Wirtschaft der Woche vom 24. 09. bis 30. 09. 2002

   
Silicon WIFI neue IT-Bildungshochburg Kärntens
Historischer Tag für die Kärntner Wirtschaft
Klagenfurt (pwk) - "Die Eröffnung des Silicon WIFI ist das beste Geburtstagsgeschenk zum 150-jährigen Bestand der Wirtschaftskammer Kärnten. Mit dem Silicon WIFI wird der Zukunftsorientierung der Kärntner Wirtschaftsvertretung Ausdruck verliehen", freute sich der Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher bei der "Silicon Night" -Eröffungsparty.
Das Silicon WIFI in der Klagenfurter Kempfstraße hat seine Pforten geöffnet. "Es ist das bisher einzige berufsbegleitende IT-Ausbildungszentrum Österreichs", so WK-Direktor Michael Stattmann. Es handelt sich um eine 10 Millionen Euro- Investition, die mit Unterstützung vom Land Kärnten und dem AMS in der Rekordzeit von 16 Monaten errichtet wurde.
Kärnten geht mit dem Silicon WIFI in eine neue Ära der IT- Fachkräfteausbildung. Mit 13 modernsten Lehrsälen, zu denen auch Test- und Selbstlern-Center gehören, Multimedia Studio sowie Zertifizierungscenter werden die Fachkräfte der Zukunft ausgebildet und in kürzester Zeit hochqualifizierte Mitarbeiter der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Dabei kann möglichst flexibel auf die Änderungen der Technologie und des Marktes reagiert werden.
Der Standort der Wirtschaftskammer Kärnten erfährt mit der Fertigstellung des Neubaues in der Kempfstraße eine wesentliche Aufwertung. WK und WIFI sind durch einen zentralen, gemeinsamen Eingang miteinander verbunden, was vor allem den Besuchern Vorteile bringt. Weitere Vorteile sind Tiefgarage, Cafe-Restaurant, ein Shop für das Büro und WIFI-Kunden sowie der neue Kindergarten für ein- bis vierjährige Kinder.

 
 bauMax-Gruppe peilt mit Osteuropa Milliardenumsatz an
Klosterneuburg (nöwpd) - Die in Klosterneuburg beheimatete bauMax AG, deren Aktien sich unverändert überwiegend in Familienbesitz befinden, setzt auch in Zukunft voll auf Expansion in Zentral- bzw. Osteuropa. Die Baumarktkette führt damit ein Konzept fort, das sich bereits in den letzten Jahren bewährt und auch heuer im ersten Halbjahr einen schönen Erfolg gebracht hat.
Denn ungeachtet einer weltweit ungünstigen Wirtschaftsentwicklung sowie des zögernden Kundenverhaltens nach der Euro-Umstellung gelang es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, den Umsatzrückgang in Österreich um 4,5 Prozent auf 255,4 Millionen Euro durch eine beachtliche Umsatzausweitung in den Wachstumsregionen Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien mit dem Zuwachs von 23,5 Prozent auf 180,7 Millionen Euro mehr als auszugleichen. Insgesamt stieg der Bruttoumsatz der bauMax Gruppe im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent auf 436,1 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter nahm im gleichen Zeitraum in Österreich um ein Prozent von 2.927 auf 2.959 zu, bei bauMax Osteuropa um 22 Prozent von 1.922 auf 2.343 (jeweils Stichtag 30. Juni). Parallel dazu ergab sich eine deutliche Ergebnisverbesserung: Das EGT erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 6,8 Millionen Euro.
