Bundeskanzler Schüssel dankt REWE-Chef Reischl für Förderung österreichischer Produkte  

erstellt am
09. 09. 03

Bundeskanzler Schüssel verleiht Großes Goldenes Ehrenzeichen an REWE-Chef Reischl
Wien (bpd) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel verlieh am Freitag (05. 09.) das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für die Verdienste um die Republik Österreich an Generaldirektor Dkfm. Hans Reischl. "Generaldirektor Reischl hat ein besonders persönliches Verhältnis zu Österreich. Dies hat er auch bei der Übernahme des


Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (re) überreicht dem Vorsitzenden des Vorstandes der REWE-Zentral AG sowie REWE-Finanz AG, GD Dkfm. Hans Reischl das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich.

Bild: Sandra Holzner © HOPI-MEDIA
Billa-Konzerns durch REWE bewiesen. Es herrschten damals große Bedenken, dass die kleinräumige qualitätsorientierte Struktur von Billa zerschlagen werden würde. Das ist nicht geschehen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Bis jetzt wurde kein einziger Euro Dividende nach Deutschland transferiert. Generaldirektor Hans Reischl hat sich ganz bewusst dafür eingesetzt", begründete der Bundeskanzler die Auszeichnung und verwies darauf, dass allein im Jahr 2000 in Österreich 756 Millionen Euro in das Ladennetz, die Logistik sowie die technologische Ausweitung investiert wurden.

Der Bundeskanzler hob hervor, dass die REWE-Handelsgruppe mit 11.000 Märkten im Lebensmittel- Fachmarkt- und Touristikbereich, einem Gesamtumsatz von rund 40 Milliarden Euro sowie mit 190.000 Beschäftigten zu den europäischen Spitzenunternehmen gehöre. Allein in Österreich wird ein Umsatz von 7,2 Milliarden Euro erzielt, und in 1750 Filialen sind 31.000 Mitarbeiter beschäftigt. "Besonders erfreulich ist, dass das vorliegende Interesse von REWE darin liegt, die Produkte unseres Landes zu fördern", so Schüssel und nannte als Beispiele die Weiterführung der Billa-Qualitätsschiene mit der Bauernhofgarantie sowie die durch Dkfm. Reischl besonders geförderte Unterstützung der österreichischen "JA-Natürlich" Bio-Linie. Diese sichere die Existenz für mehr als 7000 Vertragsbauern, so Schüssel.

"Herr Bundeskanzler, Sie haben viel in den Köpfen der Menschen bewegt. In Ihrem Bemühen liegt es, den Weg zu gehen, der langfristig dem Land gut tut. Ihr Anliegen ist es, die Menschen für Eigenverantwortung und Liberalität zu gewinnen. Das ist auch etwas, was uns beschäftigt, die Eigenverantwortung zu stärken und nicht die Fürsorge bis zum Grabe. Österreich ist ein schönes Land. Es ist wichtig, dass es nicht zur Insel wird, sondern offen zur Welt steht. Ich verspreche Ihnen, ich werde immer ein guter Botschafter Österreichs sein", betonte Generaldirektor Reischl in seiner Dankesrede.

1974 wurde Dkfm. Reischl in den Vorstand der REWE-Zentralfinanz eG berufen. Noch im gleichen Jahr beteiligte sich die 1927 gegründete REWE-Zentrale zu 50 Prozent an den expansiven Filialunternehmen Leibbrand (HL, miniMal, Penny toom). 1980 erfolgte die Berufung von Dkfm. Reischl zum Vorstandsvorsitzenden der REWE-Zentral AG und der REWE-Zentralfinanz eG. Zu dieser Zeit erzielte die REWE-Gruppe einen Einzelhandelsumsatz von etwa 10 Milliarden DM.

Ende des Jahres 1989 ging die REWE-Handelsgesellschaft Leibbrand OHG zur Gänze in den Besitz der REWE-Zentrale über. Dkfm. Hans Reischl wurde persönlich haftender Gesellschafter der heutigen REWE Deutscher Supermarkt KGaA.. Eine Funktion, die Dkfm. Reischl bis heute inne hat. Seit Beginn der 90er Jahre verstärkte REWE ihr internationales Engagement: 1996 wurde der österreichische Marktführer, die BML-Gruppe (Billa, Merkur, BIPA) übernommen. Neben dem Lebensmittelhandel in Deutschland sowie in elf europäischen Nachbarländern baute die Gruppe die Geschäftsfelder "Fachmärkte" und "Touristik" aus. 1996 erfolgte auch der Erwerb von 40% der Stammaktien der ProSieben Media AG.
     
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