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, betont: "Wir wissen aus einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter unseren Industriebetrieben, dass vier von zehn Unternehmen planen, ihre Investitionstätigkeit in den nächsten zwölf Monaten auszuweiten. Das wird auch positive Auswirkungen auf das Exportvolumen der heimischen Industriebetriebe haben - und nicht zuletzt auf den gesamten Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Exportierende Unternehmen sind schließlich produktiver als nicht-exportierende Betriebe und weisen um durchschnittlich 23 Prozent höhere Löhne auf."

Die niederösterreichischen Ausfuhren nach Großbritannien gingen um ein Prozent auf 254 Mio. Euro zurück, Großbritannien liegt damit auf dem zwölften Platz der wichtigsten Exportländer Niederösterreichs. "Wir spüren die Unsicherheit der heimischen Betriebe in Bezug auf den Brexit. Viele sind sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, mit dem Vereinigten Königreich Geschäfte zu machen. Ein "Hard Brexit" wird die heimische Wirtschaft in ihrer Gesamtheit nicht in die Krise stürzen. Aber eine geordnete Scheidung mit dem Vereinigten Königreich ist aus wirtschaftlicher Sicht die einzig sinnvolle Lösung. Daher ist Großbritannien aus unserer Sicht dringend gefordert, der Austrittsvereinbarung zuzustimmen", betonen Wirtschaftslandesrätin Bohuslav, Wirtschaftskammerpräsidentin Zwazl und Industriellenvereinigung-Präsident Salzer.

 

 

 

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