bauMax-Vorstandsvorsitzender Martin Essl kommentierte diese Zahlen bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse seines Unternehmens mit der Feststellung, angesichts "nicht erfreulicher Rahmenbedingungen" stellten sie wohl "eine kleine Sensation" dar. Gleichzeitig ließ Essl keinen Zweifel, wo er für die nächste Zukunft die größten Chancen sieht. Wachstumsraten deutlich über denen der derzeitigen EU-Länder, ebenso deutlich verringerte Inflationsraten und die steigende Kaufkraft der Bevölkerung seien "sehr gute Parameter, daß wir mit dem starken Engagement in Zentral- und Osteuropa auf dem richtigen Weg sind". Man werde die Chancen nutzen, meinte Essl und schränkte in Anspielung auf mögliche Parolen gegen die EU-Osterweiterung im bevorstehenden Wahlkampf seinen Optimismus nur in einem einzigen Punkt ein: "Wenn uns die Politik nicht in den Rücken fällt..." Damit rechnet Essl allerdings nicht ernstlich, ist er doch davon überzeugt, daß der Weg des Unternehmens weiter aufwärts gehen wird. Insgesamt werde man den Umsatz heuer auf 900 Millionen Euro steigern, im nächsten Jahr, 2003, "die Umsatzschallmauer von einer Milliarde Euro durchbrechen" und so dem Ziel näher kommen, eine der zehn größten Baumarktketten in Europa zu werden.

 
Schoeller will Anteil der technischen Garne verdreifachen
Standort Hard wird für innovative Garne aufgerüstet
Hard (twp) - Die Schoeller Spinnereigruppe sieht einen ihrer Zukunftsmärkte in technischen Garnen. Die Gruppe möchte den Umsatzanteil der sogenannten Hybridgarne binnen fünf Jahren von derzeit fünf auf 15 Prozent verdreifachen.
"Der klassische Strickerei-Bereich stagniert bei etwa 75 Prozent des Umsatzes, hier wird es keine Veränderungen nach oben mehr geben", erklärt Kurt Haselwander, Vorstandsmitglied der Schoeller Eitorf AG und Geschäftsführer der Schoeller Bregenz GmbH & CoKG, dem Wirtschaftspressedienst twp.at. Die verbleibenden zehn Prozent setzt Schoeller im Automotive-Bereich um, wo aus dem Garn von Schoeller etwa hochwertige Sitzbezüge gewebt werden.
Technische Garne bestehen aus mehreren Komponenten, so auch aus Metallfasern, und können für Schnittschutz, Flammhemmung oder kugelsichere Westen und Abschirmbekleidung verwendet werden. Deshalb zeigen insbesondere Militär, Feuerwehr und die Betreiber von Ölplattformen reges Interesse. "Hier steckt viel Innovation dahinter und man ist als Lieferant nicht so preisabhängig", erklärt Haselwander in Hinblick auf die Dumping-Politik italienischer Mitbewerber auf dem Strickerei-Markt. "Mit technischen Garnen kann man als Textiler noch Geld verdienen."
Hergestellt werden die technischen Garne im Werk Hard in Vorarlberg, in das bis 2005 etwa drei Millionen Euro investiert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch die Produktion von Bregenz dorthin verlegt werden. Mit dem Umbau der 10.000 Quadratmeter großen Produktionsfläche will Schoeller bereits Ende des Jahres starten.
Ebenfalls in Hard angesiedelt ist neben der Spinnerei ein Teil der Färberei der Gruppe, der zweite Färberei-Standort findet sich im deutschen Eitorf. Da auch dieser Bereich Know-how-trächtiger als Spinnen und Weben sei, habe Schoeller seit 1998 in die beiden Standorte zehn Millionen Euro gesteckt.
Der Umkehrschluss dieser Investitionspolitik: Die stark preisabhängige Kammgarn-Produktion wird in Osteuropa konzentriert. Im Frühjahr 2002 übernahm Schoeller von der Ramie-Seiler AG die Rohweissspinnerei im slowakischen Levice. Gemeinsam mit dem bestehenden Tochterunternehmen im tschechischen Kresice will Schoeller die Produktion nächstes Jahr von 3.300 auf 5.000 Tonnen steigern. Das entspricht 80 Prozent der Gesamtproduktion. Bisher wurden in die beiden Standorte inklusive Kaufpreis rund 20 Millionen Euro investiert.
Die Schoeller Spinnereigruppe setzte im Vorjahr 78 Millionen Euro um, für heuer erwartet Haselwander etwa 85 Millionen Euro. Der Zuwachs sei auf den Kauf der Ramie-Seiler AG zurückzuführen. "Ein solches Wachstum ist in unserer Branche sonst nicht erzielbar", so Haselwander. Geliefert wird insbesondere nach Skandinavien, Litauen, Australien, Neuseeland, Deutschland, Italien, Frankreich und in die USA.
