Österreichische Qualitätsstrategie auch im Ausland erfolgreich
Wien (vöm) - Milch und Milchprodukte im Ausmaß von € 1,23 Mrd. konnten die heimischen Molkereien
im Jahr 2018 exportieren. Dies entspricht einem Plus von € 48 Mio. oder 4,1% im Vergleich zum Vorjahr. „Dies zeigt,
dass es der österreichischen Molkereiwirtschaft im letzten Jahr gelungen ist, mit heimischer Qualitätsware
auch im Ausland zu punkten“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter
Dir. Helmut Petschar zu den nunmehr vorliegenden vorläufigen Außenhandelszahlen der Statistik Austria.
Ebenfalls gestiegen sind - wenn auch in einem etwas geringeren Ausmaß - die Importe von Milchprodukten. Diese
erreichten einen Gesamtimportwert von € 831 Mio., damit konnte ein leicht gestiegener positiver Außenhandelssaldo
von € 401 Mio. erreicht werden. Der steigende Importteil zeigt allerdings, dass der Außenhandel keine Einwegstraße
ist, sondern Österreich auch ein sehr begehrtes Absatzland für ausländische Milchproduzenten darstellt.
Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse, hier wurden 152.000 Tonnen um € 617 Mio. exportiert, während
121.000 Tonnen um € 476 Mio. importiert wurden, gestiegen sind Importe als auch Exporte, wobei die Durchschnittserlöse
im Export leicht zulegen konnten und die Importpreise leicht zurückgingen. Zweitwichtigste Exportgruppe sind
flüssige Milchprodukte, hier kam es exportseitig zu einem Rückgang auf 655.000 Tonnen oder € 289 Mio.,
gefallen sind die Versandmilchmengen, was Hinweise auf die höhere Verarbeitungstiefe in Österreich gibt,
während steigende Importe im Ausmaß von 207 Mio. Tonnen um € 111 Mio. erfolgten. Drittwichtigste Gruppe
ist der Bereich fermentierte Milchprodukte, Joghurt usw. Hier gab es leichte mengenmäßige Rückgänge
bei leicht steigenden Preisen im Export, ähnlich gab es rückläufige Importmengen. Die Molkeexporte
sind bei leicht rückläufigen Mengen auf € 104 Mio. gestiegen, die Importe an Molkeprodukten betrugen
€ 47 Mio. Bei Butter kam es zu Importen von 17.500 Tonnen, während 3.700 Tonnen exportiert wurden. Wichtigste
Exportländer waren Deutschland, Italien und Australien, Hauptimportländer waren ebenfalls Deutschland
und Italien gefolgt von den Niederlanden.
Der hohe Exportanteil in der österreichischen Milchwirtschaft zeigt, wie wichtig die Wettbewerbsfähigkeit
auf den internationalen Märkten ist, hier konnte Österreich vor allem durch seine hohen Qualitäten
punkten. Gleichfalls müssen wir allerdings einen steigenden Importanteil feststellen, wobei diese Produkte
vor allem bei den Preiseinstiegsmarken im Lebensmittelhandel und in der Verarbeitung landen. Eine verbesserte Herkunftskennzeichnung
könnte hier Abhilfe schaffen. „Wenn der Konsument die Herkunft und damit die Produktionsweise der Lebensmittel
nicht erfährt, hat er keine gute Entscheidungsgrundlage für den täglichen Einkauf, eine gute Herkunftskennzeichnung
ist daher dringend notwendig“, ergänzte Petschar.
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