OMV erwirbt neue Explorationslizenzen in Libyen  

erstellt am
30. 05. 03

Verträge zur Exploration von 6 Blöcken unterzeichnet – OMV setzt sich gegen internationalen Mitbewerb durch – Position in Libyen wird ausgebaut
Wien (omv) - OMV, der führende Öl- und Erdgaskonzern Zentral- und Osteuropas, hat Verträge zur Erdölsuche in sechs libyschen Explorationsblöcken unterzeichnet. Die Lizenzen wurden von der staatlichen libyschen Ölgesellschaft National Oil Corporation (NOC) erteilt. Konsortialpartner und Betriebsführer ist der spanische Erdölkonzern Repsol YPF. An den vier onshore und zwei offshore Explorationsblöcken hält OMV 40% und Repsol YPF 60%.

Helmut Langanger, OMV Vorstand für Exploration und Produktion: "Mit diesen attraktiven Explorationslizenzen bauen wir unsere starke Position in Libyen weiter aus, das bereits heute das wichtigste internationale E & P-Land im OMV Konzern ist."

Die Explorationsblöcke waren im Rahmen eines internationalen Bieter-verfahrens anlässlich der Zawia Oil Investment Conference im Jahr 2000 ausgeschrieben worden. OMV und Repsol YPF konnten sich gegen eine Reihe internationaler Konzerne durchsetzen. Bei den sechs Lizenzen handelt es sich um das so genannte Explorationspaket 1, mit einer Fläche von insgesamt 76.700 km². Die vier onshore Blöcke M1, S36, K1 und K3 befinden sich in den Murzuk-, Sirte- und Kufra-Becken, die beiden offshore Blöcke O9 und O10 befinden sich unmittelbar vor der Küste Libyens.

Bis 2009 werden die beiden Konsortialpartner zwölf Explorationsbohrungen durchführen und über rund 6.500 km seismische Messungen vornehmen. Die geschätzten Explorationsaufwendungen sollten sich auf insgesamt rund 90 Mio USD belaufen (100%).

OMV in Libyen
OMV ist seit der Akquisition von 25% der Produktion von Occidental Petroleum im Jahr 1985 in Libyen aktiv. Seitdem baute OMV das Land sukzessive zu einer Kernregion ihrer E&P Aktivitäten aus. Verträge mit der staatlichen libyschen Ölgesellschaft NOC, der spanischen Repsol YPF und der französischen Total zur Entwicklung des riesigen Feldes El Shararah waren ein Meilenstein in diese Richtung. Im Jahr 2000 stieß der OMV Konzern im Block NC 186 in unmittelbarer Nachbarschaft auf beachtliche Ölvorkommen. Das A-Feld in NC 186 soll im ersten Quartal 2004 in Produktion gehen. Derzeit fördert die OMV in Libyen rund 23.000 Barrel pro Tag (bbl/d).

OMV Exploration und Produktion (E&P)
2002 förderte OMV rund 20 Mio bbl Rohöl und NGL (natural gas liquids) sowie rund 66 Mrd Kubikfuß (zirka 1,75 Mrd m³) Erdgas. Bis 2008 plant das Unternehmen seine tägliche Fördermenge des Jahres 2002 (83.000 boe) auf 160.000 boe zu verdoppeln. Die OMV begann 1985 mit Beteiligungen in Libyen das internationale E & P-Geschäft zu entwickeln. Derzeit verfügt der Konzern über ein ausgewogenes internationales E & P-Portfolio in 14 Ländern. Kernregionen des E & P-Bereichs sind derzeit Österreich, Libyen und Großbritannien. Mit der für 2003 zu erwartenden Produktionssteigerung in Pakistan und Australien/Neuseeland sollten sich diese Länder 2003 ebenfalls zu Kernregionen mit einer Produktion von je mindestens 15.000 boe/d entwickeln. Per Jahresende 2002 hat das Unternehmen seine tägliche Produktionsmenge bereits auf 100.000 boe/d gesteigert. Im Jänner 2003 hat die OMV das internationle E&P-Geschäft der Preussag Energie GmbH erworben. Nach dem Closing wird die OMV in 17 Ländern tätig sein.


OMV Aktiengesellschaft
Mit einem Konzernumsatz von 7,08 Mrd EUR im Jahr 2002, einem Mitarbeiterstand von 5.828 sowie einer Marktkapitalisierung von 2,7 Mrd EUR ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Als führendes Öl- und Gasunternehmen Zentral- und Osteuropas ist der OMV Konzern in 12 dieser Länder im Bereich Raffinerien und Marketing (R & M) tätig, mit dem Ziel bis 2008 den Marktanteil auf 20% zu verdoppeln. OMV betreibt internationale Explorations- und Produktionsaktivitäten (E & P) in 14 Ländern. Das Unternehmen besitzt integrierte Chemiebetriebe. Weiters ist OMV zu 25% an Borealis A/S, einem der weltweit führenden Polyolefin-Produzenten, mit 45% am BAYERNOIL Raffinerieverbund, mit rund 9% am ungarischen Mineralölkonzern MOL, sowie mit 25,1% an The Rompetrol Group NV, dem größten privaten Ölunternehmen Rumäniens, beteiligt.
     
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