Die Gruppe beschäftigt 873 Mitarbeiter, wobei es zu einer starken Verschiebung zu Gunsten der osteuropäischen Standorte gekommen ist. In Bregenz, Hard und Eitorf wurden mehr als 150 Personen abgebaut, allein in Levice kamen jedoch 100 neue Mitarbeiter hinzu, in Kresice arbeiten derzeit 320 Personen.
Die Schoeller Spinnereigruppe repräsentiert sechs Unternehmen. Die Schoeller Bregenz GmbH & CoKG mit den 100-prozentigen Tochterunternehmen in Levice und Kresice zählt ebenso dazu wie die Schoeller Eitorf AG mit den Tochterunternehmen Austermann Vertriebs-GmbH und Schoeller- und Stahl GmbH. Alle zusammen gehören der Schweizer Albers Gruppe.

 
Bartenstein: Unternehmensübertragungen müssen entdiskriminiert werden
Erfolgreiche Unternehmensübertragungen sichern Arbeitsplätze
Wien (bmwa) - "Unternehmensgründungen sind gut, aber Unternehmensübernahmen sind auch gut", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein am Dienstag (24. 09.) anlässlich einer Pressekonferenz im Rahmen der Europäischen Seminars über Unternehmensübertragungen, das zurzeit in Wien stattfindet.
Die Übernahme eines Unternehmens soll nicht schlechter gestellt sein als eine Neugründung, zumal die Drop out Rate bei Übernahmen nach 5 Jahren mit 4 Prozent deutlich niedriger ist als bei Unternehmensgründungen mit 25 Prozent. Übertragene Unternehmen verfolgen zudem im Regelfall expansive Strategien, die zu einem dynamischen Wachstum führen, das Umsatzwachstum ist weit überdurchschnittlich und es wird um 20 Prozent je Beschäftigten mehr investiert.
Im Bereich der Gewerbeordnung, dem Arbeitsvertragsrecht, der betrieblichen Vorsorge, des Arbeitslosenversicherungsgesetzes und der Sozialversicherung hat Österreich bereits viele Maßnahmen zur Erleichterung von Unternehmensübertragungen gesetzt. Vor allem Verbesserungen im Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht müssen noch weiterentwickelt werden um eine Entdiskriminierung des Risikokapitals gegenüber des Geldkapitals herbeizuführen. So kann sich Bartenstein eine Erhöhung des steuerfreien Betrages, der derzeit bei 400.000 Euro liegt, vorstellen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, potentielle Übergeber und Übernehmer füreinander zu sensibilisieren, die Vorgangsweise bei Übertragungen nachhaltig zu entbürokratisieren und die Unternehmensübertragung als echte Alternative zur Neugründung zu positionieren.
Der Übergang eines Unternehmens von einem Eigentümer auf den nächsten ist ein natürlicher Vorgang im Lebenszyklus eines Unternehmens. Läuft diese Übertragung im Rahmen eines geplanten und strukturierten Prozesses ab, ist sie auch meist von Erfolg getragen. Da dies ein gesamteuropäisches Anliegen ist, wurde dieses Thema von der EU-Kommission aufgegriffen. Als Wirtschafts- und Arbeitsminister, so Bartenstein weiter, sei er vor allem auch an der beschäftigungspolitischen Dimension dieses Themas interessiert.
In Österreich stehen bis 2010 rund 52.000 Neuübernahmen an, das sind rund 25 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), wobei rund 440.000 Arbeitsplätze betroffen sind. Eine aktive Arbeitmarktpolitik und die Unterstützung erfolgreicher Unternehmensübertragungen sind somit untrennbar miteinander verbunden.

