Der Eisenstädter Dr. Herbert Demel (49) wird als neuer Geschäftsführer des italienischen
Autokonzerns Fiat gehandelt
Eisenstadt (bvz.at) - Demel soll Anfang
2004 die Führung des angeschlagenen italienischen Autoproduzenten Fiat übernehmen. Der Österreicher
solle den derzeitigen Fiat-Auto-Chef Giancarlo Boschetti ablösen, berichteten die Fachzeitung "Automotive
News Europe" und "Der Spiegel".
Demel ist seit einem Jahr Chef von Magna Steyr. In der Magna-Europa-Zentrale in Oberwaltersdorf heißt es
freilich, der Wechsel Demels sei "derzeit nur ein Gerücht".
Auch Fiat hatte zuvor bereits jeden Kommentar abgelehnt.
Vor kurzem war aber bekräftigt worden, dass Boschetti in den nächsten Monaten aus Altersgründen
sein Amt niederlegen werde und Fiat sich nach "praktikablen Möglichkeiten" umschaue.
Bisher war der frühere Ford-Europachef Martin Leach als Kandidat für den Job gehandelt worden. Inzwischen
habe Fiat aber die Hoffnung aufgegeben, dass Ford Leach aus seinem Vertrag entlässt, der ihm für zwei
Jahre die Arbeit bei Konkurrenten verbietet.
Laut "Spiegel" hat Demel im Sommer eine Fiat-Offerte zunächst abgelehnt. Erst als die Italiener
ihm weitgehende Eigenregie bei der Wiederbelebung der Turiner Traditionsmarke zusicherten, habe Demel eingewilligt.
Demel sei "die ideale Wahl für Fiat Auto", schrieb "Automotive News Europe".
Er gelte als Automanager mit Gespür für Marken und Modelle. Demel hatte die brasilianische VW-Sparte
als Präsident durch die schwere Wirtschaftskrise des Landes in den späten 90er Jahren geführt.
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