LR Zafoschnig und LR Gruber nutzen Chancen aus Vernetzung von Tourismus und Landwirtschaft
und investieren 400.000 Euro - Verein „Gut.Sauber.Fair – Slow Food Kärnten“ entwickelt weltweit ersten Maßnahmenkatalog
für Slow Food Villages
Klagenfurt (lpd) - Authentische, heimische Kulinarik und die regionale Küche eines Reisezieles spielen
bei der Urlaubsentscheidung eine immer wesentlichere Rolle. „Auf diesen Trend haben wir in Kärnten frühzeitig
reagiert und mit dem Slow-Food Pilotprojekt im Lesachtal/Gailtal weltweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Kärnten
ist die 1. Slow Food Travel Destination, die die heimische Kulinarik als touristisches Leitprodukt entwickelt und
für Gäste begehrte Erlebnisangebote schafft. Diese Stärke stärken wir weiter und investieren
nachhaltig in die Erlebbarkeit der Kärntner Kulinarik für Gäste und Einheimische“, so Tourismuslandesrat
Ulrich Zafoschnig am 15. Jänner anlässlich einer Sitzung der Kärntner Landesregierung.
Beschlossen wurden heute 400.000 Euro aus dem Tourismus- und dem Agrarreferat für die Weiterentwicklung der
Slow-Food Initiative in Kärnten. „Unser Ziel ist es, die Chancen, die sich aus der Vernetzung von Landwirtschaft
und Tourismus ergeben, bestmöglich zu nutzen und damit auch die klein strukturierte bäuerliche Landwirtschaft
in Kärnten zu stärken“, hebt Agrarlandesrat Martin Gruber hervor. „Mit dem Genussland Kärnten als
Partner auch im Projekt Slow Food haben wir in Kärnten zwei starke Säulen für sichere, hochwertige,
heimische Produkte und spannen den Bogen vom Produzenten bis zum Tourismus“, so Gruber.
Zehn neue Slow-Villages sollen mit den Investitionen in Kärnten entstehen. „Mit den neuen Slow Food Villages
werden Kärntens Dörfer durch Spezialisierung und Inszenierung zu einem erhaltenswertem kulturellen Erbe“,
so Zafoschnig. Der Verein Gut.Sauber.Fair - Slow Food Kärnten arbeite derzeit neben der Entwicklung von Slow-Food
Villages auch an dem österreichweit ersten Slow-Food Handlungsleitfaden. Dieser werde beispielhaft für
die österreichischen Regionen sein.
Kärntner Kulinarik zum touristischen Leitprodukt zu entwickeln, entspreche der Kärntner Landestourismusstrategie
mit dem Schwerpunkt „Alpen-Adria-Kultur Genuss Kärnten“ sowie dem Kärntner Regierungsprogramm 2018-2023.
„Mit den heute beschlossenen Investitionsmitteln aus Tourismus und Landwirtschaft setzen wir unser gemeinsames
Bekenntnis zur Kärntner Kulinarik in die Tat um und holen die hervorragenden regionalen Produkte vor den Vorhang“,
so Zafoschnig.
Mit der Weiterentwicklung und Umsetzung der Slow-Food Bewegung in Kärnten „integrieren wir Kulinarik unmittelbar
in die Destinationsentwicklung und signalisieren unseren vielen Lebensmittelproduzentinnen und –Produzenten, wie
wertvoll ihre Lebensmittel für die regionale Wertschöpfung sind. Slow Food soll in Kärnten gleichzeitig
zur Erhaltung des traditionellen Lebensmittelhandwerks beitragen und die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe
weiter stärken“, schließt Zafoschnig.
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