 
Leitl: "Südtirol als Markt für Österreich immer wichtiger"
WKÖ-Präsident trifft Landeshauptmann Luis Durnwalder in Bozen
Wien (pwk) - "Südtirol als Markt und gleichzeitig als Brücke zu Italien, dem zweitwichtigsten Exportmarkt Österreichs, gewinnt immer mehr an Bedeutung", stellt WKÖ-Präsident Christoph Leitl bei seinem Treffen mit Landeshauptmann Luis Durnwalder in Bozen fest. "Ebenso bietet Österreich mit seiner engen Verknüpfung zu den mittel- und osteuropäischen Ländern für Südtirols Unternehmen zunehmend eine Brücke in diesen Wirtschaftsraum", so Leitl.
"Die sich intensivierende wirtschaftliche Verflechtung zwischen Südtirol und Österreich nach dem EU-Beitritt - es gibt bereits 38 Niederlassungen österreichischer Unternehmen in Südtirol - findet ihren Niederschlag in stets wachsenden Exporten und Importen, wobei hier noch großes Potenzial festzustellen ist", betont der Wirtschaftskammerpräsident.
Letztes Jahr importierte Südtirol Waren im Wert von 625 Mio Euro aus Österreich (plus 4,3 % gegenüber 2000). Südtirols Exporte nach Österreich erreichten einen Wert von 263 Mio Euro (plus 5,8 %). Leitl: "Die Ähnlichkeit der Wirtschaftsstruktur bietet eine Reihe von Kooperationsmöglichkeiten. So sind österreichische Gastronomie- und Hotelausstatter im Tourismusbereich Südtirols aktiv, der immerhin mit 8,3 Prozent Beitrag zum Südtiroler BIP zur wichtigsten Einnahmequelle zählt."
Viele österreichische vor allem Klein- und Mittelbetriebe unterhalten dauerhafte Geschäftsbeziehungen mit Südtirol, wobei dieselbe Sprache, ähnliche Geschäftsprinzipien und vergleichbare Strukturen eine große Rolle spielen. Die Außenhandelsstatistik Südtirols zeigt für Österreichs Exporte ein beeindruckendes Ergebnis: Deutschland liefert mehr als die Hälfte aller importierten Waren nach Südtirol, das zehnmal kleinere Österreich beinahe ein Viertel und die Schweiz als direkter Nachbarstaat erreicht nur ein Zehntel des österreichischen Liefervolumens.
Zusätzlich traf WKÖ-Präsident Christoph Leitl namhafte Wirtschaftsvertreter Südtirols und hielt einen Vortrag zum Thema Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen im europäischen und globalen Markt" auf der Messe Bozen vor seiner Weiterreise zum Staatsbesuch Bundespräsident Klestils nach Rom.

 
 Familienbetrieb errichtet Backwarenproduktionsstätte in Schrems
Gabmann: Waldviertel ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort
Schrems (nlk) - Das im Jahr 1904 gegründete Backwarenunternehmen Pilz plant im Jahr 2003 eine Produktionsstätte für Teiglingsbackwaren in Schrems zu eröffnen. Das Familienunternehmen Pilz startete 1994 mit der Produktion von Tiefkühl-Teiglingsbackwaren im Stammwerk Gmünd.
Dabei wird ein geformtes Teigstück gefrostet, verpackt und an eine Handelsfirma geliefert. Auf Grund der steigenden Umsätze und des begrenzten Platzangebotes wird nunmehr in einer freistehenden Halle in Schrems mit einem Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro eine neue Produktionsstätte errichtet, in welcher rund 25 Angestellte Arbeit finden sollen.
„Die neue Produktionsstätte ist ein Zukunftsprojekt für das Traditionsunternehmen und die Region“, erklärte Landesrat Ernest Gabmann. Durch dieses Projekt werden sichere Arbeitsplätze für das Waldviertel geschaffen und der Abwanderung von qualifizierten Arbeitskräfte entgegen gewirkt. „Hier werden gesunde Bioprodukte mit einer ausgefeilten Technologie hergestellt und auch in die Nachbarländer exportiert“, lobte Gabmann den Unternehmer. Solche Wirtschaftstreibende brauche Niederösterreich, um die Chancen der Zukunft bei der EU-Erweiterung bewältigen zu können. Die neue Produktionsstätte sei sichtbarer Beweis für den attraktiven Wirtschaftsstandort Waldviertel.

 
Almseer-Holzweg?
