LHStv. Prokop zieht positive Zwischenbilanz
St. Pölten (nlk) - Eine erfreuliche Zwischenbilanz der "Gleichbehandlung in Niederösterreich"
zieht Landeshauptmann- stellvertreterin Liese Prokop. "Seit Juli 1997 traten in Niederösterreich auf
Basis des NÖ Gleichbehandlungsgesetzes insgesamt bereits zehn Frauenförderungs- programme erfolgreich
in Kraft. Diese umfassten neben dem Land Niederösterreich auch zahlreiche Städte und Gemeinden wie St.
Pölten, Krems, Wiener Neustadt, Waidhofen an der Ybbs, Klosterneuburg, Gmünd, Stockerau, Amstetten und
Perchtoldsdorf. Derartige Förderprogramme haben Bedienstetenanalysen, Ziele hinsichtlich der Frauenanteile
und einen Katalog mit frauen- und familienfreundlichen Maßnahmen zum Gegenstand", so Prokop.
"Gerade das Land Niederösterreich unternimmt größte Anstrengungen, seine für das Jahr
2006 gesteckten Ziele zu erreichen und konnte gerade auf der Top-Ebene der NÖ Landesverwaltung bereits beachtliche
Zwischenerfolge erzielen. Seit das neue Frauenförderungsprogramm im Juni 2000 in Kraft getreten ist, hat sich
die Zahl der weiblichen Bezirkshauptleute auf zwei verdoppelt und die Anzahl der Abteilungsleiterinnen von zwei
auf fünf erhöht. Erstmals wurde auch eine Frau zur Abteilungsleiter-Stellvertreterin in der strategisch
wichtigen Personalabteilung bestellt. Dieser erfreuliche Trend setzt sich auf allen anderen Ebenen fort",
skizziert Prokop die wesentlichsten Fortschritte.
Besonders stolz zeigt sich Prokop angesichts der Tatsache, dass nach dem Frauenförderungsprogramm 2000 mit
dem Projekt "Mentoring im NÖ Landesdienst" ein weiterer struktureller Meilenstein in der Frauenförderung
gesetzt werden konnte. "Erstmals wird Mentoring als spezielle frauenfördernde Maßnahme in der NÖ
Landesverwaltung in Form eines Pilotprojektes erprobt." Bereits am 12. Februar startet dieses Vorhaben mit
einer detaillierten Informationsveranstaltung für alle Bezirkshauptleute und die AbteilungsleiterInnen des
Amtes der NÖ Landesregierung. Im Rahmen von Mentorschaften unterstützen und beraten erfahrene Mentoren
bzw. Mentorinnen junge, vorwiegend weibliche Mentees in ihrer persönlichen und auch beruflichen Entwicklung.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Weitergabe beruflicher Erfahrungen und die Stärkung des Verständnisses
für weibliche Lebens- und Berufsverläufe mit dem Ziel, den Frauenanteil in Leitungsfunktionen zu steigern."
"Mit den Frauenförderungsprogrammen und dem Mentoring im NÖ Landesdienst bleibt das Thema ‚Gleichbehandlung'
keine hohle Phrase, sondern wird in Niederösterreich tatsächlich und nachhaltig gelebt", so Prokop
abschließend. |