Tiroler Bildungswoche 2003  

erstellt am
24. 10. 03

Gleiche Chancen für Mädchen und Burschen
Innsbruck (lk) - Im Rahmen der 7. Bildungswoche zum Thema „Geschlechtssensible Jugendarbeit“, die vom 13. bis 17. Oktober im Kolleg für Sozialpädagogik in Stams abgehalten wurde, standen u.a. Fragen wie „Was braucht ‚geschlechtssensible’ Jugendarbeit?“ oder „Ist Jugendkultur geschlechtslos?“ im Mittelpunkt.

„Junge Menschen finden sich heute – trotz rechtlicher Gleichstellung – mit höchst unterschiedlichen Anforderungen, Zuschreibungen und Begrenzungen im Rahmen ihrer Geschlechtsrolle („gender“) wieder. Mädchen erfahren zudem häufig noch Benachteiligungen, wie etwa erschwerte Zugänge und Aufstiegsmöglichkeiten in zahlreichen Berufsfeldern oder unterschiedlichste Formen von sexueller Gewalt“, begründete Soziologin Dr. Anita Heiliger die Notwendigkeit geschlechtshomogener Angebote in der Jugendarbeit. Spezifische Mädchen- und Burschenarbeit soll gewaltpräventiv wirken und dazu beitragen, hierarchische Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zusehends aufzulösen.

„In einer modernen Gesellschaft sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass junge Mädchen und Burschen die gleichen Chancen haben, sich zu verwirklichen – sei es in privater oder beruflicher Hinsicht. Daher ist es auch Aufgabe der Politik, die notwendigen Einrichtungen und Rahmenbedingungen für junge Menschen zu schaffen“, stellte Landesrätin Elisabeth Zanon-zur Nedden dazu fest. Das Jugendreferat der Landesabteilung JUFF ist im Sinne der Weiterbildung für JugendzentrumsbetreuerInnen und StreetworkerInnen bereits aktiv geworden - ein Schulungskonzept ist derzeit in Ausarbeitung.
     
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