Die mögliche Entstehung eines Projektes in einer Region
Gmunden - Anlässlich einer Preisvergabe durch die Lokale Agenda 21 nahmen engagierte Vertreter der Gemeinde Grünau im Almtal an einem österreichweiten Ausschreiben zur Errichtung eines Zukunftsmodells für eine Region teil. Dank eines hervorragenden Projektes kamen sie unter die besten 10 Gemeinden in Österreich und wurden dafür mit einem nahmhaften Preis belohnt.
Daraufhin wurde überlegt, wie dieses Geld sinnvoll für Grünau investiert werden könnte. Man entschloss sich wieder im Zuge der Lokalen Agenda 21 eine Zukunftswerkstätte einzurichten und beauftragte mit der Errichtung sowie Betreuung die Firma SPES in Schlierbach. Somit kam es im März 2001 zu der ersten Präsentation des neuen Projektes an der alle interessierte Gemeindebürger teilnehmen konnten. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der Sinn sowie die Zielvorstellungen einer Zukunftswerkstätte für die Gemeinde Grünau erörtert. Als weiterer Schritt kam es zu einer Einteilung in die 4 Arbeitsgruppen "Wirtschaftsraum", "Lebensraum", "Dynamik" und "Kultur & Identität", zu denen sich Interessierte melden konnten. In der folgenden Zeit versuchten nun diese Institutionen realisierbare Vorschläge für die Region zu erarbeiten.
Eine dieser Ideen war die Errichtung eines Lehrpfades über Bäume und Sträucher entlang des Wanderweges am Almsee. Dieses Projekt wurde auch beim Bürgerfest präsentiert und von vielen positiv aufgenommen. Nun begann die Aufarbeitung, wie dieser Pfad letztendlich ausschauen könnte. Vor allem stellte sich die große Frage nach der Finanzierung. Man erfuhr jedoch, dass solche Einrichtungen teilweise vom Naturschutz gefördert werden. Somit wurde Kontakt zu Dipl. Ing. Bramberger, Naturschutzbeauftragter des Bezirkes Gmunden, aufgenommen. Nach mehreren Gesprächen sowie Besichtigungen bereits bestehender Lehrpfade nahm dieser und Hubertus Forster, Ideeninitiator dieses Projekts, Kontakt zur Gemeinde Grünau auf. Ziel war es eine öffentliche Körperschaft für dieses Projekt zu gewinnen.
Aufgrund dieser Entwicklung lud die Gemeinde unter Vorsitz von Bgm. Dipl. Ing. Hauer zu einem Moderationsabend mit dem Thema "Waldlehrpfad" ein. Dieser fand am 10. Juli 2002 im Sitzungssaal des Gemeindeamtes statt. Für die Moderation dieser Veranstaltung konnte Fr. Mag. Gabriela Hinterberger, Leiterin des Regionalmanagement im Bezirk Gmunden, gewonnen werden.
Bgm. Dipl. Ing. Hauer konnte neben der Moderation auch Dipl. Ing. Bramberger, Naturschutzbeauftragter BH Gmunden, sowie FM Dipl. Ing. P. Gotthard Niedrist als Vertreter des Grundeigentümers am Almsee, begrüßen. Weiters waren Gemeindevertreter, Mitglieder der Gruppe "Dynamik" und Interessierte anwesend.
Ziel dieses Moderationsabends war Fragen und Probleme bei der Errichtung eines Lehrpfades am Almsee zu erörtern. Nach Übergabe des Vorsitzes an Fr. Mag. Hinterberger bedankte sie sich für die Einladung und begann mit der Verteilung von Kärtchen. Auf diesen sollten die Erwartungen und Vorstellungen von diesem Moderationsabend aufgeschrieben werden, diese wurden dann zu einem späteren Zeitpunkt besprochen.
Im Anschluss daran begann die Diskussion, wobei sich auch Bedenken gegen eine Errichtung eines Lehrpfades am Almsee herauskristallisierten. Einige Anwesende befürchten dieses sensible Ökosystem durch Massentourismus und Schilderwälder zu zerstören.
