OeNB erwartet bis 2021 sinkende Inflationsraten

 

erstellt am
11. 01. 19
13:00 MEZ

Wien (oenb) - Laut aktueller Prognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird die Inflationsrate im Jahr 2019 2,1 % betragen und in der Folge auf 2,0 % (2020) sowie auf 1,9 % (2021) zurückgehen. Für den Inflationsrückgang ist vor allem die erwartete Rohölpreisentwicklung ausschlaggebend und ab 2020 die sich abschwächende Konjunktur. Eine Evaluierung der OeNB-Inflationsprognose bestätigt deren hohe Genauigkeit.

Zuletzt stabile Inflationsentwicklung in Österreich
Die österreichische HVPI-Inflationsrate belief sich im November 2018 auf 2,3 % und blieb damit seit August 2018 weitgehend unverändert. Die zuletzt inflationsdämpfenden Effekte der Rohstoffpreise und die gegenläufige Entwicklung, die von der binnenwirtschaftlichen Nachfrage- und der Arbeitskostenentwicklung ausgeht, halten einander die Waage. Die Kerninflationsrate (HVPI ohne Energie und Nahrungsmittel) erreichte im November 2018 1,8 % und liegt damit derzeit deutlich unter der HVPI-Inflationsrate.

OeNB erwartet mittelfristig einen Rückgang der Inflation auf 1,9 %
Die OeNB erwartet für Österreich im Jahr 2019 eine HVPI-Inflationsrate von 2,1 %, gefolgt von 2,0 % für 2020 und 1,9 % im Jahr 2021. Der prognostizierte Rückgang der Inflationsrate basiert auf der Erwartung niedrigerer Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln. Auch die Abschwächung der konjunkturellen Dynamik wird ab 2020 zu einer sinkenden Inflationsrate beitragen. Die verbesserte Arbeitsmarktsituation führt allerdings zu einer erheblichen Beschleunigung des Lohnstückkostenwachstums, weshalb die Kerninflationsrate 2019 bis 2021 über der HVPI-Inflationsrate liegen wird (2019 und 2020: 2,2 %; 2021: 2,0 %).

Hohe Treffgenauigkeit der OeNB-Inflationsprognose
Die aktuelle Ausgabe von „Inflation aktuell“ evaluiert als Schwerpunktthema die Prognosequalität der OeNB-Inflationsprognose und vergleicht sie mit jener des WIFO und der Prognose von Consensus Economics (einem Durchschnitt der Österreich-Prognosen von Forschungsinstitutionen und professionellen Analysten). Die OeNB erstellt vier Mal pro Jahr Prognosen für die österreichische Inflationsentwicklung, die in die gesamtwirtschaftlichen Projektionen für das Euro-Währungsgebiet einfließen. Für den EZB-Rat sind diese Projektionen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für geldpolitische Beschlüsse. Die Auswertung der Treffgenauigkeit dieser Inflationsprognosen zeigt, dass die OeNB im Vergleich zu Consensus Economics niedrigere Prognosefehler aufweist. Im Vergleich zum WIFO gibt es keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Treffgenauigkeit.

 

 

 

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