Der erste englischsprachige Film der österreichischen Regisseurin Jessica Hausner feiert
seine Weltpremiere auf den 72. Filmfestspielen von Cannes.
Cannes/Wien (bmdw) - Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck freut sich über die Einladung
von „Little Joe“ in den Wettbewerb um die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes. „Die Teilnahme am Wettbewerb
alleine ist schon eine große Auszeichnung für die internationale Koproduktion unter österreichischer
Federführung“, so die Ministerin, deren Ressort das Projekt über die Filmförderung FISA unterstützt.
Besonders möchte die Ministerin positiv hervorheben, dass der Film auf starke Frauen vor und hinter der Kamera
setzt - wie schon die FISA-geförderte Produktion „Der Boden unter den Füßen“ von Marie Kreutzer,
die im Februar im Wettbewerb der Berlinale erfolgreich Premiere feierte. Für Jessica Hausner ist es nicht
die erste Einladung nach Cannes; bereits drei ihrer früheren Filme, „Lovely Rita“, „Hotel“ und „Amour Fou“
waren in der Sektion Un Certain Regard zu den Filmfestspielen geladen. Mit „Little Joe“ läuft nun der erste
Film der Regisseurin, die seit 2017 Mitglied der Oscar-Akademie ist, im Hauptbewerb an der Côte-d’Azur.
Die österreichisch-britisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion, majoritär von der coop99 hergestellt, konnte
mit Emily Beecham und Ben Whishaw Publikumslieblinge für die Hauptrollen gewinnen, die spätestens seit
„James Bond“, „Das Parfum“ oder „Hail, Ceasar!“ zu den Fixstartern auf den roten Teppichen zählen. Beecham
verkörpert in „Little Joe“ die leidenschaftliche Wissenschaftlerin Alice. Als Pflanzenzüchterin im Bereich
der Grünen Gentechnik entwickelt Alice eine neue Spezies, die jedoch mit der Zeit unheimliche Veränderungen
bei Mensch und Tier hervorzurufen scheint und ein Spiel zwischen verschiedenen Wahrheiten entstehen lässt,
an dessen Ende die Frage nach der eigenen Identität steht.
Gedreht wurde der Thriller um die liebevoll „Little Joe“ genannte gentechnisch manipulierte Pflanze neben England
und Deutschland vorwiegend in Wien und Krems an der Donau, womit der inhaltlich brisante Film neben seinem Festivalerfolg
auch eine Wertschöpfung im Inland von mehr als 2,3 Mio. Euroerzielt. Die Weltpremiere findet am 17. Mai im
Palais du Festival in Cannes statt. Ministerin Schramböck drückt die Daumen für die Preisverleihung
am 25. Mai. Ebenfalls gratuliert die Ministerin dem Regisseur Andreas Horvarth zur Einladung in die unabhängige
Parallel-Sektion Quinzaine des Réalisateurs mit seinem neuesten Werk „Lillian“. Die FISA-geförderte
Produktion feiert seine Weltpremiere am 20. Mai in Cannes.
FISA in Cannes
Während des Filmfestivals öffnet der von FISA unterstützte Film Pavilion der AUSTRIAN Film Commissions
& Funds am Marché du Film einem internationalen Fachpublikum seine Pforten. Ziel ist die Bewerbung des
Filmstandortes Österreich und die Vernetzung der österreichischen und internationalen Filmbranche. „Diese
Maßnahme leistet einen wichtigen Beitrag für zukünftige internationale Projekte mit FISA-Beteiligung“,
ist die Ministerin überzeugt.
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