Hubertus Forster betonte als Projektbetreiber nicht noch mehr Besucher an den Almsee bringen zu wollen. Vielmehr sollte es als zusätzliches Angebot verstanden werden, um auf die Artenvielfalt an Bäumen und Sträuchern hinzuweisen und deren Bedeutung für Natur und Mensch zu erklären. Dank der hervorragenden Moderation war es aber immer eine faire Auseinandersetzung und es kam nie zu einem Stillstand in der Diskussion.
So ging Fr. Mag. Hinterberger Punkte wie Intention, Zieldefinition und mögliche Zielgruppen Schritt für Schritt durch und schrieb die Schlagwörter immer wieder auf. Letztendlich versuchten alle an einer möglichen Lösung dieses Projektes mitzuarbeiten. Auch wurde die Möglichkeit andere Themen, wie die Geologie des Toten Gebirges oder das Ökosystem Almsee zu präsentieren, erörtert.
Der letzte Punkt an diesem Moderationsabend behandelte die weitere Vorgangsweise.
So regte die Moderation eine Projektgruppe mit einem Projektkoordinator zu gründen an. Als Koordinator stellte sich Hubertus Forster zur Verfügung. In der Gruppe stehen ihm Vzbgm. Alois Weidinger und Dipl. Ing. Michael Sieberer-Kefer zur Seite.
Der Projektträger konnte leider noch nicht definitiv festgelegt werden, da hierfür entweder die Gemeinde Grünau oder die gerade in Gründung befindliche Tourismus GesmbH Grünau in Frage kommen. Über die Finanzierung gibt es bereits konkrete Vorstellungen.
Anschließend kann gesagt werden, dass dieser Moderationsabend wesentlich dazu beigetragen hat, ein Projekt voranzutreiben. Auch hoffen wir, dass durch die Anregung noch weitere Ideen und Projekte aus der Grünauer Zukunftswerkstätte ihre Verwirklichung finden.

 
Schenz: Neues Vorsorgeprodukt eine lobenswerte Initiative
Verwunderung über kritische Aufnahme in den Medien - Detailgespräche mit Banken und Versicherungen werden nachgeholt
Wien (pwk) - Er sei froh, dass die scheidende Regierung die Grundidee eines "steuerlich geförderten Vorsorgeprodukts mit Österreich-Bezug aufgenommen und durchgedrückt hat", auch wenn in der Eile nicht alle Einzelheiten ausführlich diskutiert werden konnten. "Es ist eine lobenswerte Tat, die künftigen Pensionsprobleme aufgezeigt zu haben".
Ausstehende Gespräche mit Banken und Versicherungen über mögliche Adaptierungen werden nachgeholt. Einen Start des neuen Vorsorgemodells, bei dem 60 Prozent des Geldes in österreichische Aktien fließen sollen, mit 1. Jänner 2003 halte er für realistisch, erklärte der Regierungsbeauftragte für den Kapitalmarkt und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Richard Schenz, Montag (23. 09.) im Club der Wirtschaftspublizisten.
Er wundere sich über das mehrheitlich negative Medienecho, mit dem das neue Produkt begrüßt wurde. Nachdem das Umlageverfahren bekanntlich an seine Grenzen stoße, sei der ergänzende Aufbau einer kapitalmarktfinanzierten Altersvorsorge sehr zu begrüßen. "Ich halte das für ein sehr attraktives Produkt. Ich möchte wissen, was daran schlecht ist", meinte Schenz.
Wer bis zu 1.801 Euro pro Jahr einzahlt, bekommt eine staatliche Prämie von zehn Prozent des einbezahlten Betrages. Die Auszahlung erfolgt bei Pensionsantritt, ein Ausstieg ist frühestens nach zehn Jahren (mit Rückzahlung der halben Prämie und Nachversteuerung der Kapitalerträge) möglich. Er könne sich vorstellen, dass rund eine halbe Million Österreicher das Modell in Anspruch nimmt. Der heimische Kapitalmarkt wäre dafür sicher nicht zu eng. "Wenn 500.000 Leute den Maximalbetrag sparen, würde das Handelsvolumen an der Börse um rund 5 Prozent steigen. Dies würde das Börsengeschehen fördern, aber sicher nicht deroutieren", stellte der Kapitalmarktbeauftragte fest.
