Sanierung, Erweiterung und städtebauliche Attraktivierung bis 2022
Schwaz/Innsbruck (lk) - Am 25. April erfolgte mit dem Spatenstich im Innenhof der BH Schwaz der Start
für die Bestandsanierung und Erweiterung der Bezirksbehörde. Der Umbau ist ein partnerschaftliches, städtebauliches
Entwicklungsprojekt von Land Tirol, Stadt Schwaz sowie der Stadtwerke Schwaz und bringt für die Stadtgemeinde
eine Attraktivierung der Innenstadt. LH Günther Platter betont: „Ein Jahr nach dem 150-jährigen-Jubiläum
der Bezirkshauptmannschaften steht für die BH Schwaz nun ein großer Schritt in Richtung Zukunft an.
Nach rund 25 Jahren seit den letzten Instandsetzungsmaßnahmen gilt es jetzt, die BH Schwaz zukunftsfit und
noch bürgernäher zu machen. Das Bauprojekt ist ein klares Bekenntnis zu den Bezirken und zu dezentralen
Verwaltungsstrukturen.“ Das Budget für den Umbau beträgt insgesamt rund neun Millionen Euro, die Stadt
Schwaz leistet einen Kostenbeitrag von einer Million Euro. Im Juni 2022 sollen die umfassenden Bauarbeiten abgeschlossen
sein, im Zuge derer der Innenhof der BH und damit die Passage Wopfnerstraße – Franz-Josef-Straße für
den Zeitraum von zwei Jahren gesperrt sein wird.
Investition in zeitgemäße Bezirksverwaltung
„Die Tiroler Bezirkshauptmannschaften sind auch immer Partner der Städte und Gemeinden. Als Gemeindereferent
des Landes freut es mich, dass wir hier gemeinsam ein Projekt verwirklichen, welches die Zusammenarbeit der Bezirksverwaltung
mit den Gemeinden für die Zukunft absichert und so direkt den Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk
Schwaz zu Gute kommt“, so der für Hochbau und Gemeinden zuständige LR Johannes Tratter. Ein wichtiger
Punkt des Erweiterungsprojekts ist für BH Michael Brandl die Errichtung eines zeitgemäßen, direkt
erreichbaren Bürgerservice im Erdgeschoß: „Es geht um einen qualitativen Ausbau der Behörde als
Servicestelle für den Bezirk Schwaz. Wir wollen auch weiterhin eine dienstleistungsorientierte, bürgernahe
Verwaltung bieten.“ Neben einer Kompletterneuerung der Verkabelung und Anpassung der IT-Infrastruktur ist auch
ein Multifunktionsraum mit Notstromaggregat geplant, der im Bedarfsfall als Katastropheneinsatzraum dient. „ Mit
der Errichtung einer Photovoltaikanlage am Dach der BH werden wir außerdem zum teilweisen Selbstversorger
und leisten einen Beitrag zur Energieautonomie des Landes“, so BH Brandl.
Schwazer Innenstadt wird attraktiver
Das Bauprojekt berücksichtigt auch die Interessen der Stadtgemeinde Schwaz. „Die Erweiterung der BH stellt
für die Schwazerinnen und Schwazer einen städtebaulichen Gewinn dar, deshalb beteiligen wir uns auch
finanziell mit einer Million Euro. Aufgrund der zentralen Lage der BH in der Franz-Josef-Straße zwischen
Stadtpfarrkirche und Rathaus handelt es sich um eine Investition in die Attraktivität der Innenstadt“, erklärt
Bürgermeister Hans Lintner. Im Zuge der Baumaßnahmen wird der Innenhof der BH als wichtige Nord-Süd-Achse
zwischen der Wopfnerstraße und der Franz-Josef-Straße überdacht und zum innerstädtischen
Veranstaltungsraum. Die Tiefgaragendecke unterhalb der BH und der Innenhofplatz werden saniert. „Die Passage wird
deshalb zeitweise gesperrt sein, dafür bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis“,
so Bgm Lintner. Im Innenhof wird auch eine öffentliche WC-Anlage für Einheimische und Gäste errichtet.
Eine neue Liftanlage aus der Tiefgarage heraus – direkt zum Haupteingang der BH – ermögliche laut Bgm Lintner
auch die barrierefreie Erschließung der Geschäfte in der Franz-Josef-Straße.
Dass der Innenhof der BH künftig den Namen „Maximilianplatz“ tragen wird, ist für LH Platter im Maximilianjahr
2019 ein besonderes Zeichen: „Mit dem ‚Maximilianplatz‘ wird der Kaiser auch in Schwaz einmal mehr sichtbar – nachhaltig
und für viele Jahre.“
„Tiroler Weg“ bei Sicherheit in Amtsgebäuden
Die BH Schwaz ist Pilotpartner der Bezirkshauptmannschaften zur Sicherheit in Amtsgebäuden. Von den budgetierten
neun Millionen Euro stehen eine halbe Million Euro für das Sicherheitskonzept zur Verfügung. „Bei der
Sicherheit gehen wir den Tiroler Weg, bei dem Bürgernähe und eine barrierefrei Verwaltung im Vordergrund
stehen. Wir wollen das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Bürgerinnen und
Bürger erhöhen, aber keine Verunsicherung schaffen“, betont LH Platter. Beim Haupteingang zur BH werden
eine Portierloge sowie Alarmierungs- und Überwachungseinrichtungen eingeplant. „Eine völlige Kontrolle
in den dezentralen bürgernahen Behördeneinrichtungen wäre ein falsches gesellschaftspolitisches
Signal“, sind sich LH Platter und BH Brandl einig.
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