Swoboda: Irak ist keine Spielwiese
für Kriegsprofiteure
 

erstellt am
28. 03. 03

Schamloses Verhalten von Unternehmen - britische Politik zunehmend antieuropäisch
Wien (sk) - "Es ist geradezu peinlich und beschämend, wie sich amerikanische Firmen und in ihrem Schlepptau britische Unternehmen um Aufträge im Irak geradezu raufen. Noch sind die Kämpfe voll im Gang und schon benehmen sich diese Firmen - vor allem jene mit guten Beziehungen zur Regierung der USA - wie Aasgeier, um vom Krieg und den Zerstörungen zu profitieren." Hannes Swoboda, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Europäischen Parlaments, übte am Donnerstag (27. 03.) gegenüber dem SPÖ-Pressedienst heftige Kritik am Verhalten von amerikanischen und britischen Kriegsgewinnlern.

Hinzu komme die Ablehnung, wenigstens jetzt und nach dem Krieg die UNO in den humanitären und politischen Wiederaufbau einzuschalten. Klare Worte findet Swoboda auch zur Politik der britischen Regierung: "Wenn Großbritannien diesem Treiben nicht eine deutliche Ablehnung entgegen stellt, verletzt es immer mehr seine Verpflichtung zur europäischen Solidarität und zur Vertretung von europäischen Interessen." Es stelle sich zunehmend die Frage, so Swoboda abschließend, "warum dieses Land der Europäischen Union beigetreten ist, wenn es so wenig europäisches Verhalten zeigt."
     
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