Viele österreichische Werte seien derzeit wegen mangelnder Liquidität unterbewertet. "Es sind hervorragende Unternehmen darunter, aber es fehlt an Nachfrage und Aktienkultur", bedauerte Schenz. Ein gut funktionierender Kapitalmarkt sei andererseits die Voraussetzung für einen leistungsfähigen Wirtschaftsstandort und damit letztlich auch für Existenz und Qualität der Arbeitsplätze.
Schenz erinnerte in diesem Zusammenhang an den im Juli d.J. vorgestellten "Aktionsplan für den österreichischen Kapitalmarkt". Dieser bringe einen neuen Ansatz zur Bündelung aller positiven Kräfte und beinhalte eine Reihe von Reformvorschlägen zur Stärkung des Vertrauens in den heimischen Kapitalmarkt, zur Verbesserung von Angebot und Nachfrage sowie zur Verbesserung der Marktinfrastruktur. "Es gibt für die österreichischen Unternehmen keine gleichwertige Alternative zu einem leistungsfähigen nationalen Kapitalmarkt. Auch aus europäischer Sicht ist das Bestehen regionaler Kapitalmärkte von Vorteil", betonte Schenz. Gerade bei der Bewältigung der Herausforderungen bei der Umstellung der Altersvorsorge zeige sich die Bedeutung eines gestärkten österreichischen Kapitalmarktes.
Als Kapitalmarktbeauftragter übe er einen nicht terminisierten, ehrenamtlichen Job aus. Die neue Bundesregierung werde entscheiden müssen, ob es auch in Zukunft einen Kapitalmarktbeauftragten geben soll. Wenn dies bejaht wird, dann werde die personelle Frage zu entscheiden sein. Er stelle sich gerne zur Verfügung, allerdings "nehme ich mir die Freiheit heraus, diese Position zurückzulegen, wenn ich mit einem künftigen Finanzminister `nicht kann´", präzisierte Schenz auf eine entsprechende Journalistenanfrage.

 
OMV erwirbt 10% Beteiligung an neuseeländischem Öl- und Erdgasfeld Maui von Shell
Produktion um 10.000 Barrel Öläquivalent pro Tag im vierten Quartal 2002 erhöht
Wien (omv) - Der europäische Öl- und Erdgaskonzern OMV hat eine 10% Beteiligung am neuseeländischen Öl- und Erdgasfeld Maui von Shell erworben. Das offshore Feld liegt im Taranaki Becken, 40 km vor der Küste Neuseelands, und ist die größte produzierende Kohlenwasserstofflagerstätte des Landes.
Diese Beteiligung ist für OMV ein wichtiger Schritt zur Erreichung ihrer kurz- und mittelfristigen Produktionsziele. Helmut Langanger, OMV Vorstand für Exploration und Produktion (E & P): "Das Maui Feld bringt uns im vierten Quartal 2002 eine zusätzliche tägliche Produktion von rund 10.000 boe. So sollten wir das für Jahresende 2002 geplante Produktionsniveau von 100.000 boe pro Tag voraussichtlich erreichen können. Dies ist besonders erfreulich, da wir für das dritte Quartal wegen Instandhaltungsarbeiten und temporären Produktionsproblemen im Schiehallion-Feld mit niedrigeren Produktionsmengen rechnen. Neuseeland ist durch sein Kohlenwasserstoffpotential und die guten fiskalischen Bedingungen eine attraktive Region für unser E & P Geschäft." Bis 2008 will das Unternehmen seine momentane tägliche Öl- und Erdgasproduktion auf 160.000 boe verdoppeln.

Neben der Beteiligung am Maui Feld hat OMV den gesamten 49% Anteil von Shell an der ebenfalls im Taranaki Becken gelegenen Maari Explorationskonzession mit einem Ölfund erworben. Am Maari Feld ist OMV, die als Betriebsführer agieren wird, nunmehr mit 79% und die neuseeländische Todd Petroleum Mining Holding mit 21% beteiligt. Über den Preis sowie über die Details der Verträge wurde Stillschweigen vereinbart.

