Krisenmanagement - Hilfseinsatz im algerischen Erdbebengebiet  

erstellt am
27. 05. 03

Wien (bmi) - Ein zwölfjähriges Mädchen lebend geborgen, mehrere Leichen geortet: Das ist die Bilanz des vom Innenministerium in das algerische Erdbebengebiet entsandten Hilfsteams, bestehend aus 68 Angehörigen von Feuerwehren, des Roten Kreuzes, des Arbeitersamariterbundes sowie von Polizei und Gendarmerie. Die Österreicher mit ihren 34 Hunden kamen in den Morgenstunden des 26. Mai 2003 aus Algerien am Flughafen Wien-Schwechat an.

"Von der betroffenen Bevölkerung ist uns viel Dankbarkeit entgegen gebracht worden. Die Menschen sind froh, dass ausländische Teams da waren, um zu helfen", berichtete Einsatzleiter Harald Wieshofer, Kommandant der Diensthundeabteilung der Wiener Polizei. "Jetzt ist nichts mehr zu machen. Wenn unser Einsatz ein oder zwei Tage früher begonnen hätte, würde die Sache wahrscheinlich anders aussehen", sagte Wieshofer. Das Team war am Freitag unmittelbar nach einem entsprechenden Ersuchen der Europäischen Union in Wien binnen weniger Stunden zusammengestellt worden.

Seit 1. Mai 2003 gehört das Krisen- und Katastrophenmanagement zum Zuständigkeitsbereich des Innenministeriums. Innenminister Dr. Ernst Strasser zeigte sich besonders erfreut, dass die Suchmannschaft praktisch über Nacht, in nur wenigen Stunden zusammengestellt werden konnte. Rasche Hilfe ist in solchen Fällen besonders wichtig: Die Überlebenschancen sinken schnell. Die Zusammenarbeit der österreichischen Einsatzkräfte aus den verschiedenen Organisationen funktionierte während der Vorbereitung und im Einsatz ausgezeichnet.
     
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