Maui: Größtes produzierendes Feld in Neuseeland
Die OMV Beteiligung am Maui Feld umfasst neben der bestehenden Infrastruktur einen Gasliefervertrag mit der neuseeländischen Regierung. OMV erwartet für das vierte Quartal 2002 eine tägliche Förderrate von rund 10.000 boe. Das Feld produziert ca. 75% Gas und ca. 25% Öl, Kondensat und LPG. Das Maui Öl- und Gasfeld wird von einem internationalen Joint Venture bestehend aus Shell (77,5%), Todd Petroleum Mining Holding (12,5%) sowie der OMV (10%) betrieben.
Das Maui Feld ist das größte produzierende Feld in Neuseeland, aus dem seit dem Jahr 1979 Gas und seit 1996 Öl gefördert wird. Derzeit sind 26 Fördersonden in Betrieb. Die Anlagen bestehen aus zwei Offshore Plattformen, einer schwimmenden Offshore Produktionsanlage, am Meeresboden verlegten Gas- und Flüssigkeitsleitungen, Onshore Aufbereitungsanlagen in Oaonui sowie der rund 290 km langen Onshore Gastransportleitung von Oaonui nach Auckland.

Synergien mit bestehenden OMV Assets
Mit der Beteiligung am Maui Feld ist OMV am besten Weg, sich als bedeutender Player in Neuseeland zu etablieren. Der Neuerwerb bringt eine ideale Ergänzung zum bestehenden OMV Portfolio in diesem Gebiet, dies sind drei Explorationsblöcke, die sich ebenfalls im Taranaki Becken befinden. Auf Grund deren geografischer Nähe zu den Feldern Maui und Maari ergeben sich Synergieeffekte im technischen Bereich, die bei der Bearbeitung der Blöcke genutzt werden.

OMV in Neuseeland
OMV ist in Neuseeland seit 1999 tätig. Die Aktivitäten werden derzeit von OMV AUSTRALIA PTY LTD, einer 100% Tochter der OMV Aktiengesellschaft mit Sitz in Perth, gesteuert. OMV ist seit 1998 in Australien aktiv.
Die Akquisition der australischen Explorations- und Produktionsfirma Cultus durch OMV im September 1999 war die erste erfolgreiche Übernahme des österreichischen Konzerns in Australien. Der OMV Konzern schuf damit eine starke Ausgangsbasis für die nachhaltige Erweiterung des E&P-Geschäfts auf diesem Kontinent und ist derzeit an 19 Explorationsblöcken (On-/Offshore) in Australien und Neuseeland beteiligt; in 13 Blöcken ist OMV Betriebsführer. OMV AUSTRALIA fördert derzeit in zwei Feldern, Cooper Basin und Jabiru Challis, eine tägliche Menge von durchschnittlich 4.000 boe (Barrel Öläquivalent).

 
voestalpine startet Aktienrückkauf-Programm
200.000 Stückaktien werden vorerst erworben - Umfang des Programms erweiterbar
Linz (pte) - Die börsennotierte voestalpine AG hat den Rückkauf eigener Aktien angekündigt. Wie das Unternehmen am Montag (23. 09.) ad hoc mitteilte, sollen in einer erstenTranche 200.000 auf Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft, erworben werden. Das entspricht rund 0,5 Prozent des Grundkapitals. Damit setze das Unternehmen eine Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juli 2002 um, wo die Aktionäre einem Aktienrückkauf der Gesellschaft im Ausmaß bis zu zehn Prozent des Grundkapitals grünes Licht gegeben hatten.
Die Ermächtigung zum Aktienrückkauf ist bis einschließlich 31.12.2003 gültig. Die zurückgekauften Aktien dürfen dabei höchstens 50 Euro und mindestens 15 Euro kosten. Der Vorstand der voestalpine AG habe sich vorbehalten, den Umfang des Rückkaufprogramms zu erweitern. Darüber wäre jedoch noch ein gesonderter Beschluss zu fassen. Die voestalpine hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2001/2002 solide in den schwarzen Zahlen beendet und prognostiziert auch für 2002/2003 deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen.